Momentan gibt es im Leben sehr viele Einschränkungen, auch was Freizeitangebote angeht. Daher ist Wandern so ein tolles Hobby: man ist im Wald an der frischen Luft unterwegs, genießt die Natur, stärkt das Immunsystem und eine Ansteckungsgefahr kann nahezu ausgeschlossen werden.

Daher habe ich beschlossen, weitere Wandercaches zu legen, denn nicht nur mir selbst scheint das Wandern sehr viel Spaß zu machen. Dazu verwende ich bestehende Rundwege, die ich für interessant halte, oder auch eigene Strecken und nenne die Reihe "Wanderbarer ODW".

Hier geht es auf eine abwechslungsreiche 15 km lange Runde rund um das Stettbacher Tal. Die Wegführung habe ich selbst erarbeitet. Wen der Entstehungsprozess interessiert, kann am Ende das +++ Making of +++ lesen. Aber nur, wenn ihr viel Zeit habt ;-)

Ihr startet an den romantischen Märchenteichen, erlebt die besondere Stimmung im naturbelassenen Bannwald, besucht die liebevoll gestaltete Anlage "Sauteiche", lauft ein Stück über die Hutzelstraße und kommt nach einem Besuch der Ruine Tannenberg und der Sofienhütte wieder zum Auto.
Unterwegs kommt ihr noch an zahlreichen weiteren Hütten und Sitzmöglichkeiten vorbei. Dabei wechseln sich Waldwege, schmale Pfade, Waldstücke und tolle Panoramablicke ab. Es gibt auf der Strecke immer wieder etwas zu entdecken, auch wenn man schon öfter in dieser Ecke war.

Hier könnt ihr den Track runterladen, das Lösungsblatt für die Finalkoordinaten müsst ihr ausdrucken und mitnehmen.
Achtung zum Download der Anlage:
Du bist gerade dabei, Dateien herunterzuladen, die weitere Informationen enthalten, um den Cache zu finden. Als Cache-Besitzer versichere ich, dass diese Dateien sicher sind. Sie wurden weder von Groundspeak noch von einem Reviewer auf schädlichen Inhalt überprüft. Du lädst diese Dateien auf Dein eigenes Risiko herunter.

Auch mit dem MTB ist es eine schöne Strecke - ein gewisses technisches Können an einigen Stellen vorausgesetzt.

+++ Making of +++ (Eine Cache-Owner Tragik-Komödie in 3 Akten)
Akt 1:
Ursprünglich hatte ich mir in dieser Ecke eine bestehende Runde herausgesucht. Doch schon nach wenigen Kilometern merkte ich, dass mir die Wegführung nicht gefällt. Also auf dem Display des GPS ein bisschen rumgeschoben und dabei den Tradi "Sauteiche" entdeckt. Die Beschreibung klang interessant, also einen Weg dorthin gesucht, denn dieser lag nicht wirklich an meiner eigentlichen Strecke. Immer mit Blick auf das GPS habe ich mir von dort einen eigenen Weg gesucht bis zurück zum Auto. Daheim vor dem PC starrte ich unzufrieden auf den Track, denn die Strecke war nicht "rund". Dabei fiel mir auf, dass die Ruine Tannenberg ja gar nicht weit von meinem ursprünglichen Parkplatz entfernt ist. Och, da wollte ich auch schon lange mal wieder hin. Also Tracks gemalt und geschoben und gelöscht und wieder gemalt - und irgendwie war ich trotzdem nicht zufrieden. Dann fiel mein Blick auf die Märchenteiche und den Parkplatz davor. Also komplett alles umgeplant, die Runde jetzt an den Märchenteichen gestartet und einen nochmal neuen Track gezeichnet.
Akt 2:
Alles aufs GPS gespielt und 2 Tage später wieder los. Nach etwa der Hälfte des Weges waren die GPS-Akkus leer. Kein Problem, hatte ja neue dabei. Doch das Drecks-GPS ging einfach nicht mehr an, egal, was ich versuchte. Also musste eine App auf dem Handy herhalten um den weiteren Track zu markieren. Dummerweise hatte ich mein Handy zwar über Nacht an den Netzstecker gehängt, aber wohl nicht richtig, denn der Akkustand war zu diesem Zeitpunkt 29%. Ok, muss langen. Leider hatte ich die geplante - geänderte - Wegführung nicht im Kopf und ja auch keinen Track mehr, da der ja nur auf dem GPS war. Ich erspare euch jetzt die Details von pitschnassen Füßen und zahlreichen Wegen, die im Nichts enden (also natürlich nur in echt, nicht auf der Karte) und Querungen von Wiesen und meiner Frusttoleranzgrenze...Jedenfalls bin ich schließlich auf die Hauptstraße gelangt und so konnte es hoch auf den Tannenberg gehen. Wie immer den steilsten Weg, ist klar. Da muss man schnaufen, kann man nicht mehr soviel nachdenken. Doch langsam überlegt ich mir, wie ich denn die Koordinaten der fehlenden Wegpunkte und des Finals markieren sollte. Ich war schon stolz, die Wegsager-App überhaupt zum laufen gebracht zu haben, denn die hatte ich bisher nie benutzt..."Geo-Tagging von Fotos" fiel mir ein, da war doch eine Erinnerung an gelöste Mysteries meiner Cacher-Anfangszeit. Ich ignorierte dabei tapfer die Tatsache, dass ich das Handy mittlerweile einen Akku-Stand von 11% anzeigte. Einfach eine sehr auffällige Stelle für das Final gesucht und mit zitternden Fingern und 5% Akku ein Foto geschossen - wird schon passen. Stolz den Weg zurück zum Auto gelaufen - moment mal, bin ich nicht den gleichen Weg am Anfang hoch gekommen? Oh nein, ich wollte doch eigentlich wo ganz anders laufen, verdammt....
Akt 3:
Wieder 2 Tage später (ein Vorteil der Kurzarbeit) mit vollen Akkus, vollem Handy, Track und WPs auf dem GPS, den Notizen der beiden anderen Tage und hochmotiviert wieder los. Alles lief gut, bis ich an einem Steckenabschnitt, mit dem ich noch nicht ganz zufrieden war, meinte, ich müsse mal die dünnen Linien auf der Map ausprobieren. Lasst es mich so ausdrücken: ich habe eine schöne, naturnahe, sinnlose und kraftintensive Runde im Kreis im Nichts gedreht um 30min später wieder am Ausgangspunkt anzukommen...aber dabei habe ich immerhin einige verrostete Töpfe im Wald gefunden, hätte ich ohne Geocaching nie gesehen...hust...Schließlich konnte ich glücklich das Final, das ich auf dem Weg früher am Tag eingesammelt hatte, neu auslegen und meinen Track speichern.
Fazit:
Obwohl ich die Strecke innerhalb von einer Woche nun 3 mal in etwas unterschiedlichen Varianten gelaufen bin, wurde es mir trotzdem nicht langweilig, das sagt doch schon etwas über die Strecke aus. Nur den Abschnitt zwischen (J) und (K) fand ich alle drei Mal nicht so dolle, aber leider alternativlos. Insgesamt bin ich etwa 55 km herumgelaufen für diese 15 km Runde - ich hoffe, das Endergebnis gefällt euch.
Vielen Dank an alle, die tapfer bis hierher gelesen haben. Mir war es aus therapeutischen Zwecken sehr wichtig, das mal niederzuschreiben, ich fühle mich jetzt echt besser....;-)