
Bei einem Spaziergang durch Waren entdeckte ich
diese Würfelparade.
Wo kommt die denn her?
Auf beeindruckende Weise wird die Schönheit der Findlinge gezeigt. Durch Polieren werden die unterschiedlichen Strukturen besonders gut sichtbar.
Das Wie ist leicht erklärt.
Wie kamen die Findlinge nach Mecklenburg-Vorpommern?
Vor 475.000 bis 10.000 Jahren gab es in Nord- und Mitteleuropa drei Kaltzeiten: Elster-, Saale- und Weichsel-Kaltzeit. Dazwischen lagen die Holstein-
und Eem-Warmzeit.
Ausgehend von Skandinavien bewegte sich während der Kaltzeiten ein bis zu mehreren Tausend Meter starker Gletscher nach Süden. Unvorstellbare Kräfte wirkten auf die Landschaft. Das Gewicht des Eispanzers überformte alles. Geröll und Bodenmaterial wurden bewegt, Rinnen ausgeschürft.
Riesige Felsblöcke waren vom Eis eingeschlossen. So konnten sie mit den Eismassen über tausende Kilo-meter transportiert werden.
Erst nach Abschmelzen des Eispanzers wurden diese wieder frei gegeben. Die Findlinge blieben in Grund- oder Endmoränen, vermischt mit Sand und Ge-
schiebemergel, oder Blockpackungen, mit wenig Bodenmaterial dazwischen, liegen. Teilweise spülte Schmelzwasser diese frei oder Materialverlagerung durch Wind und Wetter brachten sie zum Vorschein. Heute werden Findlinge immer wieder in Kiesgruben, auf Feldern und bei Bauarbeiten gefunden.
Woher kommen die Findlinge?
Aus Skandinavien.
Das ist dann doch eine, geologisch gesehen, realtiv ungenaue Angabe.
Es gibt Gesteine, die in Aussehen und Zusammen-
setzung unverwechselbar sind und einem begrenzten Herkunftsgebiet sicher zugeordnet werden können.
Diese werden als Leitgeschiebe/Leitgestein bezeich-
net. Sie können nicht nur nach chemischer und physi- kalischer Zusammensetzung beschrieben, sondern auch mit einem Namen der Herkunftsortes versehen werden. So lässt sich der Weg der Gesteine zurück verfolgen.
Wege und Herkunftsorte sind in dieser Grafik dargestellt:

Quelle: Findlinge = Geschiebe = Feldsteine : Natursteine - Geschenke der Eiszeiten T 2 Außenmauer Nebengebäude Domäne Berlin- Dahlem Beitrag: J. H. Schroeder Technische Universität Berlin
Beispiele für Leitgeschiebe

Quelle: www.kristallin.de/
Diese Fotostrecken zeigen deutlich, wie unterschiedlich Granite in Farbe und Struktur sein können. Über ihre Einzigartigkeit lassen sich Steine genau zuordnen. Noch mehr Bilder gibt hier.
Neben den verschieden Farben variiert die physikalische Beschaffenheit der Gesteine bei der Korn-größe der Kristalle. Die räumliche Lage und Verteilung im Gestein kann mit gleichkörnig, grobkörnig, feinkörnig, regelmäßig angeordnet, unregelmäßig angeordnet, beschrieben werden. Verschiedene Schichtungen und Bänderungen sind möglich.
Die chemische Zusammensetzung wird durch die einzelnen Minerale beschrieben, z.B. Quarz, Feldspat, Glimmer, Hornblende, Pyroxen, Olivin, Magnetit, Calcit.

Quelle: www.kristallin.de/
Die sehr speziellen Bedingungen bei der Entstehung eines Gesteins entscheiden über sein einzig-artiges Aussehen. Die Temperatur- und Druckverhältnisse zur Gesteinsschmelze und während der Abkühlung beeinflussen Zusammensetzung, Kristallgröße, Textur und Farbe des Gesteins. So erstarren Mineralien mit hohem Schmelzpunkt zuerst. Ein schnelles Abkühlen der Gesteinsschmelze lässt nur eine geringe Kristallbildung zu. Andere Mineralien besitzen eine geringe Dichte und reichern sich dadurch in höher gelegenen Gesteinsschichten an. Die Farbe wird durch die Art der Erstarrung und den Mineralgehalt bestimmt.
Das Zusammenspiel der verschiedenen Bedingungen bewirken die Entstehung eines einzigartigen Gesteins mit einzigartigen Eigenschaften.
Die Aufgaben, um diesen Earthcache loggen zu dürfen:
1. Betrachte die Würfelparade! Woher stammt der Vänge-Granit?
2. Sieh dir die Grafik im Listing an! Rechts sind Gesteine aufgezählt. Welche Nummer hat der Vänge-Granit?
3. Vergleiche den Vänge-Granit mit dem Hyperit-Diabas! Gehe auf die Struktur ein! Welche Schlüsse lassen sich hinsichtlich der Bedingungen während der Entstehung ziehen?
4. Stelle ein Foto von der Würfelparade mit deinem Navi oder deinem Logo in deinen Log ein. Dies ist eine Logbedingung!
Deine Antworten schicke bitte ausschließlich über das Message Center an meinen Account. Du darfst nach dem Absenden der Antworten an mich direkt loggen. Ich melde mich auf jeden Fall bei dir.
Quellen:
R. Lampe und S. Lorenz: Eislandschaften in Mecklenburg-Vorpommern
https://de.wikipedia.org/wiki/Saale-Komplex
https://www.kristallin.de/
https://strand-und-steine.de/gesteine/leitgeschiebe/leitgeschiebe.htm
https://www.steine-in-der-stadt.de/downloads/Schroeder/SidS_Findlinge_21-03-2018.pdf

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