Dem ein oder anderen in Diemelsee wird der Hausname „Gipsmüllers“ noch ein Begriff sein.
Die Gipsmühle befand sich in der Adorfer Heimbicke. Familie Drinhaus, die ihren Ursprung in der Gipsmühle hatte, übernahm diesen Namen als Hausname bei Ihrem Umzug in die Giershagener Straße. Später heiratete die Mutter des Hauses, Elisabeth Drinhaus einen Herrn Krauß. So viel vorab zur Familiengeschichte.
Im September 2019 verstarb Elisabeth Krauß, die Mutter von Michael Krauß im Alter von 71 Jahren. Was jedoch bleibt, sind gemeinsame Erinnerungen an die schöne Zeit in der Heimat. Wenn Michael zu Besuch kam, genossen die beiden zusammen mit Oma Margarethe oft die gute Aussicht auf Adorf. Ein besonderer Platz für alle wurde der Aussichtspunkt hinter der Dansenberghalle, nähe dem Judenfriedhof gelegen.
„Von dort aus hatten wir einen ganz wunderbaren Blick auf die Kirche und über den gesamten Ortskern,“ erinnert sich Michael Krauß. Sie saßen dort öfter auf einer Bank und nutzten die Zeit für Gespräche. Im Jahr 1955 zogen die Großeltern Margarethe und Werner Drinhaus nach Sulzbach. Das Haus in der Giershagener Straße wurde vermietet bis es dann im Jahr 2007 an ein junges Paar verkauft wurde.
Im Juni 2020 kam Herrn Krauß die Idee, in Gedenken an die Familie, eine Sitzbank in Auftrag zu geben und diese zu stiften. In Anlehnung an den Hausnamen, soll die Bank die Aufschrift „Gipsmüllers Ruheplätzchen“ haben und an dem Lieblingsaussichtsplatz der Familie, oben auf dem Dansenberg, platziert werden.
„Es ist mir ein Anliegen, dass sich viele Adorfer und auch auswärtige Gäste an diesem sonnigen, aussichtsreichen Platz erfreuen. Außerdem bedanke ich mich bei allen Beteiligten für diese Möglichkeit, die Bank dort aufzustellen und die zugesagte Pflege“, so Herr Krauß.