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Verschwundene Schlösser: Kemperhaus Traditional Cache

Hidden : 12/16/2020
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Diese kleine Serie führt euch zu echten „Lost Places“. Hier gibt es nämlich heute meistens nur noch unsere schöne Landschaft zu sehen. Gleichwohl sind es besondere Plätze, denn in früheren Jahrhunderten standen hier Burgen oder Schlösser. Deren Bewohner bestimmten häufig maßgeblich das Geschick der Menschen in ihrer Umgebung, indem sie Abgaben erheben durften oder die Gerichtsbarkeit in dem jeweiligen Bezirk innehatten. Manchmal haben die Orte auch die Phantasie der Menschen angeregt und es entstanden (Spuk-)Geschichten und Legenden. Insofern handelt es sich hier nicht um einen reinen History-Cache.

Bitte respektiert unbedingt die Privatsphäre der Anwohner und sucht nicht auf Privatgrundstücken nach dem Cache, nach Mauerresten oder ähnlichem. Auch in Naturschutzgebieten bitte nicht herumwühlen. Alle Caches liegen am Weg.

Zu der Serie gehören die folgenden Caches:

GC980NQ (ab 03.2021)

GC92JYR

GC92K0Y

GC951PM (ab 01.2021)

GC92MF4

GC92HGD

GC92K17

GC92MF2

GC92JWH (Bonus)

Folgende Caches befanden sich ursprünglich auf der Runde, leider mussten wir sie archivieren (in memoriam):

GC92JZ9

GC92K08

 

Bitte achtet bei den einzelnen Caches darauf, das Lösungswort zu notieren. Ihr findet es auf dem Cache-Behälter und dem Deckblatt des Logbuchs.

Die Serie kann als sportliche Fahrradrunde gemacht werden, sie ist dann ca. 75 km lang. Ein guter Startort ist Tüddern, dann fahrt ihr gegen den Uhrzeigersinn. Oder ihr fahrt in Haaren los, dann aber im Uhrzeigersinn. Natürlich könnt ihr auch zwei Touren daraus machen. Oder drei. Selbstverständlich können auch alle verschwundenen Schlösser einzeln besucht werden.

Für alle Eltern und/oder Lehrer: hier geht es um alte Karten, Geschichte und Märchen. Top-Themen für’s Home-Schooling oder Projekte….finden wir. Spaß macht’s außerdem….finden wir auch.

Die einzelnen Caches (auch der Bonus) sind so gelegt, dass sie für alle, die Geschichte und Geschichten mögen, problemlos erreichbar sein sollten, also auch für Rollstuhlfahrer (ggf. braucht ihr eine Greifhilfe). Sehbehinderte werden Unterstützung brauchen, um die Lösungswörter zu entziffern. Im Zweifelsfall nehmt bitte Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns auch über weitere Informationen zu den verschwundenen Schlössern und über eure Entdeckungen!

Quellenhinweise (gelten für alle Caches der Serie, sofern nicht anders vermerkt):

Die Ideen für viele Geschichten gehen auf das Buch „Sagen & Geschichten aus den Heinsberger Landen“ von Helmut Hawinkels (Heinsberg, 2019) zurück.

Die Hintergrundbilder sind der „Kartenaufnahme der Rheinlande 1801-1828, 1:25.000“ (Tranchot/Müffling) entnommen, die aktuell unter www.tim-online.nrw.de/tim-online2/ (bitte genau so eingeben, sonst landet Ihr woanders) verfügbar ist.

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Kemperhaus, Haus Kempen oder Kempnerhaus

 

Wie bei vielen Adelssitzen mit Wohn- und Wehrfunktion ist auch hier von einem „Haus“ die Rede. Der heute übliche Begriff „Burg“ wird für diese Art von Gebäuden erst seit dem 19. Jahrhundert verwendet.

Kemperhaus wird um 1400 erstmals erwähnt. Wie es genau ausgesehen hat, wissen wir nicht. Auf der sogenannten „Tranchot-Karte“ aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts ist ein Wassergraben zu erkennen. Die Chronik von Rurkempen berichtet von Resten eines Torturms und einem zweigeschossigen Wohnhaus aus dem 18./19. Jahrhundert, welches endgültig gegen Ende des 2. Weltkriegs zerstört wurde.

Ein Burgherr, Johann von Drimborn der Jüngere (um 1500 – 1562) erhielt den Ehrentitel „Goldener Ritter“, was unter Kaiser Karl V. eine Leistungsauszeichnung war.  Die Zeit war geprägt von den Auseinandersetzungen rund um die Reformation. Karl V. wurde 1520 in Aachen zum Kaiser gekrönt, man sagte, in seinem Reich sei „die Sonne nie untergegangen“ – eine Anspielung auf die Eroberungsfeldzüge auf dem amerikanischen Kontinent.  Karl V. wird folgender wenig schmeichelhafter Satz zugesprochen: „Spanisch spreche ich mit Gott, Italienisch mit Frauen, Französisch mit Männern und Deutsch mit meinem Pferd.“

Über Johann von Drimborn d.J. wissen wir dagegen heute nicht mehr viel.

 

Kemperhaus kann mit immerhin zwei Spukgeschichten aufwarten:

Die eine erzählt von einem bärtigen Ritter der regelmäßig nachts in Begleitung von Geisterpferden und -hunden die Burg recht lautstark heimsucht. Mit rasselnden Ketten und klirrendem Schwert geht er dort lachend auf die Jagd nach seinen Mördern. Der Geisterritter lässt sich durch Harfenspiel vertreiben und verschwindet dann mit weiterem großen Getöse über die Felder.

Die zweite Geschichte erinnert an die „Schneekönigin“. Hier reißen zwei kleine Burgfräulein, Elsa und Tilda, mitten im Winter aus der Burg aus. Die ganze Geschichte findet Ihr seit Dezember 2022 bei GCA0GZB. Der Ort des Geschehens ist auf der anderen Seite der heutigen Umgehungsstraße zu finden (siehe Waypoint). Dort sehr ihr heute nur fast nur noch Felder, nur ein winziges Stück Wald ist erhalten geblieben. Aber es gibt noch den Straßennamen „Elsbruch“ und etwas weiter westlich auf alten Karten die Flurbezeichnung „Til(d)sbruch“.

 

Ausführliche Fassungen der Geschichte(n) rund um Kemperhaus findet Ihr auf den Internetseiten des Ortsrings Rurkempen.

Denkt daran, Euch das LÖSUNGSWORT zu notieren!

Additional Hints (Decrypt)

Jvyyxbzzra!

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)