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Mord und Totschlag #5 Traditional Cache

This cache has been archived.

Paddy Mahony: Da der "Trosswagen" entfernt wurde, ist auch der Petling mal wieder verschwunden. Daher werde ich den Geocache nun endgültig archivieren.

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Hidden : 11/13/2020
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Das Reisen auf den Landstraßen war im Mittelalter nicht ungefährlich. Wegelagerer und Räuberbanden lauerten auf den einsamen Reisenden, ein missgünstiger Rivale nutzte die Gelegenheit für eine Abrechnung oder zwei verfeindete Rittersleut gerieten trotz fürstlich verordneten Landfriedens in Streit und ließen die Waffen sprechen.

Mord- und Sühnesteine wurden im Mittelalter an der Stelle gesetzt, wo ein schweres Verbrechen an Leib und Leben begangen wurde. Der Täter musste an der Stelle des Verbrechens als Zeichen der Sühne diesen Stein setzen, oftmals wurde er auch nach altgermanischer Rechtsauffassung - Aug um Auge, Zahn um Zahn - an dieser Stelle hingerichtet oder verstümmelt. Sühnekreuze zeigen manchmal die Tatwaffe oder haben einen bildhaften Bezug zum Beruf des Opfers.

Das Kreuz bei Dorla ist ein besonders interessanter Stein, erzählt es uns doch von der blutigen "Bundesherrenfehde", die zwischen hier ansässigen niederhessischen Rittern zwischen 1440 und 1454 tobte. Auf der einen Seite standen Werner von Elben mit seinen verbündten Rittern, die sich die "Bundesherren" nannten und auf der anderen Seite Reinhard von Dalwigk von der Weidelsburg sowie Friedrich von Hertingshausen von der Naumburg und ihre Parteigänger. Die Liste der beteiligten Ritter liest sich wie ein "Who is Who" der schwerttragenden Highsociety unserer Gegend.

Leidtragende waren oft die Bauersleute in den Dörfern, die von der jeweils feindlichen Partei überfallen, geplündert und niedergebrannt wurden um dem Gegner wirtschaftlich zu schaden. Wieviele "Zivilisten" dieser Fehde zum Opfer fielen bleibt unbekannt. Jedoch weiß man von zwei Begebenheiten, bei dem die Ritter und ihre Waffenknechte direkt aneinander gerieten und nicht wenige verwundet oder gar erschlagen wurden. Und dies war hier bei Dorla, an der alten Handelsstraße, der Alten Frankfurter Straße, der Fall:

Am 8. Juni 1454 wurden Hermann Hund, Heinrich Schenck zu Schweinsberg, Hans von Born, Heinrich von Wallenstein und Heinrich von Grifte (Bundesherren) und zahlreiche ihrer Waffenknechte bei dem Dorf Dorla auf der Flucht vor Johann von Meysenbug und seinen Männern erschlagen. Da von Meysenbug zuvor das Dorf Obervorschütz geplündert und niedergebrannt hatte, befanden sie sich auf einer Strafexpedition und hatten bei Züschen ein Nachtlager aufgeschlagen. Ein Hirte hatte dies bemerkt, seinen Herren von Meysenbug informiert und dieser hatte mit seinen Kriegsknechten die im Wald im Hohenberg lagernden Bundesherren überfallen, woraufhin diese versuchten, sich nach Gudensberg in Sicherheit zu bringen. Bei Dorla wurden sie allerdings von ihren Verfolgern gestellt. Es wird vermutet, dass Reinhard von Dalwigk an dem Überfall beteiligt war, dies ist aber nicht bewiesen. Da der überfallene Gegner gerade sein Lager aufgeschlagen hatte und nicht zum Kampf gerüstet war, wurde dieser Überfall nach ritterlichem Ehrencodex als "unehrenhaft" betrachtet und die Partei Dalwigk/Hertingshausen wurde nach Friedensschluss zur Setzung dieses Sühnesteins verpflichtet.

Eine ähnliche Begebenheit, bei der die andere Partei Federn ließ, führte in der Nähe von Elbenberg zur Setzung eines Sühnesteins (leider liegt da schon ein Tradi sonst wäre dies mein nächster "Mord und Totschlag geworden).

Parken kann man ganz in der Nähe. Im Sommer wird es recht "brennnesselig", Lange Hosen sind definitiv von Vorteil!

Liebe Besserverstecker, versteckt den Petling bitte wieder da, wo ihr ihn gefunden habt! Das erleichtert mir Wartungsarbeiten ungemein. Danke.

Additional Hints (Decrypt)

Ibeqrer erpugr Synaxr qrf Gebffjntraf va pn. 2z Uöur.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)