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Erkundungen in der Georgewitzer Skala EarthCache

Hidden : 11/13/2020
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Wir laden dich zu einer etwa 4,5 km langen Wanderung ein, die zum größten Teil in der Georgewitzer Skala in der Nähe von Löbau verläuft. Es handelt sich um ein Naturschutzgebiet.

Wanderweg Wanderweg oberhalb der Felsen

Hauptanliegen dieses Earthcaches ist es, die Wanderung zu genießen und die Augen offen zu halten für geologische Besonderheiten am Wegesrand. Die Skala selbst ist ursprünglich. Da geht es erst hoch oberhalb der Felsen und später am Löbauer Wasser entlang. Ein interessanter Ort ist die Gemauerte Mühle. Eine Gaststätte gibt es dort schon lange nicht mehr. Neuerdings allerdings ein Museum. Und auch im Außenbereich gibt es einiges zu bewundern. Geologisch gesehen musst du aber auf der Hut sein - nicht alles, was du siehst, stammt von hier.

Die Georgewitzer Skala

Die Georgewitzer Skala wurde auf einer Länge von ca. 1,3 km durch die erosive Wirkung des Löbauer Wassers als tief eingeschnittenes, von Süd nach Nord gerichtetes, schluchtenartiges Felsental geschaffen. Skala ist die slawische Bezeichnung für Fels.
Das geologische Ausgangsgestein, der Westlausitzer Granodiorit bzw. der Zweiglimmergranodiorit, wurde durch den Erosionsprozess in Jahrtausenden abgetragen. Der geologische Untergrund ist vorwiegend durch nährstoffreichen Lößlehm und Flussschotter der Weichseleiszeit bedeckt.
Das Tal weist steile Hänge, Felswände und Klüfte auf, das Löbauer Wasser hat ein naturnahes, blockreiches Bachbett. Die bewaldeten Felshänge beidseitig des Baches steigen von 210 m ü. NN in der Talsohle bis auf eine Höhe von 240 m ü. NN an und gehen mit mäßiger Neigung in eine Hochfläche über.

Granodiorit

Die Felsen der Skala bestehen aus Granodiorit.
Granodiorit ist ein eng mit dem Granit verwandtes magmatisches Gestein (Tiefengestein, Plutonit), das weltweit verbreitet ist. Es entstand durch langsames Abkühlen von Magma in der Tiefe. Wie Granit besteht es aus Feldspat, Quarz und Glimmer. Der Unterschied zum Granit besteht lediglich darin, dass Granodiorit deutlich mehr Plagioklas als Kalifeldspat enthält. Auf den Infotafeln wird teilweise von Granit gesprochen anstelle von Granodiorit.
Granodiorit ist ein meist grob- und mittelkörniges, massiges Gestein von weißgrauer bis grauer Farbe. Bei einigen Granodioriten können die Feldspäte Korngrößen von mehreren Zentimetern erreichen. Allgemein gilt: Je langsamer die Abkühlung erfolgt, desto größer können die Kristalle werden. [2]

Nur zur Information - so feine Unterschiede sind schwer zu erkennen. Es gibt in der Skala auch Zweiglimmergranodiorit. Das ist ein Migmatit. Migmatite sind metamorphe Gesteine (also eine ganz andere Gesteinsklasse), die sich bei der teilweisen Aufschmelzung (Anatexis) des Ausgangsgesteins gebildet haben. Das Ausgangsgestein ist hier Grauwacke. [3]

Aufgaben/Fragen

1. Um welche Art von Felsental handelt es sich bei der Georgewitzer Skala? (Infotafel und Naturschutz-Schild WP1)
Bitte den geologischen Begriff wählen! Nicht schluchtenartiges Felsental.

Felsblock WP2 2. An WP2 befindet sich ein markanter Felsblock am Boden (Foto2). Das Gestein ist hier an frischen Bruchflächen recht gut zu erkennen.
Beschreibe das Gestein (Bestandteile, Farbe, Oberfläche, Korngrößen, ...)
Kannst du in der Georgewitzer Skala entlang deines Weges Granodiorit-Gestein entdecken, dass etwas anders aussieht als das von WP2? Worin besteht der Unterschied?

3. An WP3 findest du eine weitere Infotafel mit sehr speziellem geologischen Inhalt. Wie wird der "Lausitzer Granit" bezüglich seiner Körnigkeit hier eingeschätzt? (erster Punkt der Legende)

4. An der Gemauerten Mühle gibt es Gesteine, die nicht von hier stammen, also kein "Granit" (Granodiorit) sind. Extrem auffällig ist ein Objekt an WP4. Worum handelt es sich und woher stammt es laut Angabe auf dem Schild?
Kannst du im Außenbereich der Gemauerten Mühle ein weiteres Objekt/Gestein finden, welches du als "Nichtgranit" einstufen würdest?

5. Das Löbauer Wasser fließt durch die gesamte Skala. Es ist daher egal, an welcher Stelle du die folgende Aufgabe löst, aber an WP5 sollte es trockenen Fußes gehen.
Betrachte die Steine, die immer unter Wasser sind. Fische dir einen kleinen Stein aus dem Wasser heraus, der genau so aussieht wie die anderen. Beschreibe ihn, insbesondere die Oberfläche (Farbe, Glätte/Rauhheit, organische Ablagerungen, ..). Sieht dein Stein genau so aus wie die Steine am Ufer bzw. die Steine, die nicht immer unter Wasser sind?

6. Poste ein Foto von dir oder deinem Maskottchen von einem Ort, der dir bei dieser Wanderung besonders gut gefallen hat.



Bitte sendet eure Antworten über das MessageCenter - dort geht nichts verloren. E-Mail geht auch, wenn ihr zeitnah loggt.
Bei Gruppen genügt eine Antwort über das MessageCenter. Schreibt dann aber bitte im Log, wer die Antwort gesendet hat. Und postet bitte individuelle Fotos!
Danach könnt ihr sofort loggen. Wir melden uns, wenn etwas nicht stimmen sollte.

Und nun viel Spaß beim Erkunden der Skala und mit diesem Earthcache!



Vorschlag Wanderrunde:
Vom Parkplatz aus an der Straße zum ersten Abzweig AZ1. Von dort der Ausschilderung schräger grüner Strich zur Georgewitzer Skala über Wiese am Fluss entlang folgen. An einer Brücke vorbei (alternativ hierher siehe auch Wegbeschreibung von GCTZY5) zur Infotafel WP1 und Aufschluss WP2. Am zweiten Abzweig AZ2 dem etwas versteckten Pfad nach oben folgen zu Infotafel WP3. Bisher befinden wir uns auf der orografisch rechten Seite des Löbauer Wassers. Nahe der Gemauerten Mühle wechseln wir die Flussseite und gehen zu WP4. Am Gebäude mit der Wandmalerei (Fürsten, Max und Moritz) vorbei geht es ein paar Stufen nach oben. Ab jetzt folgen wir dem Fluss auf der linken Seite, fischen bei WP5 einen Stein aus dem Wasser. Der Pfad folgt noch ein Stück dem Fluss, um dann nach rechts ansteigend zur (wenig befahrenen) Straße anzusteigen. Schließlich gelangen wir auf wenigen hundert Metern Straße zum Parkplatz zurück. Alternativ kann man von der Gemauerten Mühle auch auf der rechten Flussseite am Ufer entlang zurück zum Parkplatz gehen.


Literatur:

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Georgewitzer_Skala
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Granodiorit
[3] https://nat.museum-digital.de/index.php?t=objekt&oges=592860&cachesLoaded=true

Additional Hints (No hints available.)