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Das Rotliegende vom Scheinberg EarthCache

Hidden : 11/20/2020
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Hier an diesem Ort möchte ich euch eine weitere geologische Besonderheit zeigen. Während auf dem Dinkelberg der Muschelkalk herrscht, dominiert hier am Scheinberg, der höchsten Erhebung Maulburgs, Bundsandstein und Rotliegendes. 

Kurz nach dem man die Brücke, über die Wiese, passiert hat, sieht man es schon rechter Hand.  Eine schöne, interessante, rötliche Wand.

                          

Geschichte und Namensgebung

Das Rotliegend verdankt seinen Namen den vielfach auffällig rot gefärbten Gesteinen, aus denen die Gesteinseinheit aufgebaut ist. „Rotliegend“ ist ein alter Bergmannsausdruck aus dem Mansfelder Land und bezeichnet die roten, unter dem nutzbaren Kupferschiefer lagernden Gesteine. Da dieses taube Gestein im Liegenden des Kupferschiefers zu finden war, wurde es ursprünglich als „rotes totes Liegendes“ bezeichnet. Die Rotfärbung dieser Sandsteinschichten wird durch feinverteilte Hämatit-Schüppchen (Roteisenstein) verursacht und verweist auf die Ablagerung im heißen Klima.

 

Alterseinstufung

Die Rotliegend-Vulkanite wurden radioisotopisch datiert und weisen demnach Alter von ca. 290 bis 299 Mio. Jahren auf, d. h. sie entstanden zu Beginn des Perms. Aus den Sedimenten sind bislang nur wenige Krebsschalen und Saurierfährten bekannt geworden, die ebenfalls auf ein frühpermisches Alter verweisen.

Zum Rotliegend werden in Baden-Württemberg einerseits saure Vulkanite gerechnet, deren Alter in den Grenzbereich Karbon/Perm und in das Frühe Perm fallen, andererseits klastische Sedimentgesteine (Fanglomerate, Arkosen, Sandsteine und Feinsedimente), die während oder nach dem Rotliegend-Vulkanismus in mehreren tektonisch begrenzten postvariskischen Becken abgelagert wurden. Bei den Rotliegend-Magmatiten handelt es sich fast überall um hydrothermal überprägte Rhyolithe (Quarzporphyre) und tonig verwitterte Tuffe, die teilweise als Schlot- oder Gangfüllungen Grundgebirge und Karbon durchschlagen, teilweise als Laven oder pyroklastische Decken auf älterem Untergrund liegen und dabei Mächtigkeiten von mehreren hundert Metern erreichen können. Die Rotliegend-Sedimente sind nahe der Beckenränder meist grobkörnige Fanglomerate, Konglomerate oder Arkosen fossiler Schuttfächer, die gegen das Beckeninnere in besser sortierte fluviale Arkosen und Sandsteine sowie in lakustrine Feinsedimente übergehen. Neben den vorherrschenden rotbraunen Farben treten dabei lagenweise auch graue Sedimente auf.

            

Details des rotliegenden und Einschlüsse

Die Ablagerungen des Rotliegend sind in allen Vorkommen des Schwarzwaldes ähnlich ausgebildet und bestehen aus meist grobkörnigen Arkosen aus Grundgebirgsschutt mit Übergängen zu Konglomeraten und Geröllbrekzien (mit gerundeten und kantigen Komponenten), in die vor allem in den mächtigeren Profilen Feinsedimente (Schluff- und Schlufftonsteine, Feinsandsteine) eingeschaltet sind. Besonders in den Mittel- und Nordschwarzwälder Vorkommen, also im Verbreitungsgebiet der älteren Rotliegend-Magmatite, sind regelmäßig Vulkanitgerölle (Porphyrgerölle) beteiligt. Im südlichen Odenwald treten neben ähnlichen Gesteinen außerdem grobe Brekzien aus Grundgebirgs- und Porphyrschutt auf.

Konglomerate

Das Wort Konglomerat ist ursprünglich aus der lateinischen Sprachfamilie entliehen und bedeutet „Zusammenballen“. Es bezeichnet in der Geologie ein klastisches (nach Erosion entstanden) Sedimentgestein aus mindestens 50 % gerundeten Komponenten (Kies oder Geröll). Konglomerate sind entstehungsgeschichtlich eng mit dem Sandstein verwandt und mit ihm häufig in Lagerstätten vergesellschaftet.

Arkose

Auffälligstes Merkmal der Arkosen ist ihr hoher Gehalt an Feldspäten, der gewöhnlich 25% übersteigt. Allerdings ist auch bei Arkosen der Quarz meistens das häufigste Mineral. Neben Quarz können noch geringe Mengen von anderen Gesteins- und Mineralfragmenten (bis zu 5%) enthalten sein.

Schluffstein

Schluffstein (auch Siltstein) ist ein klastisches Sedimentgestein, in dem Mineralkörner mit einer Korngröße von 0,002 bis 0,063 mm Äquivalentdurchmesser überwiegen. Seine durchschnittliche Korngröße liegt zwischen Tonstein und Feinsandstein. Schluffsteine sind meist siliziklastisch und die Schluffpartikel bestehen in der Regel aus Quarz.

 

 

Mächtigkeit

Die Mächtigkeit erreicht in den von Mesozoikum überdeckten Verbreitungsgebieten teilweise mehrere hundert Meter, örtlich über 1000 m (Kraichgau), zwischen den Sedimentbecken keilt Rotliegendes dagegen völlig aus oder ist nur durch Vulkanite vertreten. In den Ausstrichgebieten liegen die größten Mächtigkeiten bei 300 bis 400 m (Baden-Baden, Schopfheim).

Deine Aufgaben:

Bitte beantwortet dazu die folgenden Aufgaben und sendet mir die Antworten über mein Profil. Ihr dürft nach dem Absenden der Antworten sofort loggen.

1. Gehe zur Gesteinsschicht bzw. nimm eine Gesteinsprobe vom Weg, und reibe mit dem Finger darüber? Beschreibe die Konsistenz, Härte und die Oberflächenbeschaffenheit

2. Nun schau Dir die Einschlüsse an. Welche Größe haben die eingeschlossenen Körner mind. / max. und sind sie über die ganze Fläche gleichmäßig verteilt? Handelt es sich bei den aufgeschlossenen Gesteinen eher um grobkörnige Arkosen mit Übergängen zu Konglomeraten und Geröllbrekzien (mit gerundeten und kantigen Komponenten) oder um feinere Ablagerungen wie Schluffsteine und Feinsandsteine?
Wenn du dies mit den Informationen aus dem Listing vergleichst, was glaubst du, was könnte hier die Ursache für die Unterschiede sein?

 

3. Wie hoch und breit schätz Ihr die Wand die Ihr hier seht?  Beschreibt noch den Aufbau der Wand? Ist sie in Schichten aufgebaut horizontal/vertikal? Oder komplettglatt?

4. Macht ein Foto von Euch oder Eurem GPS/ Maskottchen mit der Wand im Hintergrund. (Laut Earthcache Guidelines ist die Forderung eines Fotobeweises seit Juni 2019 wieder erlaubt.)

 

Quellen:

Wikipedia

https://lgrbwissen.lgrb-bw.de/geologie/schichtenfolge/perm/rotliegend/rotliegend-sedimente

Fotos: Eigene

 

Additional Hints (No hints available.)

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