Bielefeld-Quelle sah nicht immer so aus wie heute - so schön grün. Bereits in der letzten Eiszeit wurden hier Sanddünen aufgeweht - der westlichste Ausleger der Senne reicht bis nach Quelle. Am Ende der letzten Eiszeit vor 10000 bis 12000 Jahren wurde hier aus einer baumlosen Tundrenvegetation ein lockerer Wald, der vor allem aus Haselnuss, Kiefer und Birke bestand. Als der Ackerbau im 5. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung auch hier in Westfalen Einzug hielt, rodeten die Menschen Teile des Eichen-Birkenwaldes für Ackerflächen und ließen auch ihr Vieh darin weiden. Allmählich wurde der Wald soweit zerstört, dass in der Bronzezeit (ca. 2000 bis 700 v. Chr.) weite Heideflächen aufkamen.
Noch vor etwas mehr als 200 Jahren existierte hier kein Wald, sondern eine offene Dünenlandschaft mit Heide. Das Bevölkerungswachstum im 18. Jahrhundert hatte überall für Raubbau an den Wäldern gesorgt. Allmählich wurde die Gegend mühsam mit Föhren aufgeforstet, auch die heute auf dieser Düne stehenden Kiefern wurden aufgeforstet. Am Rand zum Talgrund hat sich ein schmaler Rest vom Eichen-Buchenwald erhalten, in der Bachniederung wäre ein Traubenkirschen-Erlen-Eschenwald naturgemäß, diese hat heute aber eher Wiesencharakter.
Die früher im Bielefelder Süden häufig vorkommenden Sanddünen wurden überwiegend abgebaut, überbaut oder planiert, nur einige wenige wurden unter Schutz gestellt.
Diese Infos stammen aus einem Infoblatt über die "Bielefelder Umwelt-Tour 1 Quelle-Ummeln", erstellt vom Umweltamt der Stadt Bielefeld. Es handelt sich um einen Wegweiser für eine Radtour mit weiteren sehr interessanten Details der Umgebung. Wer einen Blick reinwerfen oder sogar radeln mag: Einfach auf der Seite der Stadt Bielefeld nach "Umwelt-Tour" suchen.
An einzelnen Stellen meint man Bombenkrater erkennen zu können, meiner Ansicht nach handelt es sich aber aufgrund der Größe eher um Sandabgrabungen.