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HIRSCHBRUNN: QUELLSTOLLEN UND RIESENKARSTQUELLE
WEGBESCHREIBUNG
Zwischen Hallstatt und Obertraun befindet sich der Hirschbrunn-Quellbezirk. Dieses Areal wird durch die Landesstrasse geteilt. Die Riesenkarstquelle Hirschbrunn sowie der Quellstollen liegen an der Seeseite, der quelltopfförmige Kessel (GC25FM5) und Alte Kessel befinden sich 400 m entfernt auf der Bergseite. [1]
Bitte beachte den Wasserstand, da du das Bachbett queren musst. Bei Hochwasser und zur Schneeschmelze wird der Hirschbrunn aktiv. Der Quellstollen selbst wird auch fallweise vom aktiven Hirschbrunn überschwemmt, daher liegt der Cache außerhalb. Jeder ist für sein Tun selbst verantwortlich.
Die Parkkoordinaten sind angeführt. Folge dem Wegweiser Naturdenkmal Hirschbrunn - siehe Foto. Nach der Aussichtsplattform, wo du auf die Riesenkarstquelle hinabblickst, findest du einen Weg hinunter, oder du steigst im trockenen, steinigen Bachbett hinab. Wo das Gelände flach wird, sieht man unter einer kleinen Felsstufe den unscheinbaren, etwa 3 m breiten und 1 m hohen Eingang der kleinen Hirschbrunnhöhle samt Quellstollen.
HIRSCHBRUNN QUELLSTOLLEN

Wenn man möchte kann man in diese kleine Hirschbrunnhöhle kriechen. Diese ist nach knapp 4 m Länge zu Ende. Dann beginnt ein durchschnittlich 1 m hoher und 60 cm breiter Stollen, welcher nach 5.5 m Länge endet. Deutlich sind die Hauspuren und damit die Arbeit von ausgebildeten Bergleuten zu sehen. Etwa in der Mitte des Stollens wurde eine Gesteinsfuge angefahren sowie eine schmale Querkluft.
Wann wurde dieser Stollen geschlagen? Welchem Zwecke diente diese Anlage? Der Vortrieb war in dem niederen Stollen sehr mühsam und nur auf den Knien zu bewerkstelligen. Waren es besonders kleine Bergleute oder sogar Zwerge? Es gibt eine mögliche Erklärung. Man findet ähnlich wie im Goldloch-Stollen Schwemmsand mit winzigen Einlagerungen von Quarzen (Augensteine), Bohnerzkörner, Granaten und Glimmerplättchen. Hat man gehofft, hier Gold, seltene Mineralien oder einen Schatz zu finden? Könnte es auch sein, dass es dort, ähnlich wie in der Gosaumühle, eine „warme Quelle“ gab? Tatsächlich wurden in dieser Anlage prähistorische und römerzeitliche Funde getätigt. Dieser Quellstollen wurde wahrscheinlich noch vor dem Aufstauen vom Hallstättersee im 16. Jahrhundert angelegt und ist vermutlich älter als der Goldloch-Stollen. [2]
HIRSCHBRUNN RIESENKARSTQUELLE

Im größten Teil des Jahres erblickt man ein trockenes Bachbett, welches sich bis zum nahen Seespiegel fortsetzt. Man sieht hier auch den Hauptaustritt der Quelle in Form einer Kluft. Ganz anders ist es aber bei langandauernden starken Regenfällen oder bei der frühsommerlichen Schneeschmelze am Dachsteinplateau. Dann treten aus dem Quelltopf und aus vielen benachbarten Spalten die Wasseradern hervor. Diese vereinen sich zu einem schönen Wasserfall und stürzen auf 33 m Länge und 8 m Höhenunterschied über Kaskaden und Erosionskolke in den See. Das Schmelzwasser aus der Gletscherregion benötigt dabei rund 5 Stunden, so dass der Wasseraustritt jahreszeitlich bedingt um die gleiche Zeit erfolgt.
Dieses Naturschauspiel war schon in früheren Jahrhunderten ein Anziehungspunkt. Die Adeligen und die noch seltenen Touristen wurden entweder mit Plätten hin gerudert oder mit Sänften hingetragen. Im Jahre 1978 wurde der Hirschbrunn wegen seiner naturwissenschaftlichen Bedeutung zum Naturdenkmal erklärt. In den Jahren 1979 bis 1982 wurde die derzeitige Lawinenverbauung durchgeführt und dabei die Quelle teilweise verschüttet. Zuvor konnte man im obersten Teil zwischen Felsblöcken 5 m tief in die Spalte absteigen und diese ein Stück verfolgen. 1983 wurde das Schuttmaterial ausgeräumt und der Urzustand wieder hergestellt. [1]
EIN KURZER FILM ZU DIESEM THEMA: Hirschbrunn und Kessel
HAPPY HUNTING wünschen euch BA_huntress & chitto
QUELLE
[1] Leutner, N. Hirschbrunn Quellbezirk. Abgerufen 02.08.2021, von https://www.norbertleutner.at/2017/02/20/der-hirschbrunn-quellbezirk/
[2] Leutner, N. Goldloschstollen bei Hallstatt. Abgerufen 02.08.2021, von https://www.norbertleutner.at/2018/03/19/der-goldloch-stollen-bei-hallstatt/