TRANSLATER
Dies ist der 66. Earthcache zur Serie Planetengeologie auf der Erde: www.geocaching.com. Es gibt viele geologische Erscheinungen die Planeten gemeinsam haben. Dieser Earthcache behandelt das Thema Konglomeratgestein, wobei du die bizarren und fast schon mystischen „Steinernen Jungfrauen“ entdecken darfst.
Für diesen Earthcache benötigst du alpines Geschick, denn dieser führt dich am Fuße des Dachsteins hinauf auf ungefähr 1700 Meter Höhe. Wegbeschreibung: Bergfex-Link

KONGLOMERAT
Bezeichnung
Konglomerat („zusammenballen“) bezeichnet ein grobkörniges, klastisches Sedimentgestein, das aus mindestens 50 % gerundeten Komponenten (Kies oder Geröll) besteht, welche durch eine feinkörnige Matrix verkittet sind. [1]
Gefüge, Struktur und Textur
Das Gefüge kann recht variabel sein und von schlecht- bis gut sortiertem Korngrößenspektrum reichen. Die Komponenten sind stets gerundet, andernfalls spricht man von einer Brekzie. Meist ist keine oder nur eine mäßig ausgeprägte Schichtung vorhanden. Konglomerat ist eines der verwitterungsresistentesten Gesteine. [2]
Entstehung
Konglomerate entstehen durch Verfestigung angesammelter Gerölle, die von ausgeschiedenen Bindemitteln verfestigt werden. Hierfür kommen überfließende oder zirkulierende Wässer in Frage. Die Gerölle sammeln sich beispielsweise am Grund von (ehemaligen) Flüssen, in Schwemmkegeln, Schwemmfächern oder Schmelzwasserschottern. [2]
Vorkommen
Konglomerate sind weltweit verbreitet. Auf Grund der hohen Transportenergie, die für die Ablagerung von Geröllen nötig ist, sind sie deutlich seltener als Sandsteine. Ihr Vorkommen in marinen Ablagerungen ist ein Indiz für Küstennähe, auf Festländern ein Beleg für Gebirgsbildungsphasen.
Für Aufsehen sorgte der Nachweis von Konglomeraten auf dem Mars durch Aufnahmen vom Marsrover Curiosity. [1]
ENTSTEHUNG VON KONGLOMERAT AUF DER ERDE - Ramsau
[3]
Erläuterungen zum Modell
A: Vor ca. 23 Ma (=Jahrmillion) ist das Entwässerungssystem nach Norden ausgerichtet, zwischen den Niederen Tauern und den Nördlichen Kalkalpen existiert kein W–O gerichtetes Tal. Analysen indizieren eine S–N-gerichtete Schüttung.
B: Laterale Ausweitung und die Aktivierung einer großen Störungszone führt zur Bildung einer gebirgsparallelen Depression, das Sedimentbecken dehnt sich von Wagrain bis zum Stoderzinken entlang des späteren Ennstales aus.
C: Das Dachstein Massivs wird nach Norden verkippt; die Hebung der Niederen Tauern führt zu rückschreitender Erosion der Nebenflüsse, die V-förmige Täler bilden.
D: Glaziale Übertiefung (Erosion durch fließendes Gletschereis) während eines Interglazials (z.B. Riss/Würm ~130 000a), verwandelt das ürsprüngliche V-Tal in ein U-förmiges Trogtal; der Talboden liegt zu dieser Zeit in einer Seehöhe zwischen 690 und 740 m. Die Übertiefung des Ennstales geschieht vermutlich vor der Würm Eiszeit, nur die riesigen Eismassen der Riss Vergletscherung konnten eine derarte Übertiefung produzieren.
E: Nach dem Rückzug des Riss Gletschers, wird das Ramsau Konglomerat (einschließlich des Lignit-Bandes) abgelagert. Dieses erfüllt das Tal bis zu einer Seehöhe von ca. 1100 m. Zwischen der Nord- und der Südseite des Ennstales existiert in dieser Höhe ein geschlossener Talboden.
F: Das letzte glaziale Maximum fordert neuerliche Talübertiefung heraus. Der Felsuntergrund liegt in einer angenommenen Seehöhe von ca. 595 m.
G: Der Rückzug des Gletschers ist von starker Sedimentation begleitet; die neuzeitliche Talfüllung erreicht eine Mächtigkeit zwischen 120 und 130 m. [3]
ENTSTEHUNG UND NACHWEIS VON KONGLOMERAT AUF DEM MARS - Gale Krater
Klima auf dem Mars
Heute ist der Mars ein extrem trockener, kalter und lebensfeindlicher Ort, an dem flüssiges Wasser schnell verdampft. Mehrere Marsmissionen haben jedoch zahlreiche Hinweise auf die frühere Existenz von flüssigem Wasser auf dem Roten Planeten gefunden – etwa Canyons, ausgetrocknete Sturzbäche und Seen.
Mission Mars am Gale-Krater
Rund 515 Kiesel wurden auf den „Curiosity“-Aufnahmen gesichtet, die der Rover am Gale-Krater auf dem Mars aufgenommen hat. Die Steine sind 2 bis 40 Millimeter dick und bilden ein festes Konglomerat mit Sand, wie es für Flusssedimente auch auf der Erde typisch ist. Die Form der Kiesel zeigt, dass sie von Wasser geschliffen wurden. Wenn Steine durch Wind und Sandstürme verwitterten, würden sie rau und kantig. Die Form und Größe erlaubt den Forschern sogar Rückschlüsse auf die Eigenschaften der vergangenen Marsflüsse.
Von Wasser geschliffen
Fast alle diese Formationen könnten sich jedoch auch durch plötzliche Ereignisse erklären lassen, etwa durch das Auftauen großer Wassermengen aus dem Dauerfrostboden des Mars nach einem Meteoriteneinschlag oder Vulkanausbruch.
Kieselsteine brauchen dagegen eine lange Zeit, bis sie rund geschliffen sind. Damit Flüsse jedoch dauerhaft auf dem Mars existieren konnten, muss es dort deutlich wärmer gewesen sein und es muss eine viel dichtere Atmosphäre gegeben haben als heute. Die Entdeckung der Flusssedimente erhöhe die Chancen, dass es vor zwei oder drei Milliarden Jahre lebensfreundliche Gegenden auf dem Mars gegeben habe. [4]
„Curiosity“-Aufnahme
Diese Flusskiesel stammen vom Mars, aufgenommen vom Marsrover „Curiosity“ in einem ausgetrockneten Flussbett.
[4]
UM DIESEN EARTHCACHE - PLANETENGEOLOGIE LOGGEN ZU KÖNNEN, ERFÜLLE BITTE ALLE 6 LOGBEDINGUNGEN
ERDE
AUFGABE 1: Ermittle die Korngröße vom vorherrschenden Konglomerat. Entdecke die kleinsten sowie die größten Steine und nenne uns auch die durchschnittliche Größe.
AUFGABE 2: Dokumentiere die Form vom enthaltenen Geröll.
AUFGABE 3: Beschreibe uns die Matrix (=Verkittung) in ihrer Textur.
MARS
AUFGABE 4: Vergleiche nun deine erhobenen Daten mit der Aufnahme des Curiosity-Marsrovers. Was für einen Unterschied kannst du erkennen?
AUGFABE 5: Was benötigt es, um das enthaltene Geröll des Sedimentgesteines, auf der Erde sowie auf dem Mars, so zu formen?
→ Sende die Protokollieraufgaben 1-5 via Message Center.
AUFGABE 6: Um zu beweisen, dass du vor Ort warst, füge bitte deinem Log im Listing ein Foto von der steinernen Jungfrau bei, die dich am meisten beeindruckt hat.
→ Du brauchst keine Logerlaubnis abwarten. Bei Unklarheiten werden wir uns bei dir melden
BANNER FÜR DEIN GC-PROFIL
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Wir wünsche euch viel Spaß bei der Erkundungstour.
BA_huntress & chitto

Quelle:
[1] Wikipedia. Konglomerat. Abgerufen 16. Mai 2021, von https://de.wikipedia.org/wiki/Konglomerat_(Gestein)
[2] Geowiki. Konglomerat. Abgerufen 16. Mai 2021, von https://geowiki.geo.lmu.de/wiki/Konglomerat
[3] Ennstalwiki. Entwicklung des oberen Ennstales. Abgerufen 16. Mai 2021, von https://www.ennstalwiki.at/wiki/images/a/a9/Modell_zur_Entwicklung_des_Oberen_Ennstales.pdf
[4] Welt. Weltraum: Mars-Kiesel lüften Geheimnis des roten Planeten. Abgerufen 16. Mai 2021, von https://www.welt.de/wissenschaft/weltraum/article116656535/Mars-Kiesel-lueften-Geheimnis-des-roten-Planeten.html
BANNER: Wallpaperbetter. Abgerufen 16. Mai 2021, von https://www.wallpaperbetter.com/en/hd-wallpaper-tlhhi/download/1366x768