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Fossile Urzeiten am Baldeneysee 🐌 EarthCache

Hidden : 12/7/2020
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Achtung:
Bevor ihr euch nÀher mit dem Listing beschÀftigt, schaut unten die Aufgabe 5 mit der Bedingung an. Wer das in der Form nicht akzeptieren will, der muss diesen EarthCache ja nicht absolvieren.

Fossile Urzeiten am Baldeneysee 🐌

Ein Highlight zu jeder Zeit nicht nur fĂŒr die Kids!!!

Globale Info vorweg:
Am Baldeneysee kann man auf die Jagd nach Fossilien gehen. Vor etwa 200 Jahren wurde am SĂŒdufer des Sees die Zeche Pörtingssiepen errichtet, in der bis vor etwa 40 Jahren Steinkohle gefördert wurde. Das Gestein zwischen den Kohleflözen, der sogenannte Abraum, war unbrauchbar und wurde auf eine Halde im Wald gekippt. Auf dieser Halde finden sich noch AbdrĂŒcke von Pflanzen, aus denen die Steinkohle entstand. In den schwarzen Brocken sind AbdrĂŒcke von kleinen FarnblĂ€ttchen zu erkennen, die schuppige Maserung der Baumrinden oder die geriffelten Strukturen von Schachtelhalmen. Mit dem Hammer werden die Gesteinsbrocken aufgeklopft und man hĂ€lt mit ein wenig GlĂŒck ein originales Fossil in der Hand – 300 Millionen Jahre alt!
Ziel dieses EarthCaches ist es vorrangig auch, dass durch die tatkrÀftige und selbststÀndige Mitarbeit bei dieser Exkursion ein gewisser Lerneffekt gewonnen wird.  

Zum Gestein, der Steinkohle und des Abraums selbst:
Vor 300 Millionen Jahren wuchs hier, im heutigen Ruhrgebiet, ein feucht-subtropischer Urwald. Die BĂ€ume waren so groß wie HochhĂ€user und riesige Libellen segelten wie Hubschrauber umher. Bei Unwettern und starkem Regen knickten die BĂ€ume um und versanken im matschigen Untergrund. Der Urwald wurde regelmĂ€ĂŸig von FlĂŒssen ĂŒberflutet und die umgeknickten BĂ€ume von Sand, Erde und Schlick bedeckt. Darauf wuchsen wieder neue BĂ€ume, sie fielen um, starben ab und wurden schließlich wieder von Sedimentschichten bedeckt. In Millionen von Jahren entstanden so viele Schichten abgestorbener Pflanzen. Durch den großen Druck der darĂŒber liegenden Schichten wandelte sich das luftdicht abgeschlossene Pflanzenmaterial bei großer Hitze in der Tiefe der Erde in schwarze Steinkohle um. Die einzelnen Steinkohleschichten nennt man Flöze. Braun- und Steinkohle unterschieden sich in ihrer QualitĂ€t enorm. Steinkohle hat einen höheren Heizwert, als Braunkohle. Sie hat einen Heizwert von 33 bis 35 Megajoule pro Kilogramm. Steinkohle ist eine harte, schwarze Kohle mit dichtem GefĂŒge und hohem Kohlenstoffgehalt. Sie hat eine hohe Festigkeit und hohen Glanz.

Als Abraum werden im Tagebau die das Nutzmineral ĂŒberdeckenden Gesteinsschichten bezeichnet. Das Abraum-Kohle-VerhĂ€ltnis, auch Abraum-zu-Kohle-VerhĂ€ltnis, Abraum/Kohle-VerhĂ€ltnis (A:K-VerhĂ€ltnis) ist ein Begriff aus dem Bergbau, er wird im Bereich des Abbaus von Kohle eingesetzt. Es beschreibt das VerhĂ€ltnis „Abraum zu Kohle“, gibt also an, wie viele Teile Abraum (mÂł), also Deckgebirge und Zwischenmittel wie ĂŒber und zwischen den abzubauenden Kohleflözen beiseite gerĂ€umt werden mĂŒssen, um ein Teil Kohle (t) zu gewinnen. Bis zu einem bestimmten A:K-VerhĂ€ltnis Stein- und Braunkohle als wirtschaftlich gewinnbar.

Uns interessiert demnach also vorrangig das Gestein des Abraums und die darin verborgenen urzeitlichen Zeugen.  

Dann wollen wir mal:
Und was suchen wir hier?
Fossilien!
Was sind Fossilien?
Versteinerte Zeitzeugen!

Allgemein gesagt, sind Fossilien versteinerte Reste von Pflanzen oder Tieren aus frĂŒheren Erdzeitaltern, die entweder lebend oder kurz nach ihrem Tod von Material bedeckt (“eingebettet”) worden sind. Dies konnte an Ort und Stelle oder nach einem Transport auch anderswo geschehen sein. Eine wesentliche Voraussetzung fĂŒr die Erhaltung der vorwiegend harten Teile eines Tieres oder einer Pflanze ist, dass der zur Zersetzung nötige Sauerstoff fehlt.
Die folgende "Collage by Team N51E06" zeigt exemplarisch einmal  die verschiedensten und bekanntesten Fossilien und AbdrĂŒcke mit den Bezeichnungen aus der versteinerten Urzeit. Sie alle an dieser Stelle zu analysieren, wĂŒrde den Rahmen dieses Listings sprengen und daher konzentrieren wir uns mit diesem EarthCache nur auf eine spezielle Art von Fossilien, welche an diesem Ort zu finden sind.

Zu diesem Cache merken wir uns:
Die Pflanzen und Tiere der Urzeit lebten vor Millionen von Jahren. Manche blieben als Versteinerung erhalten. Durch diese sogenannten Fossilien wissen wir, wie einige Urtiere und -pflanzen ausgesehen haben, die heute ausgestorben sind. Fossilien entstehen nur unter besonderen Bedingungen. Nur wenn ein Lebewesen sofort nach seinem Tod luftdicht von Erd- und Gesteinsschichten bedeckt wird, wird sein Körper nicht zersetzt. Durch die Auflast der Schichten wird er stark zusammengedrĂŒckt. Ein Fossil entsteht. Das Gestein zwischen den Kohleflözen, der sogenannte Abraum, war unbrauchbar und wurde auf eine Halde im Wald gekippt. Auf dieser Halde finden sich noch AbdrĂŒcke von Pflanzen, aus denen die Steinkohle entstand. In den schwarzen Brocken sind AbdrĂŒcke von kleinen FarnblĂ€ttchen zu erkennen, die schuppige Maserung der Baumrinden oder die geriffelten Strukturen von Schachtelhalmen. Mit dem Hammer werden die Gesteinsbrocken aufgeklopft und man hĂ€lt mit ein wenig GlĂŒck ein originales Fossil in der Hand – 300 Millionen Jahre alt! 

Um diesen EarthCache zu loggen,
geht zu den Listing-Koordis. Diese haben wir am Hadenburgufer an den Pfad zur Halde gesetzt. Ihr könnt diesen Bereich absuchen, oder aber auch eine andere öffentlich zugĂ€ngliche Stelle finden. Befasst euch dann mit den nachfolgenden Aufgaben, deren Antworten ihr teilweise auch nur vor Ort finden werdet. Ihr benötigt hierzu lediglich Auffassungsgabe und Erkenntnisse, die Ihr durch eigene Ermittlungen dort erfahren mĂŒsst.

1.)
Suche und finde im Bereich der Sammelstelle Steine oder StĂŒcke, an denen fossile AbdrĂŒcke sichtbar sind. Du wirst sicherlich das eine oder Fossil finden, bedenke aber dabei, dass bedingt durch die Sedimentation nicht alle AbdrĂŒcke sofort als solche zu erkennen und auszumachen sind. Einige sind sogar mehr oder weniger stĂ€rker zerfasert.
PrĂŒfe bitte einmal, ob du aus den oben angegeben Exemplaren den einen oder anderen Abdruck hast zuordnen können und nenne diesen beim Namen. Hilfreich ist hier auch zusĂ€tzlich noch die obere "Collage by Team N51E06" und die vorstehende Makro - Aufnahme "Fossil am Baldeneysee".
Gebe deine Antwort zu dieser Exkursion.

2.)
Wir haben bereits im Listing gelernt:
Fossilien werden alle Zeugnisse und Beweise von prĂ€historischem Leben genannt. Das können zum Beispiel KörperĂŒberreste (wie z.B.  ZĂ€hne, Knochen), aber auch AbdrĂŒcke (z.B. von BlĂ€ttern) und Tierspuren sein – also alles, was uns etwas ĂŒber das frĂŒhere Leben auf der Erde verrĂ€t.
Was denkst du, warum nur die allerwenigsten Lebewesen jemals zu Fossilien werden?
FĂŒhre einige begrĂŒndete Beispiele an, die sich auch aus dem Listing ableiten lassen.

3.)
Von Versteinerungen spricht man, wenn sich um einen Körper eine steinerne UmhĂŒllung bildet. Wenn die organischen Bestandteile von Schale oder Knochen völlig aufgelöst werden und der entstehende Hohlraum im Gestein von anorganischer Materie aufgefĂŒllt wird, entsteht ein Abdruck vom Äußeren des Fossils. 
Was denkst du, wĂ€re ein guter Ort, damit Überreste nicht durch Verwitterung oder Zersetzung total zerstört werden?
Kannst du einige Orte nennen?

4)
Hier kommen gleich 2 Fragen in einem Zusammenhang:
a) Was denkst du, warum in der Kohle selbst keine Fossilien enthalten sind?
b) Was muss nur gegeben sein, dass die Überlieferung von Pflanzenresten möglich ist, welche wir als Fossil erkennen können?

5.)
FĂŒge dem Log bitte ein Bild bei.
Auf dem Bild muß wenigstens ein Teil der Sammelstelle als Hintergrund zu sehen sein; ... optimal natĂŒrlich mit einem bebilderten Fund und auf der Halde. Dein Profil muß auf dem Bild nicht unbedingt zu erkennen sein. DafĂŒr aber evtl. ein Maskottchen oder ein CacherTool oder auch ein Zettel mit Datum. Und auch jeder, der einen Logeintrag macht (ob im Team oder als Teilnehmer im Rudel), hat ein entsprechendes Bild seinem Log anzuhĂ€ngen. Das ist die Bedingung fĂŒr diese Aufgabe und daher werden Motive von anderen WayPoints auch nicht akzeptiert.

Eure Antworten
aus den Aufgaben schickt uns bitte per Mail und danach dĂŒrft Ihr den EarthCache sofort loggen. In den EarthCache-Guidelines ist bewusst nicht vorgesehen, dass auf eine Logfreigabe seitens des Owners gewartet werden muss. Wir werden die uns zugesandten Antworten und Lösungen auf ihre Richtigkeit prĂŒfen. Sollte es gravierende Abweichungen zu denen geben, die wir erwarten dĂŒrfen, werden wir uns melden.

Zum Schluss noch einige hilfreiche Tipps fĂŒr Suche und Sammlung:
Bei Sammelstellen mit aufgeschĂŒttetem fossilienhaltigen Bruchmaterial oder Abraum liegen bereits einzelne Schichtpakete herum. Die Schichten öffnet man durch vorsich­tiges Aufklopfen: Den Meißel an mehre­ren Stellen ringsherum ansetzen, damit sich die Platten vollstĂ€ndig voneinander trennen und nicht brechen. Wenn man die Platten dann mit leichtem Druck auseinander zieht, sollte man auch auf ganz kleine Erhebungen achten: Sie weisen auf Versteinerungen in der darunterliegenden Schicht hin. Und nicht vergessen, Werkzeug ist mitzubringen.

Viel VergnĂŒgen bei diesem EarthCache fĂŒr die ganze Familie und wir wĂŒrden uns natĂŒrlich ĂŒber eine Weiterempfehlung an Freunde und Bekannte sehr freuen.

Team N51E06 🐾
 

Quellen:
RuhrMuseum.
Fossilienfreunde Essen.
Wikipedia.
Geo-Wissen.
Steine und Mineralien.
Eigene Erkanntnisse vor Ort im Jahre 2020

Wegbeschreibung, den wir gegangen sind:
Ausgehend vom Haus Scheppen (dort gibt es den gelisteten und auch weitere ParkplĂ€tze) sind es ca. 15 Minuten Fußweg direkt am Baldeneysee entlang. Dann geht rechts ein Weg ab. An der Ecke stehen Schilder (Hardenbergufer 428, Honig vom Lux-Kotten und in 100 Meter). Ein paar Meter den Weg hinein geht rechts ein Pfad hoch, das ist schon die Halde. Ihr könnt aber auch noch etwas weiter geradeaus gehen und dann rechts auf die Halde. Es gibt da weitere Pfade. Ihr könnt aber auch ausgehend vom Mineralien-Museum von der anderen Seite aus zur Halde gelangen. Hilfreich sollte auch sein, dass wir die Listingkoordinaten als Einstieg und noch weitere RefPoint als Wegpunkte zu Halde gesetzt haben.
Viel Erfolg bei der Suche!

English-Version:
"Unfortunately we needed to refrain from adding an English version as it would have made the listing too long, complex and confusing. In case you do need an English translation kindly do not hesitate to contact us and we will look for a solution. Or you may want to try an online translation service.

Thank you very much for your kind understanding."
Bernd of team n51e06



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