Bei Spaziergängen am Fördestrand kann man nicht nur Wellenrauschen und Meeresluft genießen, sondern mit dem richtigen Blick auch viele schöne Dinge finden. Besonders erfolgversprechend sind dabei die steinigen Strandabschnitte, vor allem nach Frühjahrs- und Herbststürmen. Zu den beliebten Mitbringseln vom Strand zählen Muscheln, schöne Steine, wie Hühnergötter, Strandglas und natürlich die seltenen Fundstücke wie Donnerkeile, Seeigel und Bernstein.
Muscheln: Die bekanntesten Muscheln an den Ostseestränden sind Herzmuscheln, Miesmuscheln, Sandklaffmuscheln und Baltische Plattmuscheln.
Hühnergötter: Dies sind Feuersteine mit einem oder mehreren Löchern. Diese Löcher entstehen durch das Auswaschen von Kreide. Dem Aberglauben nach hängte man diese Steine in den Hühnerstall, damit die Tiere gesund blieben und viele Eier legten.
Donnerkeile: Donnerkeile sind versteinerte Überreste urzeitlicher Tintenfische (Belemniten). Früher glaubten die Menschen, der Donnergott schleudere diese auf die Erde. Viele legten sie daher als Schutz vor Blitzeinschlag unter die Dächer oder trugen sie zur Vorbeuge eines Hexenschusses bei sich.

Versteinerte Seeigel: Sie sind das Ergebnis eines Massensterbens vor etwa 70 Millionen Jahren. Kieselsäurehaltige Lösungen füllten die Schalenreste über Jahre hinweg aus, so dass sie allmählich zu Feuersteinen kristallisierten.

Bernstein: Beim Bernstein handelt es sich nicht um einen Stein im herkömmlichen Sinne, sondern um fossiles Baumharz. Beste Chancen, ihn zu finden, hat man nach stürmischen Tagen im Winter bei einer Wassertemperatur von 4°C. Das Wasser hat dann seine größte Dichte und der Bernstein schwebt fast im salzigen Wasser.
Wir haben hier, etwas abseits vom Strand, eine Dose versteckt, in der genügend Platz ist für den einen oder anderen eurer Strandschätze und fleißig getauscht werden darf / soll. Auch Reisende werden gerne vorübergehend beherbergt. Bitte hinterlasst den Fundort wieder so, wie ihr ihn vorgefunden habt. Vor allem an schönen Tagen ist es hier sehr muggelig, also möglichst unauffällig verhalten.
Bitte aber immer beachten:
An Stränden und in Naturschutzgebieten dürfen Sand, Fossilien und Steine nur in geringen Mengen für private, nicht-kommerzielle Zwecke gesammelt werden.