Ursprünglich ein Weihnachtsgeschenk für meine Schwiegereltern, lebt dieser nun weiter. Solang wir Mistelzweige finden😄
Der Mistel ist der Weg und das Herz ist der Log <3
Mistelzweig: Weihnachtsdekoration mit Kuss-Pflicht
Früher wollte man auf diese Weise Geister, böse Hexen und Unheil abwenden.
Heute ist vor allem der Glück verheißende Kuss unter dem Mistelzweig zu einem gängigen Brauch geworden. Dieser besagt: Küssen sich zwei Menschen unter einen Mistelzweig, werden sie ein glückliches Paar. Nach alter Tradition kann eine junge Frau einen Kuss nicht verwehren, wenn sie unter dem Mistelzweig steht. Wird eine Frau unter dem Zweig nicht geküsst, muss sie dem Brauch zufolge davon ausgehen, auch im nächsten Jahr ledig zu bleiben.
Woher der Brauch kommt, ist nicht eindeutig geklärt. Schon in der Antike war die Mistel von Bedeutung. Als Pflanze ohne irdische Wurzeln galt sie für als besonders mysteriös und heilig. Die Germanen schnitten Mistelzweige als Glücksbringer zur Wintersonnenwende. Die Druiden, die keltischen Priester, sollen Überlieferungen zufolge Zweige mit einer goldenen Sichel abgeschnitten und aus ihnen Tränke als Mittel gegen Gifte und Krankheiten, für Fruchtbarkeit oder das ewige Leben gebraut haben. Populär ist vor allem der Zaubertrank des Druiden Miraculix aus den Comic-Heften von Asterix und Obelix.
Einigen Historikern zufolge geht der Brauch auf das römische Fest der Saturnalien zurück, das ursprünglich am 17. Dezember zu Ehren des Gottes Saturn gefeiert wurde. Neben Alkoholexzessen und sexuellen Ausschweifungen beschenkte man sich auch mit Mistelzweigen als Zeichen der Freundschaft. An diesem Tag wurden die Standesunterschiede zwischen Sklaven und Herren aufgehoben und es galt eine Art Narrenfreiheit. Die Saturnalien gelten daher auch als Ursprung einiger Karnevalsbräuche.
Andere sehen den Ursprung des Brauchs in Skandinavien. Hier schlossen Krieger, die unter einer Mistel im Wald zusammenstießen, für diesen Tag Waffenstillstand. Der Mistelzweig wird außerdem mit der nordischen Mythologie in Verbindung gebracht.
Die Legende vom Mistelzweig und der Liebesgöttin Frigga
Der Sage nach sorgte sich die Liebesgöttin Frigga um ihren Sohn Balder, den Gott des Lichts, der von seinem Tod träumte. Sie bat alle Wesen in der Natur – jedes Tier und jede Pflanze – um das Versprechen, Baldur nicht zu verletzen. Allerdings vergaß sie dabei die Mistel. Loki, der Gott des Feuers, stellte aus dem Mistelzweig eine Pfeilspitze her und ließ Balder töten. Frigga weinte bitterlich, konnte ihren Sohn aber nach drei Tagen von den Toten zurückholen. Ihre Tränen verwandelten sich in die weißen Beeren der Mistel. Voller Freude küsste sie daraufhin jeden, der unter dem Baum der Mistel vorüberging.
Der Kuss-Brauch ist vor allem in Europa weit verbreitet, wo in der Adventszeit an vielen Türrahmen Mistelzweige hängen und für Versöhnung und Glück stehen. Der Mistelzweig passt daher ideal zu Weihnachten, dem Fest der Liebe. Als Deko können die Beerenzweige aufgehängt, in Adventsgestecken verwendet oder in Vasen – allerdings ohne Wasser – gestellt werden. Das Gute: Mistelzweige benötigen keine aufwendige Pflege und bleiben in der Regel sowohl drinnen als auch draußen mehrere Wochen grün. Im Freien halten sich die Zweige allerdings länger frisch.
Ein Mistelzweig als Weihnachtsschmuck ist ein Blickfang. In Deutschland steht die Mistel nicht unter Naturschutz, wovon viele Gärtner jedoch ausgehen. Sie können sie daher einfach vom Baum holen