Die Grundmauern der Niederscheidweiler Mühle
Diese Aufnahme der Mühle dürfte etwa aus den 1930er Jahren stammen. Der Betrieb wurde etwa ein Jahrzehnt später aufgegeben. In der Folgezeit verfielen die Gebäude, und bereits in den 1960er Jahren waren nur noch Ruinen davon übrig. Der Mühlengraben verschwand mit der Flurbereinigung in den 1970er Jahren. Sein Verlauf ist in den Parzellen flussaufwärts nur noch stellenweise zu erahnen.
Der Legende nach arbeitete in Zeiten des 30jährigen Krieges ein junger Müllersbursche in der Mühle, der nicht nur die Töchter des Müllers durch robustes Eingreifen vor Schandtaten schwedischer Truppen bewahrte sondern anschliessend auch die Dorfbevölkerung vor Vergeltung für diese Tat: Er häckselte aus Stroh Soldaten, die die Angreifer zurückschlugen. [Der Häckselschneider von Niederscheidweiler, in: Günter Hesse, Nieder- und Oberscheidweiler - Geschichte zweier Dörfer in der Vulkaneifel, 1993; pp. 377]