WICHTIGE GEOCACHING-GRUNDREGELN
Die folgenden Punkte sind allgemeine Grundlagen des Geocachings. Bitte aufmerksam lesen und befolgen, damit wir alle weiter Freude am Geocachen haben!
- Wenn ihr nicht ungestört suchen könnt, versucht es lieber zu einem anderen Zeitpunkt erneut. Je weniger Muggel (Nicht-Geocacher) von der Dose wissen, umso seltener wird sie gestohlen oder beschädigt.
- Ein Geocache darf nur dann online als "Gefunden" geloggt werden, wenn der Geocaching-Nickname im Logbuch des Geocaches steht. Wer keinen Stift dabei hat, muss sich einen Stift besorgen und ein anderes Mal wiederkommen.
Auch ein FOTOLOG des Geocaches/Logbuchs ist KEINE LOG-BERECHTIGUNG und gehört sich nicht (mehr dazu: Foto-Fundlogs gehören sich nicht!).
"Gefunden"-Logs ohne Logbuch-Eintrag werden ab sofort ohne Vorwarnung gelöscht, denn sie sind nicht regelkonform und tauchen leider momentan immer häufiger auf!
- Nette Fotos im Log von der Umgebung des Geocaches oder anderen interessanten Dingen sind natürlich gern gesehen. Bitte denkt dabei daran, das Geocaching-Versteck nicht zu spoilern und auch keine Trackable-Codes zu veröffentlichen.
- Sollte es ein Problem mit dem Geocache geben, teilt dies bitte per "Benötigt Wartung"-Log mit. Mehr dazu: Was tun, wenn mit einem Cache etwas nicht stimmt?
- Generelle Tipps zum Loggen eines Geocaches (nicht nur) für Anfänger: Wann und wie logge ich einen Geocache online?
1628 wurde hier die letzte Hexe von Freienwalde verbrannt.
Wenn man von Freienwalde aus die Berliner Chaussee emporwandert, trifft man nach etwa einer halben Stunde in der Nähe der Försterei Bodenseichen am linken Straßenrand auf eine hohe Kiefer, an der sich ein unscheinbarer Stein befindet (früher Tafel). Brandfichte steht auf Ihm, und das bedeutet, dass an dieser Stelle im Jahre 1628 eine Hexe aus der Stadt Freienwalde verbrannt worden ist. Sie hieß Anna Liebenwaldt und wurde beschuldigt, sie habe ihren verstorbenen Mann vergiftet. weit außerhalb der Stadt, wo heute die Brandfichte steht, wurde das Urteil vollstreckt. Als Anna Liebenwaldt auf dem brennenden Holzstoß stand, rief sie mit fester Stimme der umstehenden Menge zu:
"So wahr ich unschuldig sterbe, wird aus der Asche dieses Scheiterhaufens eine Fichte hervorkeimen und zu einem mächtigen Baum werden!"
Die Weissagung ging in Erfüllung. Im nächsten Frühjahr keimte an der Stelle, wo die Asche gelegen, ein grünes Spitzchen hervor. Mit Macht wuchs das Bäumchen, überholte bald alle Nachbarn und wurde ein starker hochgipfliger Baum, der im Volksmund den Namen "Die Brandfichte" erhielt.
Es entstand der Brauch, daß jeder Vorübergehende, der die Geschichte und die Stelle kannte, ein dürres Zweiglein hinwarf zum Andenken an die unschuldig Verbrannte.
Wohl ging die Fichte im Laufe der Zeit ein; aber wie die Sage, so blieb auch ihr Name erhalten und wurde stets auf die nächststehende hohe Kiefer übertragen. Heute steht hier eine Douglasie.
Aus den Jahren 1551 bis 1644 erzählt die Chronik allein von zehn Hexenprozessen in der Stadt Freienwalde mit all ihrem Greul. Nicht einmal der Dreißigjährige Krieg, der auch über Freienwalde mit seiner ganzen Not hereinbrach, konnte den Hexenwahn brechen. Als bereits die Pest in den Häusern der Stadt wütete und die Einwohner nicht mehr wußten, wohin mit den Leichen, da die Bürger, wenn sie konnten, sich auf die einsamen Oderrähnen flüchteten beim Anmarsch plündernder Soldateska, auch da, noch 1634 bis 1644, wurden "Hexen" peinlich befragt und hingerichtet.
Seid 1998 erinnert auch ein Straßenname in Bad Freienwalde an diese Begebenheit. Der Brandfichtenweg in der Waldstadt.
Parken in der Waldstadt, in der Nähe der Brandfichte führt auch ein Waldweg von der B158 dahin, aber es gibt keinen Parkplatz da, wenden erst nach ca. 200m möglich. ABER, man darf mit dem Auto nicht in den Wald!!!
http://www.sagen.at/texte/sagen/deutschland/brandenburg/brandfichte.html
Zur Jungfrau im Büßergewande sprach
Im wilden, wutschnaubendem Grimme
Der Richter mit donnernder Stimme:
„Verworfne, Du hältst mit dem Teufel Gelag,
Verführst für ihn Seelen! - O Schande und Schmach!
Verworfne, jetzt wirst Du bekennen,
Sonst sollst Du zu Asche verbrennen!"
„Ich bin mir nicht Schmach und nicht Schande bewußt.
Hört´s, die Ihr mich gräßlich beschuldet:
Viel hab´ ich der Trübsal erduldet,
Doch nimmer gefrevelt in sündiger Lust;
Vor Gott und den Menschen erheb´ ich die Brust
Und rufe: Ich kann nichts bekennen,
Und müßt´ ich zu Asche verbrennen!"
„Verworfne, Du leugnest? Der Henker heran!"
Der streckt sie zur Folterbank nieder.
Da ruft sie beim Brennen der Glieder:
„Barmherziger Himmel! Dich rufe ich an!
O Schmerzen! Halt, Henker! ich hab es getan!
Ich stand mit dem Teufel im Bunde
Und dient´ ihm zu jeglicher Stunde."
„Du magst es bereuen in Kerkernacht!
Dort harre des Endes in Qualen!
Du sollst sie uns schrecklich bezahlen,
Sie, die Du verlockend der Hölle vermacht!"
Bald sieht sich zum Richter das Opfer gebracht,
Bald hört sich zum Tod in den Flammen
Die bebende Jungfrau verdammen.
„Verworfne, vollende! der Henker hervor!"
Der schleift sie im Schauergepränge,
Begleitet von tobender Menge,
Ihr Haar um die Fäuste, durch Gassen und Tor,
Er treibt sie und stäupt sie den Hügel empor,
Aufs Brandholz, zum Viereck geschichtet,
Sind Tausender Blicke gerichtet.
Sie trocknet vom Munde den blutigen Schaum
Und bückt sich am letzten der Steige
nach einem vertrockneten Zweige:
„So wahr ich dich pflanze, so wahr du als Baum
Hier, wo ich vollende, einst schattest den Raum,
So wahr sterb´ ich ledig von Sünden,
Du wirst es der Nachwelt verkünden!"
Hoch lodert´s und prasselt´s auf grünem Plan,
Das Opfer umzucken die Flammen,
Schnell sinkt es zu Asche zusammen,
Und Tausende jubeln im finsteren Wahn,
Die frei von der Hölle Gefährtin sich sah´n;-
Nicht Volk, und nicht Richter bestritten,
Daa schuldlos die Jungfrau gelitten.
Kaum hatte ihr Leiden der Tod gestillt,
Da grünte zu Aller Schmerzen
Das Zweiglein. Da weinten die Herzen.
Mit Zweigen betrat man das Totengefild,
Wo nächtlich noch wallt der Geopferten Bild;
Das Zweiglein der Trauergeschichte
Erwuchs dort zur herrlichsten Fichte.
(Karl Weise, 1813-1888)
https://www.literaturport.de/literaturlandschaft/orte-berlinbrandenburg/text/die-brandfichte-bei-freienwalde-a-d-oder/