Zwischen den verwunschenen Gewässern Kälberteich und Grasteich befindet sich auf dem Forstberg eine wunderbare Weidelandschaft mit zahlreichen Obstbäumen. Es handelt sich hierbei um einen alten Truppenübungsplatz, der zum DBU-Naturerbe ernannt wurde. Naturschutz wird hier groß geschrieben. Geht man den Weg zwischen den beiden Teichen, hat man eine großartige Sicht über das Thüringer Becken und den Thüringer Wald mit dem Inselsberg. Das Mitführen von Kinderwagen ist hier nicht geeignet.
Besonders auffällig sind die vielen Mistelbüsche in den Obstbäumen, welche sich wie eine Straße auf der Strecke verteilen.

Die Weißbeerige Mistel (Viscum album) gehört zur Familie der Sandelholzgewächse. Die Laubholz-Mistel tritt als häufigste Erscheinung in Mitteldeutschland auf. Sie lebt als Halbschmarotzer auf Bäumen und entzieht dem Wirt mit ihren Saugwurzeln Wasser und Nährstoffe. Die Verbreitung gelingt mithilfe ihrer Frucht, einer klebrigen, weißen Beere, welche durch Vögel weitergetragen wird (direkt oder durch Vogelkot). Die Mistelsamen bleiben an der Rinde des Baumes kleben und die Mistel kann sich langsam entwickeln. Es dauert viele Jahre, bis die Mistel ihre typische kugelige Form erreicht hat. Gestresste, trockene oder kranke Bäume sind besonders gefährdet, befallen zu werden.

Trotzdem die Mistel ihrem Wirt, dem Baum, extremen Schaden zufügt, hat sie für uns Menschen auch eine positive Bedeutung:
Früher hingen die Mistelzweige zum Schutz vor Feuer und bösen Geistern an den Hauswänden. Heute verwendet man die Zweige oft als Weihnachtsschmuck in Verbindung mit einem uralten Brauch - Küssen sich zwei Menschen unter dem Mistelzweig, so werden sie immer glücklich zusammen bleiben.
Die heilkundigen Druiden verwendeten die vermeintliche Zauberpflanze als Arzneimittel gegen Epilepsie und Schwindelanfälle. Die Blattextrakte dienten zur Blutdrucksenkung, bei Altersbeschwerden und Arteriosklerose, ja sogar zur Krebsbehandlung. Die weißen, klebrigen Beeren sind giftig.
Nach so viel Wissenswertem nun zum Cache:
Bei den angegebenen Koordinaten werdet ihr fündig werden, jedoch könnt ihr nicht loggen, ohne eine Frage zu beantworten:
Der wissenschaftliche Name der Weißbeerigen Mistel ist Viscum album L.
In welchem Jahr wurde dieser das erste Mal durch Carl von Linné veröffentlicht? (Vierstellige Jahreszahl)
Multipliziert alle Ziffern der Jahreszahl miteinander und merkt euch das Ergebnis (dreistellige Zahl) gut! Ihr werdet sie am Ziel brauchen.
Bitte hinterlasst wieder alles so, wie ihr es vorgefunden habt!
Viel Spaß beim Rätseln!