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Unter Raseneisenerz oder auch Raseneisenstein versteht man Verfestigungen, die sich durch besonders hohe Eisengehalte charakterisieren. In gegenwärtigen und auch fossilen Grundwasserböden zu finden, tritt Raseneisenerz sowohl gesteinsbrockenartig als Konkretionen oder bankartig als regelrechte Bodenhorizonte auf.
Der Name Raseneisenerz bzw. Raseneisensand ist dabei irreführend, denn anders als der Name es vermuten lässt, handelt es sich nicht im engeren, geologischen Sinne um Gestein oder Erz. Vielmehr um nachträglich verfestigte Sedimentfraktionen des Bodens aus z.B. Sand, Ton und Schluff, manchmal Kies, sowie unter Umständen organische Substrate (v. a. Torf) mit entsprechend hohen Metallgehalten.
Der Bodenhorizont, häufig bis zu einem halben Meter mächtig, enthält als Hauptmineral für den Eisengehalt Limonit. Der Anteil kann in einigen Fällen bis zu 45 Prozent betragen. Weitere Bestandteile dieser Anreicherungen spielen eine nachgeordnete Rolle wie Mangan oder Phosphor. Durch das Limonit ist das Raseneisenerz meist gelblich-braun bis rötlich. Abhängig je Eisengehalt dunkler oder heller. An einigen Stellen wirkt das Raseneisenerz auch schwarz, was durch die Anreicherung von Mangen entsteht. Die Härte von Raseneisenerz kann anders als bei "richtigen" Gesteinen deutlich schwanken. Je nach Beimischung von Sedimenten kann es fest oder krümelig sein.
Der Name Raseneisenerz bzw. Raseneisensand resultiert daher, dass dieser bei Grundwasser-Böden sehr nah unter der Rasensode ansteht und leicht „mit Spaten und Hacke“ als Rohstoff gewonnen werden kann. Durch den Eisengehalt eignet sich Raseneisenerz auch zur Eisengewinnung, ist aber unwirtschaftlicher durch den geringen Gehalt als z.B. herkömmliches Eisenerz.
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