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Zeigt der Lab Cache schon alles, was kulturell in Zwenkau geboten wird?
Nein, sicher nicht. Hier sind einige weitere Tipps:
NeuSeenLand Musikfest
Eine nagelneue Tradition ist die jährlich Ende Juni oder Anfang Juli am Zwenkauer Hafen stattfindende Veranstaltung. Drei thematische Konzertveranstaltungen am Donnerstag-, Freitag- und Samstagabend bewegen sich zwischen Klassik, Chanson, Musical, Oper und Pop. Am Sonntagvormittag folgt dann noch ein buntes Familienprogramm.
Organisiert vom NeuSeenLand Musik e.V., nutzt das Musikfest als bisher einzige größere Veranstaltung - neben dem alljährlichen Hafenfest - die schicke Amphitheater-Bühne am KAP.
Sattelhof Zwenkau
Nahe des Stadtzentrums, unweit des alten Flusslaufes der weißen Elster, hat sich ein besonderes Bau- und Kulturdenkmal erhalten: ein historischer Lehenshof mit dem ältesten Fachwerkhaus im Leipziger Südraum. Teile des Hauses stammen sogar aus dem 14. Jahrhundert.
Gemeinsam mit den Eigentümern widmet sich der 2001 gegründete Sattelhofverein Zwenkau der Wiederherstellung und Erhaltung des historischen Gebäudekomplexes. Mehrmals jährlich finden auf dem Hof auch öffentliche Veranstaltungen statt, meist Konzerte passenden Charakters von Einzelkünstlern, kleinen Vokal- oder Instrumentalgruppen.
Harthchor Zwenkau
23 Mitglieder bilden den harten Kern (sorry, aber das Wortspiel ist unvermeidlich und bestimmt nicht unbeabsichtigt) des schon 1952 als "Musikgruppe der Harthsiedlung Zwenkau" ins Leben gerufenen Chorvereins. Nach mehreren Verjüngungskuren und Profilkorrekturen hat der gemischte, vierstimmige A-capella-Chor heute ein breites Repertoire und ist mehrmals jährlich bei verschiedenen Auftritten in der Region zu erleben. Für 2021 ist nun gar die Teilnahme am Internationalen Chorfest in Prag geplant! Verstärkung ist übrigens jederzeit willkommen...
Laurentiusfest
Der Heilige Laurentius ist Schutzpatron von Zwenkau, im Stadtwappen vertreten und bekommt jedes Jahr am Wochenende um den 10. August ein Stadt- und Vereinsfest geschenkt, zu dem jeder Bürger und neugierige Tourist eingeladen ist. Schauplatz ist das Waldbad Zwenkau und geboten wird wirklich viel:
Ob Rockkonzert, Bikertreffen, Kinder-Disco, Drachenbootwettbewerb, Preisschießen, Kinderspielwiese, Skatturnier, Tanzabend, Feuerwehr-Vorführungen, Arschbombenwettbewerb (... ok, spätestens hier könnte man über den kulturellen Wert streiten...) u.v.a.m., eigentlich sollte aber für fast jeden etwas Passendes dabei sein.
Und dann wären da noch das alljährliche Hafenfest, eine Dauerausstellung der LEIPZIGER Galerie im Hafenrestaurant "Zum Türkenlouis", die Galerie am Wasser, ...
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War's das jetzt endlich?
Immer noch nicht ganz. Eine allerletzte Frage bleibt für euch zu klären, zu einem Kunstobjekt, das hier auf gar keinen Fall unterschlagen werden soll:
In Zwenkau gibt es nämlich ein großflächiges Werk eines zeitgenössischen Künstlers zu bestaunen.
Der 1969 in Leipzig geborene Maler und Bildhauer ist für genau diese Art von Kunst im städtischen Raum bekannt geworden. Nicht nur in Zwenkau, auch in Leipzig, Dresden, Berlin und vielen anderen Städten kann man sie bewundern.
Er fertigt allerdings auch andere Arbeiten - so zählen bunte Skulpturen, allerlei verschiedene, in seinem (selbst so getauften) Stil des "Marktwirtschaftlichen Realismus" gestaltete Objekte, Buchillustrationen oder auch Porträts verschiedenster Persönlichkeiten zu seinem vielseitigen Werk: von Tom Jones über Karl Lagerfeld und Lady Di bis zu Michael Gorbatschow und Angela Merkel waren schon viele dabei.
Gesucht wird die Buchstabenanzahl seines vollständigen (Künstler)namens plus des Namens der Einrichtung, die er in Zwenkau in- und auswendig gestaltet hat (Variable A).
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Warum eigentlich das Fragezeichen im Titel?
Also, die Koordinaten zeigen euch die Stadthalle Zwenkau - steht ja groß dran. Und irgendwie könnte man auf den Gedanken kommen, dass in so einer Stadthalle auch mal irgendwas in kultureller Hinsicht passiert. Auf der Internetpräsenz der Stadt liest sich das dann auch so: "Am 16. Mai 1998 wurde die Stadthalle als Kultur-, Sport- und Freizeitstätte eingeweiht. Am Rande des Eichholzes Zwenkau gelegen, mit günstiger Zufahrt von der A38 und der Bundesstraße 2, ist die Mehrzweckhalle ein optimaler Ort für Veranstaltungen jeglicher Art und ein Juwel unserer Stadt."
So schade wie es ist, aber das Juwel ist schon lange verblasst und in die Jahre gekommen. Die letzte Veranstaltung mit kulturellem Hintergrund war ein Auftritt der Irish-Dance-Truppe "Magic of the Dance" im März 2007. Seither wird die Halle nur noch für ein paar Sportveranstaltungen genutzt. Germania Zwenkau spielt dort Handball, dann gibt es noch ein bisschen Hallenfußball, bisschen Badminton - das war's so ziemlich.
Das Problem ist: Die Stadthalle ist in die Jahre gekommen - und sie gehört der Stadt. Und unter den Interessen der Stadt rangiert die Kultur leider auf einem der ganz hinteren Plätze.
Ist euch bei der langen Liste der Lab-Cache-Stationen und der hier erwähnten Themen etwas aufgefallen? Wer sind hier die Betreiber, die Kümmerer, die Geldgeber? Schauen wir mal:
Kulturinitiative Zwenkau e.V. (Kulturkino), Kulturstiftung Landkreis Leipzig (Haus Rabe), Frau Catherine Scholz - privat (Lehmhaus Galerie), Heimat- und Museumsverein Zwenkau e.V. (Heimatstube), NeuSeenLand Musik e.V. (Musikfest), Sattelhofverein Zwenkau e.V., Harthchor Zwenkau e.V., Zwenkauer Vereine und lokale Unternehmen (Laurentiusfest), Sächsisches Seebad Zwenkau GmbH und verschiedene Vereine (Hafenfest).
Vereine, Privatleute, Stiftungen, Unternehmen. Und die Stadt? Die betreibt den Ausstellungspavillon zur Bergbaugeschichte am Hafen, der auch schon lange mal eine Frischzellenkur nötig hätte (und gerüchtehalber vielleicht nicht mehr das ewige Leben hat...) und die Stadthalle - siehe oben.
Das Kulturbudget nahm im 16-Millionen-Finanzhaushalt der Stadt in den Jahren 2019 und 2020 gerade einmal gute 55000,- Euro in Anspruch - verteilt im Wesentlichen auf ein paar Zuschüsse:
10000,- € fürs Kulturkino, 10000,- € fürs Haus Rabe bzw. die Stiftung, 10000,- € fürs Musikfest, 3000,- € für den Museumsverein und der Rest für irgendwas...
Also, darum das Fragezeichen. Wir haben hier einen Bonuscache, aber einen Kultur-Bonus haben wir nicht. Und ja, es gibt Kultur in Zwenkau, aber die Stadt kann im Grunde nichts dafür.
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Und wo ist nun der Cache?
Zuerst schaut doch bitte noch einmal in die Journaleinträge aus eurer Zwenkauer Kult(o)ur und ermittelt folgende Werte:
Museumsstube Zwenkau: Wie viele Stunden insgesamt? (B)
Lehmhaus Galerie: Wie viele Videos? (C)
Haus Rabe: Wie viele Millionen? (D)
KulturKino zwenkau: Wie viele Geräte? (E)
Ausstellungspavillon Bergbaugeschichte KAP Zwenkau: Wie viele Kilometer? (F)
Das Finale des Bonus-Caches findet ihr bei
N 51° 13.xxx E 012° 19.yyy
mit xxx = C*D*F + E*E*A - C
und yyy = A*B*E - C*F - A
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