Skip to content

BiJ - Glashütte Traditional Cache

Hidden : 1/30/2021
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:





BiJ – Glashütte Johannisthal



Die Glashütte Johannisthal wird 1874/75 durch Moritz Oskar von Zehmen errichtet und in Betrieb genommen. Das besondere an der „Glasfabrik Johannisthal“ (auch bekannt als „Zehmenhütte“) ist der Tatbestand, dass sie die erste Glashütte ist, die mitten in den Rohstoffvorkommen der Hohenbockaer Glassande ihren Betrieb aufnimmt.
Diese Glashütte geht nach zusammen rund 15 Betriebsjahren bereits 1894 wieder ein. Die damaligen Pächter, die Familien Seidensticker und Greiner, erkannten, dass diese Glashütte auf Grund der unregelmäßigen Kohlelieferungen nicht mehr wirtschaftlich genug arbeitet. Sie ziehen weiter und errichten eine neue Glashütte in Senftenberg. Die Zehmenhütte wird bald danach abgerissen und ihr ehemaliger Standort wird Anfang der 1980-er Jahre beim Glassandabbau überbaggert. So sind die meisten Sachzeugen für diese frühe industrielle Entwicklung heute verschwunden.
Sie bestand wahrscheinlich aus einem einzigen Gebäude mit etwa 30 x 35 m, d. h. reichlich 1.000 m² Grundfläche. Alle für den Betrieb einer Glashütte seinerzeit erforderlichen Funktionsbereiche befinden sich damit „unter einem Dach“. Das sind, wenn man sich an technischen Beschreibungen aus jener Zeit orientiert, der Schmelzofen, der Hafenbrenn- und Trockenofen (Temperofen), der Kühlofen, die Vergasungsanlage (Schürerei, Schüttung), die Gemengekammer, die Tonkammer und die Räume für die Hafenfertigung (Hafenstube), die Schleiferei, Magazine für die Einsatzstoffe sowie Lagerräume für die Holzformen, die für das Hohlglasblasen benötigt werden, und letztlich auch Magazine für die Fertigprodukte. Es hat vielleicht auch ein Kontor sowie Räumlichkeiten für die Aufsichtspersonen (Glashüttenmeister), die Schmelzer und die anderen Glashüttenarbeiter gegeben. Bis heute konnte kein Bild von der Johannisthaler Hütte aufgefunden werden.



Die Glaswanne wurde über einen Siemens-Gaserzeuger mit Brenngas (hauptsächlich CO) beheizt. Die Kohle wurde über einen Schacht (F) und eine schräge Fläche (S) auf ein Treppenrost geschüttet. Durch den Luftabschluss konnte dann geregelt über Klappen die Zuluft und damit die Brenngasmenge eingestellt werden.
Der Hafen-Schmelzofen war vermutlich mit acht Glashäfen ausgerüstet.
In der Glasfabrik sind überwiegend Hohlglasartikel hergestellt worden: hellweiße und farbige Briefbeschwerer, Lampenschirme, Sturmlaternengläser, Fliegenfänger und Andenken- Artikel.
Von der Johannisthaler Glashütte übrig geblieben sind leider nur noch einige Glassteine am ehemaligen „Schloss“ und die Umzäunung der 8 ehemaligen Glashüttenwohnhäuser.




Additional Hints (No hints available.)