BiJ – Gieser
Die jüngste geologische Bildung im Zentralteil der Hohenbockaer Hochfläche ist ein holozänes Flachmoor. Dieses Moor nördlich von Johannisthal wird durch einen Gieser gebildet. Der Begriff stammt aus dem sorbischen jezòr (See). Er bezeichnet eine abflusslose Senkungs- und Vernässungszone. Diese Senken bildeten sich über den zu Tage ausstreichenden Braunköhleflözen, den sogenannten Kopfflözen. Die Senken haben sich bei der Oxidation und dem damit verbundenen Volumenschwund der bis an die Tagesoberfläche aufgestauchten Braunkohle gebildet. Die Gieser sind eine „Lausitz-spezifische“ geomorphologische Form, die in vielen Strauchmoränengebieten, so im Muskauer Faltenbogen und in der Zeißholzer Stauchendmoräne zu beobachten sind. Da das Braunkohlenflöz entlang der Gieser mitunter über einen Kilometer bis an die Tagesoberfläche reicht, konnten dadurch früher Braunkohlenvorkommen auch ohne Bohrungen aufgefunden werden. Jedoch gestaltete sich der Abbau der bis zu Tage stehenden Flöze wegen der in der Tiefe zunehmenden Wasserführung schwierig.

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