BiJ – Kohlberg
Urkundlich belegt ist der Braunkohlenabbau um Johannisthal ab 1866. Das ist nach dem heutigen Erkenntnisstand der älteste urkundlich belegte Braunkohlenabbau im Gebiet der Hohenbockaer Hochfläche insgesamt. Er beginnt aber wohl bereits etwas eher, zunächst in Kleinsttagebauen im Umfeld der ehemaligen Ziegelei Johannisthal unmittelbar an den Pohlinghäusern.

Hier an der SE-Flanke des Kohlberges entsteht ein weiterer Kleinsttagebau, da die früheren Kohlevorkommen offenbar erschöpft sind. Später erfolgt der Abbau der Kohle über einen Förder-Stolln, den „Hedwig-Stolln“. Der Verlauf des Förder-Stollns kann heute noch anhand der zahlreichen, perlschnurartig aufgereihten Tagesbrüche verfolgt werden. Wie planmäßig das gesamte Unternehmen konzipiert worden ist, lässt sich heute noch aus der Tatsache ableiten, dass die Glashütte genau in der geradlinigen Fortsetzung des Förder-Stollns errichtet worden ist, in einer Entfernung von 350m vom Mundloch. Die Ziegelei ist mit dem Tagebau durch einen Förderbahneinschnitt, die sogenannte „Rösche“, verbunden. Viele Hinweise auf diese frühen bergbaulichen Aktivitäten lassen sich heute noch im Gelände wiederfinden. Die Tafel gibt Euch weitere Auskünfte.
Wollt ihr das auch mal sehen?
Geht zu:
N 51°25. 1866: [Z1 W1 B1] / [Z5 W5 B3] / [Z7 W3 B2]
E 014°03. 1881: [Z4 W3 B6] / [Z5 W5 B3] / [Z6 W1 B4]