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Kiesel Holz im ERlanger Schlossgarten EarthCache

Hidden : 1/30/2021
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


 

Dieser Earthcache möchte eine Besonderheit näher bringen, welche ihren Platz etwas unscheinbar am Rande des Erlanger Schlossgartens gefunden hat. Das Exponat befindet sich vor dem  GeoZentrum Nordbayern, Lehrstuhl Geologie,  der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Er befindet sich vor der zugehörigen Holztafel. 
 

Es ist zu beachten das der Schlossgarten nur zu den
Öffnungszeiten (unentgeltlich) besucht werden kann:
1. Mai–30. September 6:00–21:00 Uhr
1. Oktober–30. April 6:00–20:00 Uhr

 


Dies ist die dazugehörige Infotafel und nicht das Exponat
 

Es handelt sich um ein Kiesel Holz. Ein Kiesel Holz ist ein versteinertes Stück Holz, welches mehrer Millionen Jahre alt ist. Dieses Exponat wird auf ca. 175 Millionen Jahre geschätzt. Es wurde in Neuhaus-Höchstadt/Aisch gefunden. Der Fluss Aisch war für die Verkieselung bzw. Versteinerung verantwortlich. 

Der überwiegende Teil der fränkischen Kieselhölzer gehört zu den Nadelbäumen. Dies kann man an diesem Exponat auch als Laie noch gut erkennen. Sieht das hier stehende Objekt doch wie ein schon gut verotteter Stamm einer Kiefer aus, welcher ebenso gut im nächsten Wald gefunden werden könnte.

Im weiteren Listing wird auf den Prozess der Verkieselung näher eingegangen. Mit dessen Hilfe und dem Exponat vor Ort können ein paar Fragen beantwortet und damit dieser Earthcache gelöst werden.


Sende mir die Antwort auf folgende Frage, welche mit Hilfe des Listings und Beobachtungen vor Ort gelöst werden können:
In deiner Antwort sollte der Cachename und dein GC Name erwähnt werden. Für eine bessere Zuordnung

 


gegebenenfalls benötigte Hilfsmittel:
Zollstock, Maßband, Schnur, Schnürsenkel oder gutes Augenmaß

Logaufgabe:
1. Hänge zu deinem Onlinelog ein Bild (spoilerfrei), welches dich oder einen persönlichen Gegenstand mit dem Geologischen Institut zeigt.
Für jedes Onlinelog, bitte ein eigenes Bild.

2. Wie fühlt sich dieses Kiesel Holz an und wie sieht es aus?
Form, Oberflächenstruktur ... etc.

3. Welche Färbung kann bei diesem Kiesel-Holz erkannt werden?

4. Auf welches Mineral könnte diese Färbung zurückgeführt werden?

5. Wie gut beurteilst du die Verkieselung? Kannst du z.B. noch Jahresringe erkennen?

6. Welche Abmessungen hat das Exponat?
    (Höhe, Durchmesser bzw. Umfang an der dicksten Stelle)


Nach dem Absenden der Antworten (Message Center oder Mail), kannst du sofort loggen. Ich melde mich, wenn etwas nicht stimmt.



Es gibt Bäume aus Stein, die in allen Farben schillern und viele Millionen Jahre alt sind. Für Wissenschaftler sind sie deshalb wichtige Zeugen der früheren Pflanzenwelt. Ausserdem sind sie beliebte Sammel- und Schmuckstücke. Doch wie wird eigentlich Holz zu Stein?

Wenn ein Baum stirbt, dann wird sein Holz normalerweise mit der Zeit von Bakterien und Pilzen zersetzt – es verrottet. Doch die Mikroorganismen brauchen Sauerstoff für ihre Arbeit. Fehlt dieser, kann das Holz bei den richtigen Bedingungen zu einem Fossil werden, wie zum Beispiel Dinosaurierskelette auch.

Um „zu Stein“ zu werden, darf also keine Luft zum Holzstück gelangen. Dies ist zum Beispiel der Fall,  wenn abgestorbene Bäume in einem Fluss davongeschwemmt und irgendwann von Schlamm, Sand und anderem Sediment luftdicht bedeckt werden. So eingepackt liegen die Bäume für lange, lange Zeit. Wasser sickert durch den Boden und transportiert in ihm gelöste Stoffe, zum Beispiel verschiedene Mineralien. Es durchfliesst auch den eingebetteten Baumstamm, und das Holz „sammelt“ die Mineralien aus dem Wasser in seinen Zellen.

So geschah dies vor vielen Millionen Jaren mit dem hier ausgestellten Exponat in dem nahen Fluß Aisch.

Nach und nach wird so das organische Holz durch anorganische Mineralien ersetzt. Die Struktur und die Form des Baumstammes bleiben dabei aber perfekt erhalten! Das wichtigste Mineral bei diesem Vorgang ist Siliziumdioxid. Es füllt die Poren des Holzes auf und „verkieselt“ dieses. 


Versteinertes Holz kann verschiedene Farben aufweisen: braun, rotbraun, gräulich, beige bis gelb oder fast weiß.
Der Grund für die Farbvielfalt von versteinertem Holz sind die Mineralien, die an der Zusammensetzung von versteinertem Holz beteiligt sind; allen voran Dolomit (1), Pyrit (2), Galenit (3), Hämatit (4), Apatit (5), Calcit (6), Fluorit (7) oder auch Opal (8) sind diejenigen Mineralien, aus denen versteinertes Holz besteht.

(1) Die Farbe von Dolomit ist farblos bis weiß, kann infolge von Verunreinigungen durch andere Mineralien oder Elemente (begleitend treten vor allem Zink, Blei und Kobalt auf) auch gelb, braun, grau oder rosa sein.

(2) Pyrit zeichnet sich durch eine metallisch gelbe, silbrig-grau, messingähnliche bis goldgelbe Farbe aus, sodass die Verwechslung mit Gold, Markasit und Chalkopyrit/Kupferkies nahe liegt.
    
(3) Die Farbe von Galenit ist metallisch-grau bis silbrig, kann mit der Zeit blau anlaufen.

(4) Der Name Hämatit wird von der blutroten Farbe abgeleitet, die sich vor allem präsentiert, wenn das Mineral mit Wasser vermischt wird. 

(5) Die Abstufungen der einzelnen Grundfarben von Apatit – farblos, weiß, gelb, grün, rosa, blau, violett und braun sind derart vielgesichtig, dass die Verwechslung mit zahlreichen anderen Mineralien nahe liegt    

(6) Calcit ist in der Reinform farblos. Beimengungen von verschiedenen Elementen wie Zink, Blei, Kobalt, Magnesium, Eisen, Barium, Mangan und Strontium sowie organische Komponenten wie Kohle oder Bitumen, aber auch Kristallgitteranomalien infolge des Einflusses radioaktiver Strahlung begründen ursächlich die verschiedenen Farben von Calcit.
Eisen: gelb, braun (z.B. "Honigcalcit")
Kobalt: rosa, purpur, violett (z.B. Kobaltcalcit)
Mangan: violett
Zink: grau

(7) Die Farbe von Fluorit ist sehr variabel: grün, weiß, gelb, rot, blau, violett, rosa, schwarz oder farblos, oft sind mehrere Farben in Form von Bänderungen oder Flecken in einem Exemplar vereinigt.

(8) Die eigentliche Farbe von Opal ist weiß. Dahingegen bekannter sind Opale, die in allen Farben des Regenbogens schillern was sich in dieser Form bei keinem zweiten Mineral wiederfindet.    


Teilweise schimmert und glitzert versteinertes Holz an der Oberfläche, was auf die Reflexion und Lichtbrechung der mineralischen Gemengeteile/Bestandteile zurückzuführen ist.

Versteinertes Holz zeichnet sich durch einen kompakten und massigen Charakter aus und wirkt dabei milchig. Der Bruch ist spröde und uneben. Die Textur kann schieferartig sein.



Vorgeschlagene Zugänge zum Schlossgarten sind in den Waypoints aufgeführt. Es gibt noch ein paar Weiter Tore, die natürlich zudem frei gewählt werden können.

 

 

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Quellen:
https://www.simplyscience.ch/teens-liesnach-archiv/articles/versteinerte-waelder-wie-entstehen-die-baeume-aus-stein.html
https://www.steine-und-minerale.de/atlas.php?f=4&l=V&name=Versteinertes%20Holz
https://www.gdgh.de/berichte/b11/aisch_tektonik.pdf

 

Additional Hints (No hints available.)