Eine von vielen alten Sagen oder Geschichten in unserer schönen Gemeinde Moorbad Harbach besagt, dass sich vor vielen, vielen Jahren folgendes zugetrage haben soll: Wo?
Auf der Fleischbank am Mandelstein
Am Südhang des Mandelsteins liegen im Walde, links von der Straße zum Mandelstein, mehrere große Felsen, die von der Bevölkerung „die Fleischbank“ genannt werden. Diese Felsen bilden eine finstere Höhle mit einem engen Zugang. Hier hatte einst ein Wilderer das Fleisch der erlegten Tiere und sein Gewehr aufbewahrt. Auch sein Geld und Schmuck soll er hier versteckt gehalten haben.
Einst war eine Frau aus der Göllitz ganz nahe zu Böhmen mit ihrem Kinde unterwegs in die Kirche nach Harbach. Sie hatte schon öfters gehört, daß in der „Fleischbank“ Geld versteckt sein sollte.
Sie beschloss hinzugehen und nachzusehen. Als sie zu dem Felsen kam, setzte sie das Kind auf einen Stein und kroch in die Höhle. Sie fand wirklich das Versteck, nahm das Geld und den Schmuck zu sich und wollte schnell mit dem Kinde weitergehen. Aber, oh Schreck! Während sie nach dem Geld und Schmuck gesucht hatte, rollte ein großer Stein auf das Kind zu und schloß es in einer kleinen Höhle ein. Alle Versuche, den Stein vom Kinde wegzuwälzen, waren erfolglos.
Die Frau lief weinend zum Pfarrer und erzählte ihm alles. Der riet ihr, nach Hause zu gehen, für das Kind fleißig zu beten und im nächsten Jahr, am selben Tag, zur „Fleischbank“ zu gehen und das genommene Geld und den Schmuck wieder zurückzulegen. Die Frau versprach es und ging traurig nach Hause.
Mit Sehnsucht erwartete sie schon den Tag im nächsten Jahr. Am frühen Morgen eilte sie mit Gold und Schmuck zur „Fleischbank“, kroch hinein und legte alles wieder an den Platz, von wo sie alles genommen hatte. Als sie aus der Höhle herauskam, sah sie, wie sich der Stein vom Kinde von selbst zur Seite hob. Freudenstrahlend lief sie zu ihrem Kinde, das noch lebte, und fragte es, ob es Hunger habe. Das Kind erzählte, dass eine weißgekleidete Frau immer Milch und Brot sowie Beeren zum Essen gebrachte habe.
Darauf gingen beide überglücklich nach Hause und lebten ehrlich und rechtschaffen bis an ihr Lebensende.
Also wenn ihr auf Schatzsuche geht merktet euch "Lasst alles da wo ihr es findet, nehmt nichts unrechtes mit" (eh klar) damit es euch nicht so wie der armen Frau und dem Kind ergeht. Viel Spaß mit unserem 6. Cache wünschen euch AndiEvaNikElias
Wenn du schon mal da bist, solltest du unbedingt auf den Mandelstein rauf wandern. Ist eine leichte Wanderung und in ca. 15 Min. hast du einen wunderbaren Ausblick. Nimm dir auch die Zeit (sind nicht mal 10 Min.) und folge den Wegweisern, die dich kurz vorm Gipfel rund um den Mandelstein führen. Und zu guter Letzt :) wenn du auf der kleinen Plattform am Gipfel stehst, lehn dich langsam nach vorne, bis du mit dem Bauch das Geländer berührst - ein tolles Gefühl!