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Leuscheider Nachmittagsspaziergang #Historikroute Letterbox Hybrid

Hidden : 2/25/2021
Difficulty:
3.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


 


 

Leuscheid (Windeck):

 

Leuscheid ist ein evangelisches Kirchdorf in der Gemeinde Windeck im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen. Der Ort liegt auf dem gleichnamigen Höhenzug Leuscheid.

 


 

Aus der Geschichte von Leuscheid:

 

Der Name Leuscheid – im XII Jahrhundert “livenskeit” – steht wohl für Leutescheid, in der Bedeutung von Leutescheide, Stammes- oder Volksgrenze. Aus dem Jahre 1131 stammt die älteste bekannte Urkunde, die den Ort erwähnt. Es ist eine Aufstellung der Besitztümer des Cassiusstiftes in Bonn, in der die Leuscheider Kirche aufgeführt wird. Aus dieser Urkunde und der Bauweise der Kirche geht hervor, daß sie zu den ersten Kirchen unserer Heimat zu zählen ist. Sie trägt ganz den Charakter einer Wehrkirche. Aus den Urkunden erfahren wir, daß 1477 die Vogtei Leuscheid nach langen Grenzstreitigkeiten von dem Grafen Gerhard von Sayn an den Herzog Wilhelm von Jülich (Herzog von Berg) abgetreten wurde. Die Grenzstreitigkeiten sind damit aber nicht beendet. 1607 wird erneut Leuscheid mit mehreren Nachbarorten von dem Grafen Sayn-Wittgenstein an den Herzog von Jülich-Berg abgegeben. 1565 ist der größte Teil der Bevölkerung des Leuscheider Landes protestantisch. Beide Konfessionen streiten sich jedoch um den Besitz der alten Kirche. Erst 1670 wird die Kirche endgültig den Protestanten zugesprochen.

Auch der Dreißigjährige Krieg hat Leuscheid nicht verschont. 1632-1633 und 1645-1648 waren die Schweden in unserem Land und haben die Burg Windeck belagert und schließlich eingenommen. In dieser Zeit soll unsere Kirche als Pferdestall benutzt worden sein.

Mit Beginn des Erzbergbaus im Siegerland wandern viele Männer aus Leuscheid täglich nach Hamm a.d. Sieg und Wissen, um dort im Bergwerk zu arbeiten.

Nach dem 1. Weltkrieg siedelten sich Industriebetriebe in den Nachbargemeinden an, die vielen Menschen in unserer Gemeinde Arbeit gaben. Auch der Bau einer Molkerei in den 30er Jahren brachte eine große Verbesserung für die Landwirtschaft in Leuscheid.

1969 wurde auch in unserem Gebiet eine kommunale Neuordnung durchgeführt. Die Gemeinden Herchen, Dattenfeld und Rosbach wurden zu einer Großgemeinde zusammengelegt, die den Namen Windeck erhielt.

Heute ist Leuscheid ein Ort mit wenig Industrie. Die Menschen arbeiten in den Nachbarorten insbesondere Eitorf, Hennef, Siegburg und Troisdorf. Die Landwirtschaft betreibt Viehwirtschaft. Die Schönheit unserer Landschaft und die saubere Luft veranlassen immer mehr Menschen. in Leuscheid Erholung zu suchen.

 


 

Baudenkmäler:

 

Einige Gebäude in Leuscheid sind in der Liste der Baudenkmäler in Windeck eingetragen; Grundlage für die Aufnahme ist das Denkmalschutzgesetz Nordrhein-Westfalen (DSchG NRW). Diese Baudenkmäler sind denkmalgeschützte Bauwerke auf dem Gebiet der Gemeinde Windeck im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen (Stand 2011).

 


 

Liste der Leuscheider Baudenkmäler und Aufgaben:

 

Diese Gebäude gilt es nun zu besuchen. Allerdings gebe ich hier weder Weg, noch Koordinaten vor, sondern nur die Anschriften. Die Reihenfolge des Besuchs ist völlig egal.

Eine Bitte noch: Es müssen und dürfen keine Privatgrundstücke betreten werden!

 

 

A 2, Evangelische Kirche, Saaler Straße 37

 

Die Kirche, überwiegend im romanischen Baustil errichtet, wird im Jahr 1131 erstmalig urkundlich erwähnt. Das Patronatsrecht wurde im Mittelalter von wechselnden Landesherren, über lange Zeit vom Cassius-Stift in Bonn und den Grafen von Sayn, ausgeübt. Der wuchtige Westturm (Glockenturm) und das Langhaus der dreischiffigen Basilika stammen aus dem 12. und 13. Jahrhundert, Querhaus, Chor und Sakristei wohl aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Die starken Mauern und andere bauliche Merkmale vermitteln den Eindruck einer Wehrkirche.

Ursprünglich war die Kirche als Marienkirche der Muttergottes geweiht. Als sog. “Mutterkirche” hatte sie im Mittelalter eine besondere überregionale Bedeutung. Erst 1670 wurde die Kirche den Protestanten zugesprochen und damit evangelisch.

à Wie viele Maueranker, ohne die Jahreszahl, sieht man auf der Hauptportalseite des Glockenturms? Die Anzahl sei "A".

 

 

A 43, Wohnhaus mit Stallteil, Bonhof 8

 

Dieses Fachwerkhaus mit Stallteil, genauso wie das gegenüberliegende Fachwerkhaus, liegen an der Straße von Leuscheid zum ehemals selbstständigen Ort Bonhof. Sie stammen aus dem 18. Jahrhunderts und wurden beide von der Familie Bitzer erbaut. Bonhof 13 wohl als Aussteuer für die Tochter Maria Magreta, die mit Johannes Petter Schmidt verehelicht wurde.

Im Gegensatz zu Bonhof 8 ist das Haus Bonhof 13 aber nicht in der Liste der Baudenkmäler geführt. Ob es an neueren Umbauten liegt (z.B. wurde der angrenzende Stall entfernt), an der Bausubstanz oder -weise oder ob die Bewohner keinen Denkmalschutz beantragt haben, entzieht sich leider meiner Kenntnis.

à Auf dem Rähmbalken am Haus Bonhof 13 findet man das Datum der Hochzeit. Die QS des Tages sei "B".

 

 

A 77, Wohn- und Geschäftshaus, Niederleuscheider Straße 54

 

Dieses große und mehrfach erweiterte Fachwerkhaus wurde 1819 von H. Otto erbaut, so steht es über dem Türstock. Auch hier findet man auf Saumschwelle und Rähmbalken eingeschlagen die Gottesgläubigkeit der Bewohner. "IN GOTTES NAMEN FANG ICH AN, DANN WIRD ES GEHN AUF RECHTER BAHN." Das untere Geschoss wurde bis in unsere Zeit als (Lebensmittel-) Geschäft genutzt, zuletzt unter dem Namen "Himmelreich" von Herr Otto Ottersbach und Frau Magret Bierbrot. Heute beherbergt das "Otten-Hus" einen Kindergarten in Elterninitiative.

à Der Kindergarten hat einen passenden Namen (Elterninitiative .... e.V.). Die QS des BWW sei "C".

 

 

A 114, Wohnhaus mit den Resten eines Grabsteines, Alte Schmiede 4

 

Der Grabstein muss und darf NICHT besucht werden.

Es ist ausdrücklich verboten das Grundstück zu betreten!!!

   

Dieses Haus aus dem 19. Jahrhundert geht auf die Familie Dörks zurück. Die Familien Dörks und Ehrenstein aus Bonhof waren verschwägert und so fiel das "Dörksen-Haus", die große Scheune südlich davon und das große zugehörige Land (u.a. wo jetzt die Häuser Niederleuscheider Straße 36 und 40 stehen) nach dem Tod des letzten Dörks-Bewohners im November 1970 seinem Neffen Walter Ehrenstein zu, der von Bonhof nach Irsen geheiratet hatte. Das Haus Alte Schmiede 4 wurde zunächst vermietet und schließlich anfang dieses Jahrhunderts verkauft.

An der Südseite des Hauses steht ein alter Grabstein. Dessen Bronzeplatte mit der Aufschrift ist aber leider vor einigen Jahren gestohlen worden. Der Besitzer des Hauses ist zwar sehr nett, bitte schleicht trotzdem nicht um das Haus herum, um den Grabstein zu finden!!! Der Grabstein muss nicht besucht werden!!! Die Frage kann ohne Schwierigkeiten aus weiter Entfernung beantwortet werden.

à Der Besitzer hat viel renoviert und das Haus wieder "in Schuss" gebracht. Über die Farbgebung der Gefache lässt sich sicherlich streiten, ich finde es aber insgesamt gelungen. Die QS des BWW der Farbe (Grundfarbe!) sei "D".

 

 

A 143, Pfarrkirche Mariä Heimsuchung, Alte Marktstraße 12

 

Das 1717 erbaute Kirchlein (Kapelle) hätte nach dem Verfasser der Leuscheider Pfarrchronik, Pfarrer Andreas Backes, bis zum Jahre 2000 allen Bedürfnissen genügen können. Dennoch wurde am 1. September 1968 der Grundstein für eine neue Kirche gelegt, in der Ostern 1970 der erste Gottesdient gefeiert wurde. Die 1717 im barocken Stil errichtete Kapelle wurde von Grund auf restauriert und am 6. Juli 1991 im Rahmen der Pfarrprozession erstmals wieder genutzt. Die Kapelle wird heute wieder regelmäßig neben der neuen Pfarrkirche für Trauungen, Requiems oder Familiengottesdienste genutzt.

Der im ehemaligen kath. Pfarrhaus wohnende Alois Wittkopp kümmert sich seit Jahrzehnten um das Gotteshaus an der Alten Marktstraße in Windeck-Leuscheid.

à Von der Anzahl der Kreuze (X) auf der Tür zur Kapelle sei die zweite Ziffer "E".

 

 

A 147, Wohnhaus, Niederleuscheider Straße 58

 

Schräg oberhalb vom "Otten-Haus" auf der anderen Straßenseite steht dieses mehrgeschossige Fachwerkhaus. Ehemals ging zwischen diesen Häusern die steil abfallende Hauptstraße des Ortes hindurch. Auf der breiten Mauer vor dem Haus haben wir als Kinder oft im Sommer gesessen, wenn wir uns gegenüber beim Ottersbach ein Eis gekauft hatten. Das Haus gehörte der Familie Breuer, doch nach dem Tod des letzten Nachkommens Dachdeckermeister Toni Breuer im Jahre 2020 wurde es verkauft.

à Nun sehen wir uns die hoch aufragende Ostseite des Hauses an und gehen ins Detail:

Anzahl der Kragbalken (Eckstich und Sucher) geteilt durch Anzahl der Wandstreben minus Anzahl der Fußstreben im 2. OG sei "F".

 

 

A 162, Wohnhaus (ehem. kath. Pfarrhaus), Alte Marktstraße 9

 

Im Gegensatz zu den anderen denkmalgeschützen Wohnhäusern in Leuscheid ist das ehemalige katholische Pfarrhaus komplett verschiefert. Der Innenhof ist an der Nordseite mit einem verzierten Zaun zur Alten Marktstraße getrennt, an der Ostseite steht das alte Pfarrhaus, an Südseite begrenzen Remisen und ein Nebengebäude den Innenhof. In früheren Zeiten war im Pfarrhaus die Wohnung des katholischen Pfarrers, sowie dessen Amtsstube, wo z.B. auch die Geburten- und Sterberegister der Gemeindeglieder geführt wurden.  

à Die Anzahl der kupferfarbenen Blüten am Einfahrtstor an der Seite zur Alten Marktstraße sei "G".

 

 

A 171, Fachwerkwohnhaus, Saaler Straße 23

 

Das "Bellersheim-Haus" im Zentrum von Leuscheid hat wahrlich schon bessere Zeiten gesehen. Bis zum Tod der letzten Bewohnerin Frau Emden waren Haus und Grundstück immer topp gepflegt. Danach stand das Haus einige Zeit leer, der neue Besitzer kommt leider nur sporadisch vorbei.

Wenn man hier vor dem Haus steht und Richtung ev. Kirche schaut, kann man sehr gut den früheren Verlauf der Leuscheider Hauptstraße erkennen. Die Hauptstraße ging bis in die 1970er Jahre links direkt an den Häusern vorbei, knickte vor der Kirche rechts ab und ging hinunter in die heutige Niederleuscheider Straße. Geht man den Fußweg dort hinab, sieht man geradeaus noch einen Teil der alten Straße, die hinter der Kirche wieder auf die heutige Straße traf. Die Hauptstraße aber führte weiter hinunter (wie die heutige Niederleuscheider Straße) in den Ort Niederleuscheid.

Genau dort, wo jetzt die Saaler Straße verläuft, stand an der ehemaligen Hauptstraße das Haus der Familie Simon. Das "Simons-Haus" wurde, ebenso wie einige Stallungen und ein Ausstellungsraum der Tischlerei Waldhans für den Straßenbau und die Parkplatzerweiterung des Gasthofs Paulus abgerissen. Familie Simon bekam dafür ein neues Haus in der Mathildenstraße. 

à Das verbliebene Stück der ehemaligen Hauptstraße ist heute Teil eines Platzes, der nach einem berühmten Fotograf benannt ist, welcher von 1942 bis 1963 in Kuchhausen lebte. Die letzte Ziffer des BWW seines Vor- und Nachnamens plus die letzte Ziffer der Anzahl der Buchstaben sei "H".

 


 

Die finale Dose findet Ihr nun bei N 50° 4C.EDH E 007° 3G.BFA

Der Stempel bleibt natürlich in der Box!!!

 


 

Viel Spaß bei der kleinen Exkursion in die Leuscheider Historie

und bei Suchen der Letterbox.

TFTH !!! Piedel

 


 

Quellen: Bürger- und Verschönerungsverein Leuscheider Land e.V., Wikipedia

und Erzählungen älterer Leuscheider Einwohner.

 


 

Additional Hints (Decrypt)

fbyygr xyne frva

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)