Am 11. Mai 2025 bezog der Franzose eine neue Stellung. Das Listing (Rätsel) wurde angepasst. Wer das Rätsel schon früher gelöst hat, ist leicht im Vorteil. Einzelne Zahlen, die jetzt gefragt werden, waren im alten Listing enthalten - aber natürlich auch umgekehrt.
Bei den Ankerkoordinaten befindet sich das eine Ende des Franzosengrabens. Der Cache befindet sich jedoch am andern Ende. Nun habt ihr zwei Möglichkeiten: Entweder ihr versucht euer Glück direkt im Gelände und folgt den historischen Spuren, oder ihr taucht ein bisschen in die bewegte Geschichte Wangen-Brüttisellens ein und erhält dafür die Koordinaten. Das würde euch auch einen Zugang von der gegenüberliegenden, einfacher zugänglichen Seite her ermöglichen (aus Richtung SW, siehe Wegpunkt). Solltet ihr die direkte Variante über das Abschreiten des Grabens wählen, bitte bedenkt, dass der Graben über 200 Jahre alt ist. Er ist nicht mehr so tief, wie er einmal war. Und: Der Graben endet nicht bei den Spuren der Holzvollernter...
Wir schreiben das Jahr 1799. Ein Jahr zuvor besiegelten die Franzosen den Untergang der Alten Eidgenossenschaft und verfügten am 12. 4. 1798 die Helvetische Republik. Die Franzosen besetzten zwar die ganze Schweiz, plünderten und liessen sich von der Bevölkerung aushalten, aber sie wurden auch als Befreier gefeiert und nährten damit den Zorn ihrer monarchistischen Feinde, allen voran Österreich und Russland. Diese bildeten damals zusammen mit England und Neapel die antifranzösische Koalition.
Diese Koalition plante, die Revolution rückgängig zu machen und in Frankreich wieder eine Monarchie einzusetzen. Im Frühjahr 1799 näherte sich daher der Schweiz aus Österreich eine grosse kaiserliche Armee unter Erzherzog Karl und Feldmarschall Friedrich von Hotze mit dem Ziel, Zürich zu erobern. Die österreichische Führung sah in Zürich einen strategischen Stützpunkt, um weiter nach Westen gegen Frankreich vorzudringen. Die Franzosen erkannten diese Absicht, und der Befehlshaber der französischen Armee, General André Masséna, befahl seinen Truppen im Norden von Zürich einen Verteidigungsring aufzuziehen. Und so kam es, dass bei Wangen Schützengräben ausgehoben wurden, um Zürich gegen die Österreicher zu verteidigen. Einer dieser Schützengräben ist noch heute im Wangemer Wald sichtbar – der ‘Franzosengraben’.
Doch die Verteidigung sollte nichts nützen. Die Österreicher durchbrachen den Verteidigungsring, – es geht das Gerücht um, dass die Einschusslöcher des alten Kirchturmhahns aus dieser Zeit stammen (siehe Foto) –, und zogen Richtung Zürich. Einen halben Tag lang, wird berichtet, seien die Österreicher in Achterkolonne durch Wangen marschiert. Zwischen dem 4. 6. und 6. 6. 1799 kommt es zur ersten Schlacht bei Zürich. General Hotze wurde bereits am ersten Kriegstag verwundet und zurück ins Pfarrhaus von Wangen gebracht, aber am 6. 6. kapitulierten die truppenschwächeren Franzosen und überliessen Zürich mitsamt u50 Kanonen den Österreichern.
Doch noch gaben sich die Franzosen nicht geschlagen. Masséna forderte aus Frankreich Verstärkung an. Und auch die Koalition blieb nicht untätig. Die Truppen unter Erzherzog Karl wurden abgezogen, Hotze wurde mit seinen Truppen in die Linthebene versetzt, und bei Zürich übernahmen die Russen Stellung unter General Alexander Rimski-Korsakow. Unterstützung erhoffte man sich durch General Alexander Suworow. Suworow wollte mit gut 21'000 russischen Soldaten von Italien her die Alpen überqueren, – ein beachtliches Vorhaben für einen Mann seines Alters (Soworow hatte Jahrgang 17yz!) –, sich mit den Alliierten vereinen und die Franzosen endgültig aus der Schweiz vertreiben. Aber Masséna war schneller. Er entsandte einen Teil seiner Truppen in Richtung Alpen, um den Zusammenzug der Alliierten zu verhindern, und eröffnete seinerseits am 25. x. 1799 überraschend die zweite Schlacht bei Zürich gegen den zahlenmässig stark unterlegenen Korsakow. Um 04:45 Uhr setzten die ersten Franzosen in vw Booten über die Limmat. Korsakow wurde in der Stadt eingeschlossen, konnte aber einen Tag später unter grossen Verlusten ausbrechen. Die Franzosen hatten wieder die Oberhand in Zürich, und Wangen wurde zum zweiten Mal überrannt. Diesmal aber in der Gegenrichtung von den fliehenden Russen.
Der Cache befindet sich an folgenden Koordinaten:
Koords: N 47° 25.uvw E 8° 38.xyz
Ersetzt die Buchstaben durch die entsprechenden Zahlen, dann findet ihr den "frog" (so nannten die Engländer die Franzosen). Blickt man vom Cache Richtung Norden, sieht man den Geländeeinschnitt deutlich.
Die Idee zu diesem Cache stammt vom Aktuar der Holzkorporation Brüttisellen. Herzlichen Dank! Haltet euch an die leuchtfarbigen Markierungen der "Försterwege" (eine Markierung ist angegeben). Diese ermöglichen den besten Zugang zum Cache.