Log-Freigabe EarthCaches/ Zuordnung von Earthcaches-Logs: Du musst nicht warten, bis ein Log in einem meiner EarthCaches veröffentlicht wird. Sende mir die Antworten per Nachricht und du kannst sofort danach loggen. Wenn etwas nicht stimmt, werde ich dich kontaktieren und dir helfen die Antwort zu finden.
Earthcaches sind keine Caches, wo man Behälter bzw. etwas physisches sucht. Du beobachtest am Standort eine geologische Besonderheit und beantwortest dazu vor Ort ein paar Fragen. Wenn du vor Ort bist, kannst du gleich die Antworten abschicken und gleich loggen.
ANGULATEN:
Eine Reise in die Vergangenheit
Wir schauen etwa 220 Millionen Jahren zurück in die Vergangenheit. Die Zeit des Keupers war vorbei. Ein neues Erdzeitalter war angebrochen. Das des Jura.
Der Jura schließt sich nach Südosten hin an den Keuper an. Die Ablagerungen (Sedimentgesteine genannt) stammen aus dem Jurameer, das damals weite Teile Europas überdeckte. Tone mit zwischengeschalteten Kalkbänken sind typisch für diese Phase der Erdgeschichte.
Heute schauen wir auf eine Landschaft, deren Morphologie geprägt wird durch eine Folge von Landterrassen, die sanft nach Südosten einfallen und durch Stufen voneinander getrennt sind – die Süddeutschen Schichtstufenlandschaft - verschiedenartige kleine Landschaftsräume, die großenteils waldbestanden sind.
Der Schwarze Jura, auch Lias genannt, reicht von Franken bis zum Albvorland, daran schließt sich der Braune Jura an. Auch diese Gesteine unterscheiden sich in ihrer morphologischen Härte, so dass viele hintereinander gestaffelte "Klein-Stufen" eine "Groß-Stufe" bilden. Ein Teil des schwarzen Jura sind die eher selten vorkommende Angulatensandstein-Formation.
Das Gesteinspaket ist aus Mergel-, Ton- und Sandsteinschichten aufgebaut. Die bunte Schichtenfolge bedingt das kleinräumige Nebeneinander von steilen Stufen oder Talhängen mit sanft geneigten Hängen und weitflächigen Ebenheiten.
Die Mächtigkeit variiert zwischen 9 und 20 m. Die Obergrenze wird durch das Einsetzen der Mergel, Mergelkalke und Kalkbänken markiert.
Die Sedimente der Angulatensandstein-Formationen sind in der Zeit des Oberhettangium abgelagert worden (etwa vor 201 Millionen Jahren). Zwischen der Angulatensandstein-Formation und der unterlagernden Psilonotenton-Formation ist eine kleine Schichtlücke ausgebildet.
So viel zu den allgemeinen Informationen. (Tipp: Nehme falls du noch nicht so viele EarthCaches gemacht hast gerne das Bild im Anhang dazu, dort ist alles nochmals geschildert).
Geologische Besonderheiten bei Wimmelbach
An den heute uns aufgeschlossenen Gesteinsschichten am Wegesrand, können wir Ablagerungen erkennen, die sich während der Zeit des Schwarzen Jura am Meeresboden bildeten.
Rechts oben am Aufschluss erkennt man Ablagerungen, die - einmal mehr, einmal weniger - eine weiße Farbe haben (auf dem Bild in rot markiert). Diese Ablagerungen, wie oben beschrieben, bestehen zum größten Teil aus Kalk. Bei genauerem Hinschauen, kann man leicht dunkelfarbige Bereiche im Kalk - sogenannte Konglomerate – erkennen. Diese bestehen aus einem feineren Material (Ton). Eine solche Vermischung zwischen Kalk und Ton nennt man Mergel.
Unter diesem Mergel befindet sich eine Schicht aus Sandstein.
Würde man einen Brocken von dieser Schicht unter dem Mikroskop anschauen, so würde einem sofort die kleinen glasigen Körner auffallen, die aus den Mineralien Quarz und Feldspat bestehen. Diese bilden hier an den aufgeschlossenen Gesteinsschichten eine große Besonderheit, da man diesen wie schon oben beschrieben, zeitlich sehr gut der Angulatensandstein-Formationen zuordnen kann.
In unmittelbarere Nähe findet sich ein Steinbruch, wo dieser Angulatensandstein abgebaut wurde. (der Angulatensandstein ist dunkelgrün im Bild markiert). Ebenso findet man des Öfteren in den Schichten eingeschlossen Ton, den Angulatenton. Dieser ist durch eine leichte Bräunung zu erkennen. Spurenweise findet man Fossilien, wie Ammoniten und selten auch Muscheln, die diese Sand-Ton-Stein-Verbindung ziemlich einzigartig macht, da deren Vorkommen eher unüblich in Sand-Ton-Steinen ist. Diese Schicht zieht sich fast komplett über den gesamten Aufschluss.
EINE BITTE NOCH:
- Geotop -
Der aufgelassene Steinbruch im Angulatensandstein ganz in der Nähe, wurde vom Bundesland Bayern als Geotop offiziell ausgewiesen. Geotope sind erdgeschichtliche Sehenswürdigkeiten der unbelebten Natur, die Erkenntnisse über die Entwicklung der Erde und der Entstehung des Lebens vermitteln. Sie dienen aber auch als Lebensraum von Tier- und Pflanzenarten. Bitte verhaltet euch entsprechend umsichtig und schont die Natur. Es ist nicht erforderlich und nicht erlaubt solche Geotope zu beschädigen.
Logbedingungen
Bitte beantwortet mir die folgenden beiden Fragen:
Frage 1: Du hast nun viel über die hiesigen Schichten gelernt. Beschreibe mir bitte, wo die Angulaten hier am Aufschluss zu sehen sind
Frage 2: Was macht den Angulatensandstein so besonders?
Frage 3 : Der Sandstein ist ja verfestigt. In dem früheren Steinbruch (im Bezug zum Sandstein) kann man noch etwas von früher sehen. Kannst du dir vorstellen was das ist?
Falls du dir nicht sicher bist auf die Lösung von Frage 3, siehe Hinweis
Wenn du/ihr euer Foto dann macht, bitte verdeckt die Antwort auf Frage 3, weil diese nur mittels Schautafel beantwortet werden kann . Oder Fotografiert aus der Ferne, so dass die Antwort nicht erkannt werden kann. Sobald die Antwort auf einem Logfoto leserlich zu sehen sein würde, müsste ich den Log leider löschen.
Quellen: Infotafel vor Ort
https://de.wikipedia.org/wiki/Angulatensandstein-Formation
https://www.planet-schule.de/wissenspool/geomorphologie/inhalt/hintergrund/schichtstufen.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Jura#:~:text=Als%20Schwarzer%20Jura%20wird%20die,einer%20lithostratigraphischen%20Supergruppe%20aufzufassen%20ist.
https://de.wikipedia.org/wiki/Angulatenton-Formation