Die ehemalige Grenze zwischen Berlin und Brandenburg
Mitte der 1980er Jahre wurde der Berliner Ortsteil Hellersdorf nach Osten erweitert. Es wurden Neubauten auf einem Gebiet errichtet, das zur Gemeinde Hönow im ehemaligen DDR-Bezirk Frankfurt (Oder), heute Land Brandenburg, gehörte und das damit außerhalb der Berliner Stadtgrenze lag.
Aufgrund des Viermächteabkommens über Berlin war es der ehemaligen DDR nicht möglich, die Stadtgrenze zu verschieben. Daher blieben diese Gebiete formal weiterhin Hönow zugehörig. Die Ver- und Entsorgung (Strom, Wasser, Post) erfolgten allerdings von Berlin aus. Im Zuge der Vereinigung Berlins 1990 wurde die Stadtgrenze offiziell nach Osten in ihre heutige Lage verschwenkt.
Diese ehemalige Stadtgrenze ist heute noch gut sichtbar, denn das Gebiet ist durch öffentliche Bebauung und Grünflächen sowie den Verlauf einer Hochspannungsleitung geprägt, jedoch weniger durch Wohnbauten. Es ist das Gebiet zwischen Zerbster und Weißenfelser Straße, zwischen Lichtenhainer und Schönewalder Straße, über die Riesaer Straße bis zur Döbelner/Waldheimer Straße und zur Kaulsdorfer Grenze.

Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Hellersdorf
https://de.wikipedia.org/wiki/Hönow