Hopfen und Malz, Gott erhalt`s...

... diesen Spruch kennt wohl jeder von uns.
Hier in der Gegend sieht man immer wieder große Felder zwischen Edderitz, Baasdorf und Prosigk, auf denen Hopfen angebaut und geerntet wird.

Das Ergebnis dieser mühsamen Arbeit findet sich in einem leckeren Erfrischungsgetränk wieder :-))

Hier vor Ort wurde natürlich nicht "Hopfen und Malz verloren", sondern nur eine Dose ...
Bitte hinterlasst keinen Müll, es liegt leider überall schon genug davon herum.
Ganz viel Spaß beim entdecken neuer Orte und eine schöne Zeit in der Natur.
Hinterlasst das Versteck bitte wieder so, wie ihr es auch vorfinden möchtet...
Hier noch die links zu den zwei anderen Caches ganz in der Nähe:
Hier braut sich was zusammen #2
Hier braut sich was zusammen #3
Grüße von tobi2406, happy hunting...
Wer jetzt noch ein bisschen mehr über das Bier und seine Herstellung wissen möchte, hier noch ein paar kleine Informationen:
...danach braucht ihr bestimmt eine kühle, blone Abkühlung
...
Hopfen und Malz, Gott erhalt’s – das Reinheitsgebot
Malz, Hopfen, Wasser, Hefe – das sind die einzigen Zutaten, die zur Herstellung deutscher Biere verwendet werden dürfen. Grundlage dafür ist das sog. Reinheitsgebot vom 23. April 1516.
Zum Erlass dieses Gebots kam es, weil dem Bier vorher alle möglichen Gewürze zugesetzt wurden, die zum Teil äußerst gesundheitsschädlich waren. Deshalb wurde versucht, die Qualität des Bieres zu verbessern und Wilhelm IV., Herzog von Bayern, schließlich ordnete am 24. April 1516 an, dass nichts „als allein Gerste, Hopfen und Wasser genommen und gebraucht“ werden durften. Die Klarstellung, dass mit Gerste Gerstenmalz gemeint ist, erfolgte erst später; für obergärige Sorten darf auch anderes Malz verwendet werden. Die Hefe wurde in der Aufzählung nicht genannt, weil sie noch nicht bekannt war. Tatsächlich wurde die Gärung damals spontan (also „einfach so“) durch Hefen, die sich in der Luft befinden, ausgelöst!
2016 wurde das Reinheitsgebot 500 Jahre alt – und ist damit die älteste bis heute geltende lebensmittelrechtliche Vorschrift der Welt. Denn auch heute noch findet sich die Regelung in der deutschen Gesetzgebung – im „Vorläufigen Biergesetz“ von 1993.
Der Brauprozess
Wie entsteht nun das Bier? Wie durch das Reinheitsgebot festgelegt, dürfen für Bier nur Malz, Hopfen, Wasser und Hefe verwendet werden.
Die erste Zutat, das Malz, entsteht dadurch, dass Getreide in Wasser eingeweicht und anschließend zum Keimen gebracht wird. Anschließend wird es getrocknet und der Keimling entfernt. Das überbleibende Malz wird dann gemahlen (der Fachbegriff lautet „schroten“).
Zum Bierbrauen wird das geschrotete Malz mit warmem Wasser vermischt („Maischen“) und dann unter Rühren weiter erhitzt. Dabei löst sich die enthaltene Stärke und wird in Zucker umgewandelt. Die Würze, der flüssige Teil, wird mit dem Hopfen gekocht. Anschließend wird der Sud vom geronnenen Eiweiß und anderen noch übrigen festen Stoffen getrennt. Die zurückbleibende Flüssigkeit ist die sog. Anstellwürze, die auf die entsprechende Gärtemperatur abgekühlt und mit Hefe versetzt wird. Diese schließlich wandelt den enthaltenen Zucker in Ethanol – also Alkohol – und Kohlendioxid um. Nach der Gärung, die insgesamt mehrere Wochen dauert, wird das Bier nochmals gefiltert und dann abgefüllt.
Die Unterschiede der Biersorten
Aber was macht den Unterschied zwischen den einzelnen Biersorten? Dass aus nur vier Zutaten so viele verschiedene Endprodukte entstehen, scheint wie ein Wunder. Und genau das ist die Kunst beim Bierbrauen!
Um zu verstehen, wie die verschieden Sorten entstehen, muss man auch wissen, was die einzelnen Komponenten bewirken:
Das Malz prägt den Charakter des Bieres, es gibt ihm außerdem seine Farbe und bestimmt den Alkoholgehalt (da daraus die Stärke gelöst wird, aus der der Alkohol letztendlich entsteht). Der Hopfen würzt das Bier mit der typisch-herben Note und wirkt konservierend. Die Hefe schließlich wandelt den Zucker in den Alkohol um. Es gibt dabei obergärige und untergärige Hefen: obergärige gären bei einer hören Temperatur (ca. 15 bis 20 °C) als untergärige (ca. 4 bis 9 °C), außerdem setzt sich hier die Hefe an der Oberfläche des Bieres ab, bei untergäriger am Boden (davon kommen die Bezeichnungen ober- und untergärig).
Und auch das Wasser als Hauptkomponente des Bieres ist entscheidend für seine Eigenschaften: Unterschiedliche Härtegrade, Salzgehalt etc. beeinflussen den Geschmack. So wird für Pils z. B. nur weiches Wasser verwendet.
Ein großer Unterschied der Biersorten liegt also im verwendeten Malz. Hierfür können verschiedene Getreidesorten (und damit Aromen) genutzt werden, hauptsächlich sind das Gerste und Weizen, aber auch Dinkel- und Roggenbiere gibt es. Für untergäriges Bier darf aber nur Gerste verwendet werden. Je nachdem bei welcher Temperatur das Malz getrocknet wird, entwickelt sich auch die Farbe – je höher und feuchter die Trockentemperatur, desto dunkler das Bier.
Der Alkoholgehalt im Bier wird durch die Konzentration der Würze bestimmt, also durch den Anteil der aus dem Malz gelösten Stoffe in der Würze (nennt man auch Stammwürze). Ungefähr ein Drittel der Stammwürze wird in Alkohol umgewandelt.