Heute möchten wir einmal G.E. (Gustav-Emil) und O.C. (Ottilie-Cäcilie) Acher bei ihrem Einkaufsbummel durch Chemnitz begleiten. Wir befinden uns im Jahre 1902. Die beiden haben sich am Morgen aus dem damals noch eigenständigen Siegmar aufgemacht, um ein wenig durch die blühende Stadt zu flanieren und dabei auch einen Blick in das eine oder andere Geschäft zu riskieren.
Eigentlich hatte Gustav-Emil heute etwas anderes vorgehabt, ihm war nämlich eine Idee für eine neue Freizeitbeschäftigung gekommen: Sein Plan war, irgendwo einen kleinen "Schatz" zu verstecken und dann interessierte Mitbürger mittels einer Wegbeschreibung ins Zielgebiet zu führen und sie dort dann suchen zu lassen. Bei Erfolg sollte man dann seinen Namen in ein kleines, beim Schatz befindliches Büchlein eintragen können. Da er den Schatz in einer kleinen Dose verstecken wollte, nannte er seine Idee zunächst "Dosensuche".
Um aber den Hausfrieden zu wahren, hatte er zugestimmt, seine geliebte Ehefrau bei ihrem Einkaufsbummel zu begleiten.
Nachdem sie also am Hauptbahnhof angekommen waren, lenkten sie ihr Schritte in Richtung Theaterstraße. So gelangten sie über die Carolastraße, den Neustädter Markt, vorbei an Antons- und Friedrichplatz und durch die Friedrichstraße zu eben jener Theaterstraße. Nachdem sie das Siegesdenkmal und das Stadttheater passiert hatten, schwenkte die Theaterstraße mittlerweile von der Ost-West Richtung in die Nord-Süd-Richtung um. Ihr erstes Ziel war der Kontor des Versicherungs-, Kohlen-, Oel- und Kommissionsgeschäftes E.O.E. Hänel auf der Theaterstraße. Sie wollten dort Kohlen für die kalte Jahreszeit vorbestellen. Nachdem das erledigt war, schlenderten sie weiter auf der Theaterstraße entlang, vorbei an der Paulikirche bis zur Nicolaibrücke, wo sie nach links in die Lange Straße abbogen, welche sie nun Richtung Osten führte. Auf der Langen Straße besuchten sie zunächst das Geschäft der Dresdner Bäckerei Johann Lenk, um ein paar Semmeln für den Sonntags-Frühstückstisch zu besorgen. Danach setzten sie ihren Weg fort und gelangten zur Kronenstraße. Dort erwarb Gustav-Emil als galanter Ehemann einen Strauß Blumen für seine Ehefrau im Blumengeschäft Löschhorn.
Mittlerweile waren die beiden auf dem Markt angelangt, über welchen sie nun in Richtung Holzmarkt schlenderten, natürlich nicht ohne die vielen Schaufenster zu betrachten. Auf dem Holzmarkt begab man sich dann auf Wunsch Ottilie-Cäcilies zum Putz- und Modewarengeschäft Helene Albert, wo sie sich gerne ein paar modische Accessoires kaufen wollte. Einige schöne Stücke wurden erworben, dann setzte man den Bummel auf der Inneren Klosterstraße fort. Im Drogen- und Farbgeschäft H. Wolfram wurden einige benötigte Drogerieartikel eingekauft, weiter ging es dann zur Äußeren Klosterstraße. Gustav-Emils wertvolle Uhr war vor Kurzem stehengeblieben, deshalb wollte er sie bei Uhrmachermeister Moritz Oettel in der Äußeren Klosterstraße reparieren lassen. Da kein schwerwiegendes Problem vorlag, war dies auch recht schnell erledigt und sie konnten den Einkaufsbummel nun mit einem wieder funktionstüchtigem Zeitmesser fortsetzen. Nach einem kurzen Abstecher in die Hartmannstraße zu Schuhmachermeister Baier, wo Ottilie vor Kurzem ein Paar edle Damenschuhe in Auftrag gegeben hatte, welche sie heute abholte, gelangten sie über die Rochlitzer Straße, die Neugasse, die Friedrichstraße und schließlich den Friedrichplatz zur Gartenstraße, wo sie sich erstmal im Hotel zur Post bei einem feudalen Mittagsmahl für den weiteren Bummel stärkten. Zum Abschluss des Mittagsmahles wollte G.-E. gern noch genüsslich eine Zigarre rauchen, da er aber keine am Mann hatte, begab man sich zur nahegelegenen Königstraße in die Zigarrenhandlung Bruno Protze, wo er sich mit einer Kiste feinster Zigarren ausstattete. Somit war man auch schon am Johannisplatz angelangt - hier konnte man sein Geld gut loswerden... Nachdem das große Kaufhaus am Platze und weitere Geschäfte besucht worden waren und die Taschen sich mehr und mehr füllten, genoß man noch im Café Reichskanzler auf der Königstraße eine Tasse köstlichen Kaffees, bevor man zur letzten Etappe des Einkaufsbummels aufbrach. Diese führte Gustav-Emil und Ottilie-Cäcilie noch in die äußere Johannisstraße. Dort wurde beim Fischwarenhändler Hetzel zunächst noch ein großer Karpfen für den Sonntags-Mittagstisch erworben, danach schleppte O.-C. G.-E. noch zur Handlung mit Zimmerdekoration Hans Franke. Gustav war zwar der Meinung, dass zu Hause schon genug Nippes herumstünde, aber da ließ Ottilie sich nicht hineinreden.
Schließlich war auch dieser Einkauf getätigt und mit vollen Taschen, aber leerem Geldbeutel begab man sich nun langsam auf den Nachhauseweg nach Siegmar. Diesmal wählten sie die Straßenbahn als Transportmittel. Da aber bis zur Abfahrt der Bahn noch einige Zeit blieb, nutzte Gustav-Emil diese noch und machte sich nochmals auf die Socken, um seinen Plan umzusetzen und eine Dose zu verstecken. Hier endet der Bericht.
Wenn ihr den Einkaufsbummel aufmerksam verfolgt habt und daraus die richtigen Schlüsse zieht, könnt ihr vielleicht auch die Dose finden. Nun gut, es ist vermutlich nicht mehr die Originaldose 
Noch eine Anmerkung zur Lösung: Falls ihr Koordinaten herausbekommt, die in Gablenz liegen, seid ihr der richtigen Lösung schon ziemlich nahe - aber in Gablenz liegt er nicht, der Checker hat schon recht, wenn er da auf Rot bleibt. Da ist noch ein kleiner Stolperstein versteckt - ihr solltet dann überlegen, auf welche Weise ihr die ermittelten Werte den Koordinaten zuordnen könntet.
Auch wenn das Rätsel diesmal etwas anspruchsvoller ist, hoffe ich doch, dass ihr viel Spaß beim Rätseln habt. Großartige Gehirnakrobatik ist aber auch nicht nötig, eher ein bißchen Fleißarbeit... Viel Erfolg!
Natürlich habe ich die ganze Sache mehrmals kontrolliert - sollte mir dennoch ein Fehler unterlaufen oder durchgerutscht sein, dann bitte eine kurze Nachricht an mich.
Die Koordinaten wurden nach bestem Wissen und Gewissen ermittelt, ich hoffe sie passen auch entsprechend. Das Innengelände muss nicht betreten werden.
Ich hätte gerne die Dose mehr im Zentrum versteckt und auch eine größere Dose verwendet bzw. sie thematisch passend gestaltet. Aber in Chemnitz einen freien Platz in der Innenstadt zu finden, gleicht schon fast einem Glücksspiel und große Dosen in der Stadt sind eher schwierig. Bei diesem Cache steht aber auch mehr das Rätsel im Vordergrund und nicht die Dose. Falls jemand eine tolle Idee für ein schönes Versteck hat - immer her damit 
Quelle des Hintergrundbildes: deutsche Fotothek/SLUB