Als "Entenmörder" wurde durch die Einheimischen die früher hier verkehrende Untere Kochertalbahn bezeichnet. Aufgrund des lustigen Namens und der interessanten Historie also ein ideales Thema für einen Cache.
Bereits 1904 wurde mit den Bauarbeiten des ersten Bauabschnitts begonnen. Dieser wurde 1907 beendet, mit der feierlichen Eröffnung Mitte September konnte von nun an der Zugverkehr zwischen Bad Friedrichshall und Neuenstadt am Kocher aufgenommen werden. Im Jahr 1911 starteten die Bauarbeiten zum zweiten Bauabschnitt, welcher im August 1913 abgeschlossen war. Damit zog sich die Bahntrasse nun über 22,6 km entlang des Kochers von Bad Friedrichshall bis Ohrnberg.
Zunächst mit Dampflokomotiven, später mit Dieseltriebwagen wurden Personen- und Güterwaggons transportiert. Der Personenverkehr erreichte in der Blütezeit bis zu 350.000 Personen pro Jahr, auch der Güterverkehr war z.B. durch Zuckerrübentransporte gut ausgelastet. In der Folge wurden größere Firmen an die Bahnstrecke angeschlossen, der damalige Militärflughafen Oedheim erhielt ebenfalls ein Anschlußgleis.
Durch den aufkommenden Individualverkehr und wesentlich günstigere und schnellere Busverbindungen wurde der Betrieb jedoch immer unwirtschaftlicher. In der Folge wurde der Bahnbetrieb im Dezember 1993 eingestellt, da hoch defizitär.
Ein Großteil des ehemaligen Gleisbetts wurde zurückgebaut und zu Fahrrad- und Wanderwegen umgebaut. Entlang der Wege erinnern jedoch noch heute viele Relikte und Gebäude an den ehemaligen Bahnbetrieb und die große Zeit des Entenmörders.
Vor Ort findet ihr eines dieser Relikte. Bitte vorsichtig und mit Augenmaß suchen und alles wieder vernünftig hinterlassen.