
Röhrenfurth wird 1182 als „Rorefort“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort war ein Lehen des Klosters Hersfeld und seit 1182 im Besitz des Adelsgeschlechts der von Röhrenfurth, das zur althessischen Ritterschaft zählte. Bei Röhrenfurth galt es die wichtige Fulda-Querung für die Landgrafen von Hessen zu sichern, und die Herren von Röhrenfurth waren verlässliche Lehnsmannen der Landgrafen. (Quelle: Wikipedia)
Röhrenfurth lag am Sälzerweg, einer bedeutenden Salzhandelsstraße.
diese führte durch die Furt.
Die Fulda war zu dieser Zeit schiffbar, und so wurde auf der gegenüberliegenden Seite ein Hafen errichtet, in dem die Schiffe mit der kostbaren Fracht beladen wurden, und das Salz bis Bergen (Noorwegen) verschifft wurde.
Röhrenfurth bekam daher 1183 die Stadtrechte verliehen, und trat als Handelsstadt der Hanse bei.
Ähnlich wie Korbach oder Warburg.
(auch die jetzigen Dörfer Züschen (FZ) und Landau (WOH) waren einmal Städte!)
Auf dem Kesselberg errichtete das Geschlecht der von Röhrenfurth eine Spornburg, die Kesselburg, die ca. 1187 fertiggestellt wurde.
1395 wurde an Stelle der jetzigen Bartenwetzer Brücke ein erstes festes Brückenbauwerk errichtet…
So konnte man bei höheren Wasserständen bequem auf die neue Brücke ausweichen, und die Furt bei Röhrenfurth wurde für den Salzverkehr nicht mehr benutzt.
Der Hafen wurde nach Melsungen verlegt. Die starke und wehrhafte Zunft der Bartenwetzer verweigerte den Beitritt nach Art. 35 des Hansegesetzes zur Hanse, um unabhängiger zu agieren, und Abgaben an die Vereinigung zu sparen. (man bedenke die scharfen Äxte).
Somit versank Röhrenfurth in der Bedeutungslosigkeit. Viele Bewohner zogen in das benachbarte Melsungen, der Fuldahafen versandete. Die Hanse scheute eine Auseinandersetzung mit den Bartenwetzern und gab den Handelsplatz auf.
Auch die Burg auf dem Kesselberg verlor ihre Bedeutung. Die von Röhrenfurths begannen ab ca. 1397 ihren Broterwerb als Raubritter.
Um dem zu begegnen wurde nicht weit entfernt die Höhenburg Burg Bertherode durch Berthold und Konrad von Bertherode (Gefolgsleute von Hermann von Spangenberg, siehe GC 810E5) erbaut, um den Handelsplatz Melsungen zu sichern, und die Raubritter der von Röhrenfurth zu bekämpfen.
Die Kesselburg wurde ab 1401 belagert, und musste 1402 wegen Wassermangel kapitulieren.
Landgraf Hermann II ließ die Burg 1403 komplett schleifen. Die von Röhrenfurt wurden gefangengenommen, Rörich II. von Eisenbach starb im Kerker 1428.
Soviel zur Historie.
Der Schwalm-Eder-Kreis wurde 1974 im Rahmen der Gebietsreform in Hessen aus den Altkreisen Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain gebildet.
Aber man hatte die Fulda im Namen vergessen. Peinlich!
Man suchte auch ein neues Kürzel für das KFZ-Kennzeichen.
SEK? Wollte man nicht nehmen, das war ja für das Sondereinsatzkommando der Polizei reserviert.
Da besann man sich auf die Geschichte Röhrenfurths als Hansestadt, und hatte auch gleich die Fulda mit in den Schwalm-Eder-Kreis integriert.
Juhu…. HR für Hansestadt Röhrenfurth!!!
Ein Kabinettstückchen.
August Franke und seine Genossen schüttelten sich die erfolgreichen Hände, und verlegten den Sitz der Kreisverwaltung nach Homberg, damit alle denken, HR steht für die Kreisstadt Homberg… ;-)
Viele denken auch, HR steht für Hinterm Ratio. Falsch! Hansestadt Röhrenfurth.
2021 regte der Ortsvorsteher Michael Wagner an, auf das Ortsschild den Zusatz „Hansestadt“ anzubringen…
Am 1. April 2021 hat die Melsunger Stadtverordnetenversammlung beschlossen, ein solches Ortsschild am 1. April 2022 dort aufzustellen
So, was gibt es hierzu noch zu sagen?
Es ist alles erstunken und erlogen, wahr ist nur der erste Absatz ;-))
ein kleiner Aprilscherz 2021 😂
So, und jetzt viel Spaß beim Suchen!!!