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Die Flut Traditional Cache

This cache has been archived.

mtx5: Bereits zum dritten Mal in den letzten Monaten ist der Cache verschwunden. Schade, gerne hätte ich ihn als virtuelles Denkmal für den Einsatz der Leegebrucher hier behalten. Aber es soll wohl nicht sein - also widmen wir Zeit und Energie lieber neuen Ideen.

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Hidden : 4/7/2021
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Niedriger Sumpf

Der Name "Leegebruch" bedeutet so viel wie "niedriges Sumpfgebiet". 1928 wurde die Gemeinde gegründet, auf einem entwässerten Forstrevier und Vorwerk des Remonte-Depots Bärenklau. Etwa zehn Jahre später lebten bereits mehr als 5.000 Menschen hier, nachdem Leegebruch zur Werkssiedlung der Heinkel-Flugzeugwerke Oranienburg ausgebaut wurde. Aus dieser Zeit stammen die typischen Reiheneinzel- und -Doppelhäuser, die als Typbauten für die Arbeiter des Werkes errichtet wurden. Die Gemeinde überstand den Zweiten Weltkrieg unbeschadet, genau wie die DDR-Zeit. 

Aufbau Ost

Nach der deutschen Wiedervereinigung nahm die Bautätigkeit Fahrt auf. Viele Lücken wurden geschlossen, neue Wohngebiete gebaut, auf Brachflächen enstanden Einfamilienhäuser. Auch große Teile des aus offenen Gräben bestehenden Regenentwässerungssystems wurden über die Jahre überbaut. Westlich von Leegebruch entstand die B96n als Ortsumfahrung Oranienburgs während sich südlich der Gemeinde die A10 mit dem Autobahndreieck Oranienburg entlang zieht.

Im Sommer 2017 sollte Leegebruch an die Bedeutung des Ortsnamens erinnert werden. 

Die Flut

Nach vielen Jahren mehr oder weniger trockener Sommer ging vom 29. bis 30. Juni 2017 ein Starkregen über Oberhavel nieder. Die Niederschlagsmenge lag bei mehr als 250 Litern pro Quadratmeter innerhalb von zehn Stunden - ein "Jahrhundert-Ereignis". Nun machte sich die bis dahin unauffällige geographische Lage Leegebruchs bemerkbar. Die Gemeinde liegt tiefer als die angrenzenden Gebiete. Die Muhre ist der Hauptentwässerungsweg der Gemeinde. Der Bach entspring nördlich von Germendorf, fließt durch die Gemeinde und nimmt dabei das Wasser aus den Regenentwässerungsgräben auf, um dann die A10 zu unterqueren und schließlich im Veltener Hafen in den Veltener Stichkanal und den Oder-Havel-Kanal zu münden. 

Während des Starkregens floss nun das Regenwasser aus den umliegenden Gebieten nach Leegebruch. Allerdings war das Regenentwässerungssystem mit der schieren Menge überfordert, die Gräben nicht gepflegt, Straßendurchlässe zu klein und die Passage der Muhre unter der A10 teilweise blockiert. Somit staute sich das Wasser in der Gemeinde und konnte nirgends ablaufen. Tagelang versuchten THW und Feuerwehr, die überfluteten Teile der Gemeinde leer zu pumpen. Aufgrund der nicht vorhandenen Gelände- und Wassersystem-Karten wurde das Wasser aber letztendlich nur im Kreis gepumpt, bis für die Muhre Durchlässe aufgegraben und erweitert sowie ein Bypass in den Oranienburger Kanal geschaffen wurden. Ab dem 04.07.2017 entpannte sich die Situation allmählich.

In Folge der mehrtägigen Überschwemmung, bei der das Wasser bis zu 30cm über Straßenniveau stand, liefen Keller und Häuser voll, die Kanalisation fiel aus, genau wie Strom und Telefon in einigen Gebieten der Gemeinde. Die Anwohner konnten ihre Häuser und Grundstücke teilweise nicht verlassen, zumindest nicht mit dem Auto.

  
  
 

Während dieser Zeit rollte allerdings auch eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft und des gegenseitigen Kümmerns durch Leegebruch. Die Einwohner halfen einander wo es nur ging. Tage und Nächte lang wurden Sandsäcke gefüllt und THW und Feuerwehr mit Essen und Trinken versorgt. Als das Wasser wieder weg war half man sich auch beim Beräumen der überfluteten Häuser. Dieses Ereignis schweißt den Ort bis heute zusammen.

Der Kampf

An der Stelle, wo dieser Cache versteckt ist, kämpften die Einwohner am Abend des 30.06.2017 darum, die Erdgasversorgung des Ortes aufrecht zu erhalten. Wäre diese Verteilerstation geflutet worden wäre die Erdgasversorgung für den gesamten Ort stillgelegt worden. Für den Großteil der Haushalte hätte das den Verlust von Warmwasser und Heizung bedeutet. Durch den unermüdlichen Einsatz vieler Freiwilliger konnte diese Gefahr aber letztendlich abgewendet werden.

 

Für die Helden

Der Cache soll an diese schweren Tage und Wochen erinnern. Und daran, wie so ziemlich alle Einwohner und viele weitere Freiwillige Seite an Seite gekämpft haben, um den Ort zu retten und noch schwerere Schäden zu vermeiden.

Er ist eine kleine Widmung an alle Einwohner und Helfer.

Hinweis zum Cache

Es handelt sich um einen magnetischen Nano-Cache. Scharfe Augen und ein eigener Stift sind gefragt. Das eingefriedete Objekt muss nicht betreten werden.

 

Additional Hints (Decrypt)

Eruoyvpx - haq qbeg qnaa mjrv iba fvrora.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)