[DE] Eine Runde Karow und seine Geschichte(n): Die Karower Chronik verzeichnet zahlreiche Brände. Noch vor wenigen Jahren hat sich darum eine örtliche Feuerwehr gekümmert, zeitweise auch Teil und Bereicherung des Karower Vereinslebens. Doch mit dem "Verblühen" Karows welkte auch das Vereinsleben im Dorf - und die Feuerwehr verschwand ganz, wo einst schon die Guts-Gärtnerei verschwunden war.
[EN] A roundtrip through the village Karow and its (hi)stories: The Karow chronicles record numerous fires. Once the local fire brigade took care of them, at times also part of and enriching Karow's club life. But as Karow itself, the village's club life also withered away - and the fire brigade disappeared completely, where once the estate gardening had already disappeared.
Bild: einstiges Gerätehaus der Betriebsfeuerwehr des volkseigenen Guts Karow an den Start-Koordinaten (Jahr unbekannt)
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Karower Geschichte(n): Karow in Flammen
Seit 1516 existieren in der Region niedergeschriebene Brandschutzvorschriften. In diesem Jahr wurde unter Herzog Heinrich dem Friedfertigen eine Polizeiordnung für Stadt und Land erlassen. Sie enthielt auch Vorschriften über den Häuserbau sowie vorzuhaltende Feuerlösch- und -wehrgerätschaften der Bürger. Bis in Karow eine eigene Feuerwehr entstand, gingen aber noch einige Jahre (und schlimme Brände) ins Land.
Erst im 20. Jahrhundert gab es eine Karower Feuerwehr, sie wuchs, erweiterte ihre Aufgaben und bereicherte das Vereins- und Dorfleben auf vielfältige Weise. Am Start Deiner kleinen Mystery-Suche stehst Du vor dem alten, ersten Feuerwehrhaus Karows (nur das Haus steht dort nicht mehr) und Dein Weg wird Dich zum letzten Standort führen. Auch die Feuerwehr Karow gibt es heute nicht mehr, wie so vieles anderes im Ort mit der Zeit gegangen. Ebenso sieht es auch mit dem Vereinsleben im Dorf - oder etwa doch nicht? Wagen wir einen ausführlichen Blick in die historische Feuerbekämpfung und andere Vereinigungsgründe in Karow...
[ Ich möchte nicht viel lesen, nur den Lösungsweg zum Final ]
Entwicklung der Feuerwehr in Karow
Im 18. Jahrhundert stieg die Besiedelung Karows, Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Karow reines Gutsdorf – der Brandschutz lag in der Pflicht der Gutsbesitzer. Sie mussten die Einhaltung der Vorschriften sicherstellen, Gebäude versichern, Löschgelegenheiten zur Verfügung stellen, für Schadensregulierung sorgen. Vermutlich aufgrund einiger verheerender und letztlich teurer Brände in den Vorjahren wurden 1806 dem neuen Gutspächter Knorre vom Gutsbesitzer strenge Vorgaben gemacht:
- Schornsteine des Guts sind mindestens vierteljährlich vom Bützower Schornsteinfeger zu reinigen
- mit dem Gutsjäger sind monatlich sämtliche Feuerstellen des Guts zu kontrollieren
- die Einwohner sind zur Reinigung der Schornsteine anzuhalten
- die landesherrliche Verordnung bezüglich des Tabakrauchens ist zu beachten
- Feuerlösch-Gerätschaften sind stets einsatzbereit zu halten
- Zuwiderhandelnde sind anzuzeigen
Völlig aufzuhalten vermochten diese Vorschriften das Brandgeschehen in Karow aber nicht. Meist entstand dabei ein Totalschaden. Eine eigene Feuerwehr hatte Karow zu dieser Zeit nicht, die nächstgelegene gab es in Plau, diese verfügte auch über eine fahrbare „Spritze“.
Bei jedem Feuer wird ein Brandprotokoll angelegt, abschließend unterzeichnet vom Gutsbesitzer oder einem Beauftragten. Zur Schadensschätzung werden Zimmerleute und Maurer herangezogen, zwei Vertreter der Versicherungsgesellschaft, meist Grundbesitzer der Umgebung, prüfen jeweils Feuerlöschgerätschaften und Brandverhütungsmaßnahmen. Standen diese zur Verfügung und ließ sich keine Brandstiftung ermitteln, wurde die Schadenssumme bald erstattet.
Aus dem Jahr 1838 sind die damals neu ausgestellten und letzten Policen für die Brandkasse überliefert. Die gesamten Gutsgebäude sind mit 35300 RT (2/3 nach Wert) versichert. Situationsplan und Spezifikationen wurden von den Grundbesitzern Beust auf Leisten und Hartwig auf Daschow bestätigt und beeidigt, dass die Gebäude nicht überversichert und vorgeschriebene Feuerlösch-Gerätschaften vorhanden seien. Um 1840 trat der damalige Karower Gutsbesitzer Cleve aus dem Versicherungsverein aus. Alle weiteren Brandversicherungsakten von Karow wurden, lagernd in Rostock, im Zweiten Weltkrieg vernichtet. Die später folgenden Ausführungen zum Brandgeschehen im Ort aus der Ortschronik beruhen für diese Zeit überwiegend auf überlieferten Berichten und Aussagen von Zeitzeugen.
1935 kam es nach verschrifteten Angaben von Zeitzeugen zur Gründung einer eigenständigen Gutswehr, besetzt mit Arbeitskräften des Guts. Die Karower Feuerwehr war geboren. Wehrleiter war der Schmied Gloede, Maschinist der Angestellte Berg. Dies ist leider schon alles, was heute noch bekannt ist über die erste Karower Feuerwehr. 1948 wurde sie zur Betriebswehr des nunmehr Volkseigenen Gutes (VEG) Karow. Betriebe mit mehr als 100 Beschäftigten waren damals verpflichtet, eine eigene Wehr zu betreiben. Noch bis 1961 blieb der Schmied Gloede Wehrleiter.
Eine Spritze vom Typ „TS 8“ auf einem selbstgebauten Hänger war zunächst das einzige „Großgerät“ nach der Umfirmierung zur Betriebswehr, später kam noch eine weitere Spritze auf einem Einachshänger hinzu. Erst 1960 konnte ein eigenes Feuerwehrgerätehaus bezogen werden, errichtet von Lehrlingen der Bau-Union Schwerin auf dem Standort des heutigen Vereinsheims des SV Karow. Die Sollstärke der Betriebswehr bestand zu dieser Zeit aus zwei Löschzügen mit jeweils 21 Mann. Die Schlosserlehrlinge des VEG wurden ab 1962 „zwangsverpflichtet“, vermutlich, um die Reihen gesetzesgemäß zu füllen. Auch am Nachwuchs wird gearbeitet, schon in der frühen DDR wird an der Karower Schule eine AG Pionierfeuerwehr eingerichtet.
1969 vereinbarten Gemeindeverwaltung und VEG, dass die Betriebswehr fortan auch Brandschutzkontrollen im Dorf vornimmt. Bislang war der Einsatz vornehmlich auf das Gut bzw. den Betrieb des VEG beschränkt. Im März 1989 wurde vereinbart: „Die Betriebsfeuerwehr übt die Brandbekämpfung in der Gemeinde aus. Sie führt 1x jährlich in den Haushalten sowie alle zwei Jahre in den 8 öffentlichen Einrichtungen der Gemeinde Brandschutzkontrollen durch. Der Rat der Gemeinde zahlt jährlich 600 M [Anm.: Mark] an die Betriebsfeuerwehr.“ In diesem Jahr gibt es in Karow 20 Feuerwehrmänner und 5 Feuerwehrfrauen, letztere erst seit 1988. Die Wehrleiter wechseln über die Jahrzehnte der DDR nur zweimal, wie erwähnt 1961 und dann 1983.
Entsprechend dem Einigungsvertrag und Kommunalvermögensgesetz ging die Betriebsfeuerwehr 1991 in die Trägerschaft der Gemeinde, zusammen mit einem vor wenigen Jahren errichteten Heizhaus zwischen „Schloss Karow“, „Liebknechts Neuer“ und „Webermoor-Karree“. Der letzte Wehrführer aus DDR-Zeit blieb noch bis 1996 in seiner Funktion. 1997 zieht die Feuerwehr in das zum Gemeindehaus umgebaute Heizhaus und es gründet sich eine eigene Jugendfeuerwehr mit 15 Mitgliedern. 2001 wird 10. Geburtstag der „Freiwilligen Feuerwehr Karow“ mit einem „Tag der offenen Tür“ gefeiert. Aus diesem Anlass wird auch feierlich ein neues Tanklöschfahrzeug übergeben. Die „erwachsene“ Feuerwehr hat zu diesem Zeitpunkt noch 15 aktive Mitglieder, dazu ein Reserve- und zwei Ehrenmitglieder. Nachwuchssorgen nehmen zu Beginn des Jahrtausends deutlich zu. Der letzte Neuzugang im Gerätepark wird Ende 2003 verzeichnet: Eine Tragkraftspritze vom Typ „TS 3“.
Und heute? 2010 verlor die Gemeinde Karow ihre Eigenständigkeit und wurde Teil der Stadt Plau am See. Die inzwischen stark geschrumpfte Karower Feuerwehr wurde alsbald der Plauer Wehr angeschlossen, der Karower Feuerwehr-Standort geschlossen. Das Heizhaus und seine Anbauten werden heute als Gemeindehaus für „technische“ Arbeiten im Ort genutzt, teils auch privat. Seine frühere Nutzung ist aber noch immer deutlich erkennbar: sichtbar für Vorbeiflanierende auf dem Weg Richtung Schlosspark und hörbar einmal in der Woche für alle Karower.
Vereinsheim des SV Karow 2020
Das Feuerwehrhaus aus DDR-Zeiten steht heute nicht mehr, an dieser Stelle zwischen „Willkommen durch Karow“ und „Gutswirtschaft Karow“ befindet sich bei Deinem Besuch im Ort das Vereinsheim des SV Karow. Das Gelände, auf dem das Gemeindehaus steht und an dem Du den Geocache findest, war weit über das letzte Jahrhundert geprägt von zahlreichen Gewächshäusern. Die Gärtnerei des Gutes wurde in der Ära Schlutius stark vergrößert - bis hinauf zum Wasserturm des Gutes zogen sich Obstwiesen - und in der DDR mehrfach umstrukturiert, der Bau der heutigen Bundesstraße in den 1960ern schnitt sie vom Betrieb ab. Mehr über sie erfährst Du an der „Gutswirtschaft Karow“.
Chronik des Brandgeschehens in Karow
An einem Nachmittag im August 1791 brennt die Mühle, berichtet ein achtseitiges Brandprotokoll des Plauer Notars Goerke, seinerseits Bevollmächtigter des Gutsbesitzers für die Schadensregulierung. Die Brandursache war nicht zu ermitteln, ein Niederbrennen angeblich nicht zu verhindern - im Oktober zahlt die Ritterschaftliche Brandschutzversicherung den Versicherungsbetrag von 600 Reichstalern (RT).
Abends im Januar 1793 brennt im nahen Damerow das Gutshaus. Dem darin wohnenden Oberinspektor der Güter zu Carow und Damerow Guellke ist keine Brandstiftung nachweisbar. Das Feuer wütete wohl sehr heftig, das Haus brannte komplett nieder, inklusive Versicherungsschein, wie protokolliert wurde. Aus Plau kam sogar die Spritze der dortigen Feuerwehr zum Einsatz, doch letztlich erfolglos. Der Versicherungswert lag bei 4000 RT, zur Auszahlung kamen aber schließlich nur 3500 RT, das Brandprotokoll verzeichnet verbliebene und wieder verwendbare Steine im Wert von 500 RT.
1808 brennt das Bauerngehöft Brüggemann nach Blitzschlag nieder. 1821 werden im Februar zwei Wohnhäuser bei einem Feuer unbewohnbar, im Juni wird der Katen in der Dorfstraße 44 völlig zerstört. 1825 werden im Juni zwei weitere Katen ein Opfer der Flammen, im Juli 1828 brennt das Holländerhaus komplett nieder. Brandursachen waren in der Regel nicht zu ermitteln oder nicht angegeben. Ein weiteres Feuer ist aus diesem Jahrhundert noch bekannt: 1894 brennt die Windmühle auf dem Mühlenberg nieder, sie wird nicht wieder errichtet.
1914 verbrennt die Scheune III auf dem alten Gutshof, 1929 das Gutsarbeiterhaus Gennerich. Unmittelbar am Ende des Zweiten Weltkriegs brennt das Eisenbahner-Wohnhaus an der Ecke Dorfstraße und Güstrower Chaussee komplett nieder, Brandstiftung gilt als wahrscheinliche Ursache. Brandstiftung führte 1948 zu schweren Schäden am Gutspferdestall. Die Karower Bevölkerung war zu diesem Zeitpunkt bei einer Tanzveranstaltung im Speicher versammelt, womöglich durch viel Glück kam es an diesem Tag nicht zu einer Tragödie. Der Pferdestall wurde 1949 wieder instandgesetzt.
Im Sommer 1955 brennt ein Holzschuppen an der Post ab, nachts, die Ursache kann nicht ermittelt werden. Im Oktober wird eine alte Feldscheune am „Buchenkopp“ Opfer der Flammen, der Sachschaden wird mit 25000 Mark beziffert. 1963 ein Kleinbrand in einer Wohnung mit 20 Mark Schaden, im Internat der Berufsschule löst ein defektes Ofenrohr einen Balkenbrand und 800 Mark Schaden aus, im Juli sorgt Funkenflug der Eisenbahn für einen Waldbrand an der Bahnstrecke nach Krakow, der schnell gelöscht werden kann. 1964 fängt aus vermutlich gleicher Ursache ein Roggenfeld an der Bahnstrecke Richtung Plau Feuer.
Auf dem Gelände des inzwischen Volkseigenen Gutes (VEG) gerät im Februar 1965 der Pferdestall erneut in Brand. Das Feuer wird von einem zündelnden Kind verursacht, der Schaden mit 12742 Mark angegeben. Auch der nächste Brand ereignet sich auf dem Gut: ein Gewitter entzündet 1967 mehrere Holzschober am Gutsteich. Fünf Feuerwehren sind im Einsatz, um einen Großbrand zu verhindern. 1968 brennt erneut der Roggen an der Bahnlinie nach Plau.
1972 brennt eines der Hochsilos auf dem VEG, Ursache ist Selbstentzündung. Der Schaden von 10000 Mark ist nicht die einzige Sorge rund um die Silos, sie sind inzwischen längst abgerissen. Wenige Tage später löschen VEG-Mitarbeiter einen Entstehungsbrand an einem Mäher mit Feuerlöschern und Wasser und verhindern so einen Ernteausfall. Die Versicherung zahlt für den beherzten Einsatz eine Prämie von 150 Mark aus. 1973 brennt erneut Getreide an der Bahn.
Bis zum Ende der DDR sind keine weiteren Brände in der Ortschronik überliefert. Wer bereits den Mini-Multi am NSG Brantensee besucht hat, weiß aber um einen weiteren Brand. In den 1980ern hatte die Entwässerung des heutigen Naturschutzgebietes südöstlich von Karow ein solches Ausmaß erreicht, dass durch den Funkenflug einer vorbeifahrenden Dampflok ein mehrmonatiger Torfbrand auf dem Gebiet ausgelöst wurde.
1994 brennt ein leerstehendes Wohnhaus, 1995 ein Auto und ein Feld am Bahndamm. 1996 rückt die Feuerwehr zu vier Bränden aus (Gutshaus Leisten, Strohmiete, Mähdrescher, Pkw.) sowie zu einem Verkehrsunfall und einem Wassereinbruch. 1997 brennen der Kiosk im Schloss und ein Mähdrescher, hinzu kommen ein Waldbrand, zwei Verkehrsunfälle und ein Sturmschaden. 1998 kommt es zu sieben Bränden (zwei Garagen, zwei Müllcontainer, ein Keller, die Möbelhalle am Webermoor-Karree und Bäume im Schlosspark), außerdem rückt die Feuerwehr erneut wegen Sturmschäden aus. 1999 kommt es „nur noch“ zu zwei Feuern, davon einmal Müllcontainer, aber dreimal zu Verkehrsunfällen am „Kreuz Karow“ – und wieder Sturmschäden. Im Jahr 2000 brennt ein Auto und zweimal der Wald, dreimal sind Sturmschäden zu beseitigen. 2001 Brände in der Gartenanlage und in einem Müllcontainer, dazu kommen Einsätze bei zwei Verkehrsunfällen, sechsmal bei Sturmschäden. 2002 ein Parkplatzbrand und eine Ölspur, dazu viermal Sturmschäden. 2003 ein Böschungsbrand, sieben Verkehrsunfälle und ein Sturmschaden.
So setzt es sich über die letzten Jahre fort. Brände werden seltener, dafür mehren sich Einsätze anderer Art. Doch das Personal nimmt immer weiter, letztlich final, ab.
Exkurs: Das Vereinsleben im Karow der letzten 100 Jahre
Wie versprochen und angedroht werfen wir noch einen ganz kurzen Blick auf das durchaus bunte Vereinsleben in Karow. Denn auch dieser Teil der Karower Geschichte(n) sollte nicht unerwähnt bleiben. Und wo im inzwischen gut "bedosten" Dorf wären sie besser erzählt als auf dem Weg vom Fußballverein zur Freiwilligen Feuerwehr?
In „grauen Vorzeiten“ gab es einen Kriegerverein im Dorf, seit wann und wie lange dieser bestand, ist unbekannt. Auf sein Wirken hin wurde im Dorf 1929 ein Kriegerdenkmal aufgestellt, ganz in der Nähe auf dem Weg zu „Liebknechts Neuer“ zwischen Dorfstraße (Karl-Liebknecht-Straße), Schulstraße (Zum Wasserturm) und Plauerhäger Straße. Es wurde noch bis 1975 von der Gärtnerei, Lehrlingen und Schülern im Ort gepflegt und dann alsbald abgerissen.
An gleicher Stelle befindet sich seit 1997 ein Gedenkstein mit der Inschrift „Die Toten mahnen die Lebenden - den Opfern von Krieg und Gewalt“. Karower Bürger versammeln sich traditionell am Volkstrauertag vor dem Gedenkstein. Den Kriegerverein gab es zu DDR-Zeiten nicht mehr, dafür entstand ein reichhaltiges Vereinsleben im Dorf, eher friedliebenden Bereichen zugewandt.
„Miteinander - Füreinander“ ist seit 1945 Motto in Karow, als eine Ortsgruppe der Volkssolidarität entstand. Sie sorgt vornehmlich für Kultur im Ort und Betreuung älterer Bürger. Die Mitgliederzahlen während der DDR-Zeit waren hoch, sanken nach der Vereinigung aber rapide, die Mitglieder sterben im wahrsten Wortsinn langsam aus. Als Träger sozialer und kultureller Einrichtungen in der Region führte die Volkssolidarität bspw. die Kindertagesstätte in der Dorfstraße bis zu ihrer Schließung. Bis heute erhalten Vereinsmitglieder über 70 ein kleines Präsent zu runden Geburtstagen und persönlichen Jubiläen.
18 Karower Imker gründeten 1969 aus dem Plauer Imkerverein heraus eine eigene Karower Sparte. 1984 haben sich auch Imker aus Neu-Poserin und Quetzin hinzugesellt, 24 vereinte Imker betreuen insgesamt etwa 250 Bienenvölker. Spitzenertragsjahr ist 1983 mit im Durchschnitt 31,6 kg Honig je Volk. 1990 wird der Verein neu gegründet, es verbleiben jedoch nur mehr fünf Mitglieder, die jedoch auch internationale Kontakte pflegen und auf Messen vertreten sind. Der Verein scheint heute nicht mehr zu existieren.
1978 gründete sich eine Kleingartensparte im Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter. Sie hatte ihren Sitz in einem Anfang der 1980er Jahre gebauten Spartenheim an der Schulstraße, in dem es einige Jahre lang auch eine Verkaufsstelle für Kleingärtner-Bedarf gab. Vier Bereiche mit Garten- und Laubenkolonien entwickelten sich innerhalb der ersten Jahre, die die Sparte betreute und verwaltete.
Die Kleingartensparte ist Vorläufer des 1990 gegründeten Kleingartenvereins „Storchennest“ Karow, welcher 1997 ganze 90 Miglieder in den vier Gartenkolonien hat. Aber bereits 2001 und 2002 schieden die Kolonien „Güstrower Chaussee“ und „Alte Malchower“ mangels Nachfrage und Bewirtschaftung aus. In den verbliebenen Vereinsgärten „Fasaneninsel“ (am eckigen Guts-Wasserturm) und „Storchennest“ (am runden Bahn-Wasserturm) wurden 2004 von 61 Parzellen noch 52 bewirtschaftet, mit abnehmender Tendenz. Beide Kolonien existieren heute noch, aber das damals noch jährlich ausgerichtete Gartenfest findet nicht mehr statt.
Der Name der Kleingartensparte bezieht sich übrigens auf eine in der Mitte der 1980er Jahre aufgestellte Nisthilfe für Störche. 1988 soll es auch tatsächlich einen Nestbau gegeben haben, seither aber nie wieder. Man könnte meinen, es war ein frühes Omen für das alte, kleine Dorf - Karower Geschichten...
Bereits 1950 wurde ein Anglerverein gegründet. Die Ortschronik weiß nicht viel Interessantes zu berichten. An der Leistener Lanke, dem südöstlichen Rand des ehemaligen Karower Gemeindegebietes, errichteten Karower Angler 1970 einige Bootsschuppen. 1989, am Ende der DDR-Zeit, hat der Verein 127 Mitglieder. 2004 hat sich die Mitgliederzahl fast halbiert: noch 70 Mitglieder hat der seit 1991 „Anglerverein Waldseen Karow“ heißende Verband, darunter drei Frauen. 1993 haben sich die Quetziner Angler mangels „Größe“ dem Karower Anglerverein angeschlossen.
Der Verein besteht auch heute noch, ebenfalls mit inzwischen weniger Aktiven. Genutzte Gewässer sind die Schneiderkuhle (Großer und Kleiner Rederank), Lebersee, Schwarzer See sowie der Drewitzer See im Bereich einer Bootsanlegestelle. Der einstmals ebenfalls „bewirtschaftete“ Beber- bzw. Lembcke-See nördlich Karows befindet sich heute in privater Hand und ist kein Vereinsgewässer mehr. Dieser war mit der Schneiderkuhle einst Austragungsort des „legendären“ Vereins-An- und -Abangelns. Spektakulärster Fang der Karower Angler war jedoch ein fast kindsgroßer Hecht im Schwarzen See anno 1982.
In der noch jungen DDR wurde in Karow die Betriebssportgruppe (BSG) „Traktor“ ins Leben gerufen. Tragende Säulen sind die Sektionen Fußball und Reitsport, Trägerbetrieb des dörflichen Sports ist das VEG.
Bereits in den 1960er Jahren konnte Karow zahlreiche erfolgreiche Reitsportler vorweisen. Die Basis, vortreffliche Pferde, stellt das Gut. Die Pferdesportsektion veranstaltet auf den Betriebsfestspielen des VEG und den traditionellen Dorffestspielen Springturniere. Der Nachwuchs wird in einer intensiv trainierten Kinder-Voltigiergruppe herangeformt. Mit etwa 40 Mitgliedern und 19 Pferden gründet sich 1990 nach dem Ende der BSG aus ihr der Reit- und Fahrverein Karow. In Karow wurden Landesmeisterschaften der Senioren im Dressur- und Springreiten vor mehreren tausend Zuschauern ausgetragen. 1992 bspw. reisten 75 Vereine mit 138 Reitern und 225 Pferden an. Inzwischen ist es sehr ruhig geworden um den Verein, es gibt keine Veranstaltungen mehr in Karow, aber er ist noch am Leben.
Sehr aktiv wird in Karow auch heute noch Fußball gespielt auf dem Platz zwischen Schloss, Gut und Bundesstraße auf einer Fläche des früheren Gutshofes, ehemals Reitplatz des Gutsherrn Schlutius. Bekannt ist der örtliche Verein mindestens seit der Saison 1951/52, als die BSG Traktor Karow Kreismeister der unteren Kreisklasse wurde. 1960 nach stetig steigendem Sportsgeist und –erfolg kann schließlich auch der Kreismeistertitel nach Karow geholt werden. Stetig behauptet sich die Herrenmannschaft weiter auf den vorderen Plätzen, auch mit einigen personellen Umbrüchen. Die Jugendmannschaft wird 1966 Herbstmeister. Kleiner örtlicher Konkurrent war der SV Vorwärts, die Sportgemeinschaft des nahen „Objekts“. Doch als der Karower Fußball sich in den 1970ern mehrfach „neu formieren“ muss, können entstandene Lücken mit Spielern des einstigen Konkurrenten aufgefüllt werden. 1974 standen letztmals zwei Karower Mannschaften aus zwei Karower Vereinen auf der Spieltafel.
Erst 1995 gründet sich nach der „Wende“ ein neuer Club, der Sportverein (SV) Karow. Auch wenn man sich von Anfang an intensiv um die Jugendarbeit kümmert, plagen die Fußballer fortwährend und bis heute personelle Sorgen. Spielerisch bleibt der Erfolg aber überwiegend erhalten, die Karower behaupten sich, sogar Aufstiege wären mehrfach möglich, aber substanziell für einen Dorfverein zu belastend gewesen. Seit 2002 verfügt der Verein über sein eigenes Vereinsheim am Platz, am Standort der einstigen Betriebsfeuerwehr. Gelegentlich sieht man dort bis heute auch eine kleine Schar junger Cheerleaderinnen üben, um "ihren" Verein bei den Spielen eindrucksvoll zu unterstützen. Die Spiele sind das letzte große Ereignis im Dorf, zu dem sich noch zahlreicher Einwohner zusammenfinden - viel mehr ist leider einfach nicht mehr los.
Aus der einstigen Betriebssportgruppe geht 1990 auch der Landsportverein Karow hervor, in dem ausschließlich Volleyball gespielt wird. Zur Gründung zählt der LSV 31 Mitglieder, eine gemischte Volkssport und eine Herrenmannschaft entstehen, schnell auch eine Jugendmannschaft. Trainiert wird nahezu täglich in der Sporthalle der Liebknecht-Schule. Um die Jahrtausendwende spielen über 40 Karowerinnen und Karower im Verein. Heute stehen Sporthalle und Schule nicht mehr und der Landsportverein scheint nicht mehr zu existieren.
Aber es geht auch musikalisch zu in Karow. 1952 formierte sich eine Schalmeienkapelle im Ort, die schnell über die Grenzen der Gemeinde Bekanntheit erlangte. Sie ist viel unterwegs zu zahlreichen Auftritten in der Region. Aus ihr entsteht 1980 das Blasorchester Karow, das 1993 ins gesamtdeutsche Vereinsregister aufgenommen wird. Auftritte sind weit seltener geworden, aber dem Vernehmen nach wird auch heute noch in Karow Blech geblasen. Von 1957 bis 1968 gibt es auch einen Chor im Dorf mit bis zu 45 Sängerinnen und Sängern. 1984 wird er wiederbelebt, um die Jahrtausendwende treten etwa 15 Karower im Ort und außerhalb auf kleinen Veranstaltungen auf. Da hat der viele Jahre parallel existierende Schulchor bereits ausgesungen. Doch auch um den ‚großen’ Chor scheint es heute sehr ruhig geworden zu sein.
Sehr aktiv ist auch noch immer der 1990 gegründete Karow-Lübzer Modellbahnclub, der sein Domizil unübersehbar im Gebäude des ehemaligen Jugendclubs am Schloss gefunden hat. Die Ursprünge reichen sogar bis in das Jahr 1982 zurück, der Club ist Nachfolger der AG 8/23 des Deutschen Modellbahnverbandes der DDR. Er ist mit etwa 20 Mitgliedern hin und wieder auf Ausstellungen und Messen vertreten und hell erleuchtete Fenster an späten Abenden (insbesondere an Montagen) zeugen von Aktivität. Seit dem Schuljahr 2009/10 betreut der Klub einen Kurs Modelleisenbahn und Modellbau an der Regionalen Gesamtschule in Plau am See.
Ab 1999 gab es Bestrebungen zur Gründung eines Heimatvereins. Diese blieben jedoch bereits im Ansatz weitestgehend stecken, es fanden sich kaum Förderer und Unterstützer. Seit 2001 hat niemand mehr öffentlich und/oder laut darüber gesprochen, es gab auch keinen weiteren Versuch mehr.
Ermittlung der Final-Koordinate
Gratulation, Du hast bis hierher durchgehalten - das soll belohnt werden! Aber: Wie es sich für einen Multi-Geocache gehört findest Du an den veröffentlichten Koordinaten kein Logbuch. Von der Enttarnung der Final-Koordinaten trennt Dich die Überwindung zweier "Etappen" bzw. Lösung zweier Aufgaben. Im ersten Schritt wirst Du ein paar kleine Ermittlungen anstellen müssen, um eine Koordinate zu erhalten (Stage MP). Sie ist noch nicht die Lösung, sondern notwendig und sehr hilfreich, um im zweiten Schritt herauszufinden, wo sich der gesuchte Geocache tatsächlich genau befindet (Stage FN).
Aufgabe 1: Ermittlung einer Mittelpunkt-Koordinate (MP)
An den veröffentlichten Koordinaten befindet sich die Zufahrt zur einstigen Betriebsfeuerwehr des VEG und Du siehst heute am selben Ort auf das Vereinsheim des glorreichen "SV Karow". Deine erste Aufgabe kannst Du nur hier in der Umgebung erfüllen, um in der folgenden Koordinate einige 'unpassende' Buchstaben durch Zahlen zu ersetzen:
N 53° 32.ABC E 12° 15.XYZ.
- Vor Ort am Vereinsheim des "SV Karow" siehst Du ein großes Logo. Darauf sind auch mehrere Worte zu lesen. Die Anzahl der Worte ist A.
- In Karow und nahezu deutschlandweit werden einmal in der Woche (mitunter auch nur alle 2-4 Wochen) die zumeist mechanischen Sirenen der Feuerwehren einer Probe unterzogen, in der Regel ein 15-sekündiger Dauerton. Am wievielten Tag der Woche (Montag = 1) zu welcher Uhrzeit (nur die Stunde) findet die Sirenenprobe statt? Addiere beide Zahlen und erhalte BC.
- Neben dem Vereinsheim befindet sich vor Ort auch der Fußballplatz. Wieviele Flutlichtmasten hat er? Wirf nun nochmals einen Blick auf das Logo des Vereins, wieviele Landmaschinen und wieviele Personen siehst Du darauf? Addiere die drei Zahlen und heraus kommt X.
Jetzt nochmal gut aufpassen für die letzte kleine Aufgabe! Am Vereinsheim unter dem betrachteten Vereinslogo siehst Du in den Fenstern viele Pokale stehen. Zähle sie, aber wirklich nur in den Fenstern der Hausfront mit dem Vereinslogo. Die Anzahl multiplizierst Du mit A. Vom Ergebnis wiederum ziehst Du die Anzahl der Einsätze der Karower Feuerwehr wegen Sturmschäden in den Jahren 1994 bis 1997, soweit sie in der Chronik des Brandgeschehens in Karow verzeichnet sind, ab. Dein Endergebnis liefert Dir YZ.
Jetzt nicht gleich loshetzen, an Deiner ermittelten Koordinate findest Du nichts außer grüner Wiese, sie ist nur ein "Zwischenergebnis". Möchtest Du Dein Zwischenergebnis auf Richtigkeit testen, so nutze dafür entweder www.geochecker.com oder www.geocache-planer.de.
Aufgabe 2: Aufklärung der Final-Koordinate (FN)
Die Koordinate, die Du "aufgelöst" hast, ist eine sog. Mittelpunkt-Koordinate. Auf einer Geraden vom Start zum Final markiert sie den Mittelpunkt. Somit kannst Du also im Prinzip die Entfernung und Himmelsrichtung des Finals bestimmen. Der einfachste Weg, um fortzufahren: Nimm Dein Tablet/Smartphone, einen Edding und ein Lineal zur Hand. Rufe die Geocaching-Karte auf, Deine ermittelte Koordinate sollte in der Mitte sein und das Fragezeichen dieses Caches links am Rand. Mit dem Edding machst Du einen fetten Punkt auf dem Bildschirm, wo sich die Mittelpunkt-Koordinate befindet. Dann ziehst Du mit Hilfe des Lineals eine Linie vom Fragezeichen zum dicken Punkt und verlängerst die Gerade auf die doppelte Länge. Wenn Du genau gearbeitet hast, dann markiert das Ende der Geraden dort, wo sich der Geocache befindet.
Natürlich kannst Du auch einen anderen Weg zur Zielfindung nutzen, findige Geocacher/-innen verfügen über viel Hirnschmalz und zahlreiche Tools. Du kannst die Strecke auch einfach geradeaus laufen, moderne Technik macht's ja möglich. Da hierbei aber eine Bundesstraße mit Seitengräben, Bäume und Hecken, Zäune und das eine oder andere Gebäude überwunden werden müssen und Landfriedensbruch wahrscheinlich wird, möchte ich diesen Weg keinesfalls empfehlen! Wenn Du Deine Final-Koordinate überprüfen möchtest, steht Dir der Lösungsprüfer ganz am Ende des Listings (ohne Fehlertoleranz, aber zu empfehlen) zur Verfügung, alternativ kannst Du erneut extern www.geochecker.com oder www.geocache-planer.de nutzen (diese gestatten eine leichte Fehlertoleranz).
Anmerkungen zu Deiner Suche am Final
Vor Ort dürfte es keine großen Schwierigkeiten geben. Leider ist vor Cachelegung alles Grünzeug der Umgebung entfernt worden, daher kommt ein leichtes Gefühl von Auffälligkeit auf. Aber keine Sorge, niemand der wenigen Anwohner wird sich sonderlich um Dich kümmern und der Ort Deines Tuns ist völlig unspektakulär. Die Dose ist auch vom Rollstuhl aus erreichbar, es muss kein privater Grund betreten oder Zaun o.ä. überwunden werden. Du findest das Logbuch an einer nicht mehr genutzten Hinterlassenschaft, die wohl noch aus der Zeit stammt, als hier gegärtnert wurde. Jedenfalls wird sie heute nicht mehr genutzt...
Karower Geschichte(n)
"Karow in Flammen" ist Teil der Geocache-Serie "Karower Geschichte(n)" durch das historische Guts- und Bauerndorf Karow im Herzen Mecklenburg-Vorpommerns, am Rande des Landkreises Luswigslust-Parchim, der Mecklenburgischen Seenplatte und des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide. Am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet man das Dorf, seine Geschichte und seine vielfältige grüne Umgebung - und sammelt nebenher ein paar Geocaches. Weitere Informationen zur Runde und eine Übersicht aller zugehörigen Geocaches findest Du im Listing von GC8TK0N "Karower Geschichte(n): Willkommen durch Karow!" oder auf der begleitenden Website zur Runde unter www.rampensau-gc.de/karow.
Ein paar Anmerkungen: Bitte nutze bei motorisierter Anreise die ausgewiesenen Parkplätze in den Listings und bewege Dich von dort zu Fuß weiter. Im Dorf verkehren viele Landmaschinen, die behindert werden könnten, an falscher Stelle geparkt kannst Du schnell Brände auslösen und der Unauffälligkeit ist bei direkter Anfahrt auch nicht sehr geholfen. Serienlogs sind kein Problem, hinterlasse aber bitte mehr als nur ein „TFTC“, das wäre nett. Die Caches sind meist einfach versteckt und auch Geocaching-Nachwuchs wird in Karow auf seine Kosten kommen. Möchtest Du der Runde gerne eine blaue Schleife anbinden (aka Favoritenpunkt vergeben), nutze dafür bitte den Start-Cache zur Runde GC8TK0N "Willkommen durch Karow!".
Willkommen in Karow und viel Erfolg beim Suchen!
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Karow's (hi)stories: Karow on fire
Written fire protection regulations have existed in the region since 1516. In that year, under Herzog Heinrich dem Friedfertigen (Duke Henry the Peaceable), a police order was issued for the city and the country. It also contained regulations on the construction of houses as well as the fire-fighting and fire-fighting equipment to be provided by the citizens. However, several years (and bad fires) passed before Karow had its own fire brigade.
It was not until the 20th century that there was a Karow fire brigade; it grew, expanded its tasks and enriched club and village life in many ways. At the start of your little mystery quest, you will stand in front of Karow's old, first fire station (only the house is no longer there) and your path will lead you to the last location. The Karow fire brigade is also no longer there, like so many other things in the village that have gone with the times. The same is true of the village's club life - or is it not? Let's take a detailed look at the historical firefighting and other reasons for unification in Karow...
Development of the fire brigade in Karow
In the 18th century, the population of Karow increased, and at the beginning of the 19th century Karow became a pure estate village - fire protection was the duty of the estate owners. They had to ensure compliance with the regulations, insure buildings, provide fire extinguishing facilities, take care of damage settlement. Presumably due to some devastating and ultimately expensive fires in previous years, the new tenant farmer Knorre was given strict guidelines by the landowner in 1806:
- the chimneys of the estate shall be cleaned at least quarterly by the chimney sweeper from Bützow
- all fireplaces on the estate are to be inspected monthly with the estate's huntsman
- the inhabitants are to be encouraged to clean the chimneys
- the Landlord's ordinance concerning tobacco smoking is to be complied with
- fire extinguishing equipment is to be kept ready for use at all times
- offenders are to be denounced
However, these regulations were not able to completely stop the fires in Karow. Most of the fires resulted in total loss. Karow did not have its own fire brigade at that time; the nearest one was in Plau, which also had a mobile fire engine.
A fire report is drawn up for each fire, signed by the landowner or a representative. Carpenters and bricklayers were called in to assess the damage, and two representatives of the insurance company, usually landowners in the vicinity, checked the fire extinguishing equipment and fire prevention measures. If these were available and no arson could be determined, the damage was soon reimbursed.
The last newly issued policies for the Brandkasse (fire insurance fund) date back to 1838.The entire estate buildings are insured with 35.300 Reichstalers (2/3 by value). The situation plan and specifications were confirmed by the landowners Beust (of Leisten) and Hartwig (of Daschow), who swore that the buildings were not over-insured and that the prescribed fire extinguishing equipment was available. Around 1840, the then Karow landowner Cleve resigned from the insurance association. All of the following fire insurance files from Karow were destroyed in Rostock during the Second World War. The descriptions of fires in the village recorded in the local chronicles are mainly based on reports and statements from contemporary witnesses.
In 1935, according to written information from contemporary witnesses, an independent estate fire brigade was founded, staffed by workers from the estate. The Karow fire brigade was born. The fire chief was the blacksmith Gloede, the engine driver was the employee Berg. Unfortunately, this is all that is known about the first fire brigade of Karow. In 1948, it became the company fire brigade of the now Volkseigenes Gut (People's Owned Estate), the VEG Karow. Companies with more than 100 employees in the young GDR were obliged to have their own fire brigade. The blacksmith Gloede remained as fire chief until 1961.
A "TS 8" fire engine on a self-built trailer was initially the only large piece of equipment after the change of name to a company fire brigade, later another fire engine was added on a single-axle trailer. It was not until 1960 that the company was able to move into its own fire station, built by apprentices from Bau-Union Schwerin on the site of today's clubhouse of the Sportverein Karow (Karow sports club). The target strength of the company fire brigade at that time consisted of two fire brigades with 21 men each. The VEG's locksmith apprentices were "conscripted" from 1962 onwards, presumably to fill the ranks in accordance with the law. Work was also done on the next generation of fire fighters; even in the early GDR, a Pionierfeuerwehr (pioneer fire brigade) working group was set up at the Karow school.
In 1969, the municipal administration and the VEG agreed that the company fire brigade would henceforth also carry out fire protection checks in the village. Up to now, the fire brigade's work was mainly limited to the VEG's estate and operations. In March 1989, the following was agreed: "The company fire brigade fights fires in the village. It carries out fire safety inspections once a year in the households and every two years in the 8 public facilities of the community. The council of the municipality pays 600 M [Note: Marks] annually to the company fire brigade." In this year there are 20 firemen and 5 firewomen in Karow, but the latter only since 1988. The fire chiefs change only twice over the decades of the GDR, as mentioned in 1961 and then again in 1983.
In accordance with the Einigungsvertrag (German Unification Treaty) and the Kommunalvermögensgesetz (Municipal Property Act), the company fire brigade became the responsibility of the municipality in 1991, together with a boiler house built a few years ago between the geocaches "Schloss Karow", "Liebknecht's Neue" and "Webermoor-Karree". The last fire chief from GDR times remained in his position until 1996. In 1997, the fire brigade moves into the converted boiler house and a youth fire brigade is founded with 15 members. In 2001, the 10th anniversary of the Freiwillige Feuerwehr Karow (Karow Volunteer Fire Brigade) is celebrated with an "Open House Day". On this occasion, a new fire engine is ceremoniously handed over. At this time, the "adult" fire brigade still has 15 active members, plus one reserve and two honorary members. At the beginning of the millennium, the number of new recruits increases considerably. The last new addition to the equipment pool is recorded at the end of 2003: A portable pump of the type "TS 3".
And today? In 2010, the community of Karow lost its independence and became part of the town of Plau am See. The Karow fire brigade, which had shrunk considerably in the meantime, was soon affiliated with the Plau fire brigade, and the Karow fire station was closed. Today, the boiler house and its annexes are used as a community centre for "technical" work in the village, partly also privately. However, its former use is still clearly recognisable: visible to passers-by on the way towards the castle park and audible once a week to all Karow residents.
The fire station from the GDR era no longer stands today; the clubhouse of the Karow Sports Club is located here between the geocaches "Willkommen durch Karow!" and "Gutswirtschaft Karow". The area where the community centre stands and where you will find the geocache was characterised by numerous greenhouses well into the last century. The estate's nursery was greatly expanded during the Schlutius era - orchards stretched all the way up to the estate's water tower - and was restructured several times during the GDR. The construction of today's main road in the 1960s cut it off from the old estate. You can find out more about them at the "Gutswirtschaft Karow".
Club life in Karow over the last 100 years
As promised, we will take a very brief look at the "colourful" club community life in Karow. This part of Karow's (hi)stories should not go unmentioned as well. And where in the now well "geocaching serviced" village would they be better told than on the way from the football club to the volunteer fire brigade?
In "grey old times" there was a warriors' association in the village, but it is unknown when and how long it existed. In 1929, a war memorial was erected in the village in response to its influence, very close by on the way to the geocaches "Liebknecht's Neue" and "Karow in Flammen" between Dorfstraße (today Karl-Liebknecht-Straße), Schulstraße (today Zum Wasserturm) and Plauerhäger Straße. It was maintained until 1975 by the estate's gardening department, apprentices and schoolchildren in the village, and then soon demolished.
A memorial stone with the inscription "The dead admonish the living - to the victims of war and violence" can be found at the same place since 1997. Karow citizens traditionally gather in front of the memorial stone on Volkstrauertag (National Remembrance Day). The warriors' association no longer existed in GDR times, but a rich club life developed in the village, more oriented towards peace-loving activities.
"With each other - For each other" has been the motto in Karow since 1945, when a local group of the Volkssolidarität (People' Solidarity Association) was founded. Its main tasks are to promote culture in the village and to care for the elderly. Membership was high during the GDR period, but fell rapidly after the German Unification, and members are literally dying out. As a provider of social and cultural institutions in the region, the Volkssolidarität ran, for example, the children day-care centre in the Dorfstraße until it was closed down. To this day, members of the association over 70 years old receive a small gift on their birthdays and personal anniversaries.
18 beekeepers from Karow founded a Karow branch out of the Plau Beekeepers' Association in 1969. In 1984, beekeepers from Neu-Poserin and Quetzin also joined, and 24 united beekeepers take care of about 250 bee colonies. The peak year is 1983 with an average of 31.6 kilograms of honey per colony. In 1990, the association is re-established, but only five members remain, who, nevertheless, also maintain international contacts and are represented at trade fairs. The association seems not longer exist today, but this is uncertain right now.
In 1978 an allotment garden section was founded in the east-german federation of allotment gardeners, settlers and small animal breeders. It was based in a home for allotment gardeners built at the beginning of the 1980s at Schulstraße, there was also a sales point for gardening supplies for a few years. Four areas with allotment garden colonies developed in Karow within the first years, which were managed by the association.
The Karow section is the forerunner of the allotment garden club "Storchennest" (stork nest), founded in 1990, which in 1997 had a total of 90 members in its four garden colonies. But already in 2001 and 2002 the colonies "Güstrower Chaussee" and "Alte Malchower" (old Malchow landroute) disappeared for lack of demand and cultivation. In the remaining association gardens "Fasaneninsel" (Pheasant Island) at the square estate water tower and "Storchennest" at the round railway water tower, 52 of 61 plots were still being cultivated in 2004, with a downward trend. Both colonies still exist today, but the garden festival, which was still held annually at that time, no longer takes place.
Incidentally, the name of the allotment garden site refers to a nesting aid for storks that was erected in the 1980s. It is said that a nest was in fact built in 1988, but never again afterwards. This could probably be seen as an omen for the old, small village - Karow stories...
An anglers' club was founded as early as 1950. The local chronicle does not have much interesting to report. At Leistener Lanke, the south-eastern edge of the former Karow municipal area, Karow anglers built a few boat sheds in 1970. In 1989, at the end of the GDR era, the club had 127 members. In 2004, the number of members almost halved: the association, which has been called "Anglerverein Waldseen Karow" (Anglers' Club Forest Lakes Karow) ) since 1991, still has 70 members, including three women. In 1993, the anglers from Quetzin joined the Karow Anglers' Association due to a lack of "size".
The association still exists today, but with fewer active members. The waters used are the Schneiderkuhle (also named Großer Rederank and Kleiner Rederank), Lebersee, Schwarzer See and the Drewitzer See in the area of a boat landing site. The Bebersee (Lembckesee) north of Karow, which were once also "managed", is privately owned now and no longer a club fishing water. Together with Schneiderkuhle, it was once the venue for "legendary" club angling and fishing events. The most spectacular catch of the Karow anglers, however, was a pike almost the size of a child in the Schwarzer See (Black Lake) in 1982.
In the still young GDR, the BSG "Traktor" (Company Sports Club Tractor) was founded in Karow. The main pillars are the football and equestrian sections; the supporting company for village sports is the VEG.
Karow already had numerous successful equestrians in the 1960s. The people's owned estate provides the "basement": excellent horses. The equestrian section organised jumping competitions at the VEG company festivals and the traditional village festivals. The next generation is formed in an intensively trained children's vaulting group. After the end of the BSG in 1990, the Karow Riding and Driving Club was founded with about 40 members and 19 horses. State championships for seniors in dressage and show jumping were held in Karow in front of several thousand spectators. In 1992, for example, 75 clubs came with 138 riders and 225 horses. In the meantime it has become very quiet around the club, there are no more events in Karow, but the club is still alive.
Football is still played very actively in Karow on the field between Karow Castle, Gut Karow and the Bundesstraße (federal road) on an area of the former estate, the riding arena of the landowner Schlutius. The local club has been known at least since the 1951/52 season, when the BSG Traktor Karow became district champions in the lower district division. In 1960, after steadily increasing sporting spirit and success, the district championship title was finally brought to Karow. The men's team continued to hold its position at the top of the league, even with a few changes in personnel. The youth team became autumn champions in 1966. A small local rival was the Sportverein Vorwärts (Sports Club Forwards), the football club of the nearby barracks called "Objekt". But when Karow football had to "regroup" several times in the 1970s, the gaps were filled with players from the former rivals. 1974 was the last time two Karow teams from two Karow clubs were on the scoreboard.
It was not until 1995 that a new club was founded after the "Wall had fallen", the SV Karow. Even though the youth work was intensively taken care of right from the start, the footballers are still plagued by personnel problems. In terms of play, however, the success is mostly maintained, the Karow team holds its own, even going up in the leagues would have been possible several times, but it would be too much of a burden for a small village club in terms of substance. Since 2002, the club has had its own clubhouse on the square, on the site of the former company fire brigade. The games are the last big event in the village where a larger number of residents still come together - unfortunately, there is simply not much else going on.
In 1990, the BSG Traktor also gave rise to the LSV Karow (Karow Country Sports Club), in which volleyball is played exclusively. At the time of its founding, the LSV had 31 members, a mixed people sports team and a semi-professional men's team were formed, and soon a youth team as well. Training takes place almost daily in the gymnasium of the Liebknecht School. At the turn of the millennium, more than 40 Karow residents were playing in the club. Today, the sports hall and the school no longer remain and the country sports club no longer seems to exist, too.
In 1952, a shawm band was formed in the village, which quickly became known beyond the borders of the municipality. In 1980, it became the Karow Wind Orchestra, which was entered in the register of associations in 1993. According to some typical noised heared sometimes, brass instruments are still played in Karow today.
The village also had a choir from 1957 to 1968 with up to 45 singers. In 1984 it was revived, and at the turn of the millennium about 15 people from Karow performed at small events in the village and outside. By then, the school choir, which had existed in parallel for many years, had already stopped singing. But even the 'big' choir seems to have become very quiet today.
The Karow-Lübz Model Railway Club, founded in 1990, is still very active and has unmistakably found its home in the building of the former youth club near the castle. The origins even go back to 1982, the club is the successor of the AG 8/23 of the German Model Railway Association in the GDR. With about 20 members, it is represented at exhibitions and fairs from time to time, and brightly lit windows late in the evening (especially on Mondays) bear witness to activity. Since the 2009/10 school year, the club has been running a course in model railways and model making at the Regional Comprehensive School in Plau.
From 1999 onwards, there were efforts to establish a local history society. However, these "got stuck in the buds" and since 2001 no one has spoken about it publicly and/or aloud.
Determination of the final coordinates
Congratulations, you've made it so far - that should be rewarded! But: As befits for a multi stage geocache, you won't find anything at the published coordinates. The revealing of the final coordinates is dependent on solving two tasks. In the first step, you will have to do some small investigations to get a coordinate. It is not yet the solution, but it is necessary and very helpful to find out in the second step where exactly the geocache you are looking for is located.
Exercise 1: Determining a centre point coordinate (Stage MP)
Please go to the published coordinates. You are standing at the entrance to the former company fire brigade of the VEG and are now looking at the clubhouse of the glorious "SV Karow". You can only complete your first task here, namely to replace some 'unsuitable' letters with numbers in the following coordinate:
N 53° 32.ABC E 12° 15.XYZ.
- On site at the club house of the "SV Karow" you see a big logo. You can also read several words on it. The number of words is A.
- In Karow and almost all over Germany, the mostly mechanical sirens of the fire brigades are tested once a week (sometimes only every 2-4 weeks), usually a 15-second continuous tone. On what day of the week (Monday = 1) at what time (only the hour, 24-hours-system) does the siren test take place? Sum up both numbers and get BC.
- Next to the club house, there is also a football field. How many floodlight poles does it have? Now take another look at the club's logo, how many agricultural machines and how many people do you see on it? Sum up the three numbers and the result is X.
- At the club house below the club logo you see many trophies in the windows. Count them, but really only in the windows of the house front with the club logo. Multiply the number of cups with A. Subtract from the result the number of agricultural machines you saw on the club logo. Your final result is YZ.
Don't rush off now, you will find nothing but green meadow at your coordinate, it is only an "intermediate result". If you want to test your result for correctness, you can use www.geochecker.com or www.geocache-planer.de.
Exercise 2: Solving the final coordinate (Stage FN)
The coordinate you have "calculated" is a so-called midpoint coordinate. On a straight line from the start to the final, it marks the midpoint. You will already have a way of finding the target in your pocket, resourceful geocachers have a lot of brain power and numerous tools at their disposal. You can also simply walk straight ahead, modern technology makes this possible. However, as this involves crossing a main road with side ditches, trees and hedges, fences and some building, likely involving trespassing, I would not recommend this route at all! If you want to check your final coordinate, you can use the solution checker at the end of the listing, alternatively you can use external www.geochecker.com or www.geocache-planer.de.
Notes on your search at the final
There should be no major difficulties on site. Unfortunately, all the greenery in the area was removed before the cache was laid, so there is a slight feeling of conspicuousness. But don't worry, none of the few residents will be particularly concerned about you and the location of your activities is completely unspectacular. The box is also easily accessible from a wheelchair, you don't have to enter any private property or climb a fence or similar. You will find the logbook on a no longer used "legacy", which probably dates back to the time when gardening was done here. In any case, it is no longer used today...
Karow's (hi)stories
"Karow's (hi)stories: Karow on fire" is part of a geocaching tour through the village Karow in the heart of Mecklenburg-Western Pomerania, on the edge of the Mecklenburg Lakes Area and the Nossentin/Schwinz Heath Nature Resort. The best way to explore the village, its history and surroundings is on your own feet or by bicycle. Further information about the round and an overview of all related geocaches can be found in the listing site of GC8TK0N "Karower Geschichte(n): Willkommen durch Karow!" or on the website for this geocaching roundtrip at www.rampensau-gc.de/karow.
A few last comments: Please use the parking areas in the listings for getting there motorized and move on from there by feet. In the village there are many agricultural machines that could be obstructed, parked in the wrong way can quickly start fires and for inconspicuousness it's not very helpful. Serial logs are not a problem, but please leave more than just a “TFTC”, that would be nice. If you would like to spend a blue ribbon for the tour (aka assign a favorite point), please use the start-geocache GC8TK0N "Welcome through Karow!".
Welcome to Karow and good luck!