
DIE LEGENDE VON BUTCH CASSIDY...
...und seiner Bande – der Wild Bunch – besagt, dass Butch, mit bürgerlichem Namen LeRoy Parker mit Harry Longabough alias "Sundance Kid" nach Südamerika geflohen, unter geheimnisvollen Umständen gestorben und im bolivianischen Bergarbeiter-Ort San Vincente verscharrt worden sein soll. Beweise dafür gab es nie. In Wirklichkeit haben sich die beiden nämlich mit ihren drei Kumpanen Will "News" Carver, Harvey Logan alias "Kid Curry" und Ben "The Tall Texan" Kilpatrick klammheimlich in eine ganz andere Richtung abgesetzt, als ihnen die Luft in den Staaten zu bleihaltig wurde.
Lange suchten sie eine wilde und gesetzlose Gegend, die sie an ihre Heimat, den Wilden Westen, erinnern sollte. Diese fanden sie schließlich – wie sollte es anders sein? – auf der Schwäbischen Alb und verbrachten hier als alte, aber nicht weniger gefährliche Männer den Rest ihrer Tage. Die Prärie war weit, die Wölfe selten, aber hungrig. Die einheimische Bevölkerung begegnete Fremden schroff und abweisend, wer seine Nase in die falschen Dinge steckte, wurde schnell einen Kopf kürzer gemacht – besonders "Neigschmeckte". Das Klima war hart, die Winter frostig, selbst Gesetzlose unterlagen der Kehrwoche und die Sherriffs mieden die Gegend wie der Teufel das Weihwasser. Sogar eine einsame Eisenbahnlinie gab es, die man überfallen konnte ("Butch Cassidy's Wild Bunch"). Ein idealer Ort also für die Banditen.
Einen offiziellen Parkplatz in der Nähe gibt es nicht, vermutlich kommst du ohnehin mit dem Pferd. Am Besten startest du an dem angegebenen Wegpunkt. Die Wild Bunch entdeckte ihre heranschleichenden Feinde übrigens an deren Schmerzensschreien – denn auf dem ganzen Gelände gibt es Unmengen von Brennesseln. Falls du also nicht auffliegen willst, empfielt sich dringend eine lange Hose. Für die kleine Runde wirst du wohl etwa ein bis zwei Stunden benötigen.

Achtung: Im Gegensatz zum Wilden Westen gibts im Wilden Süden ein paar Regeln, die man ohne wenn und aber einhält: Solange auf den Wiesen Schafe oder Kühe sind, geht der Cache nicht! Dann bitte ein anderes Mal wieder kommen. Der Bauer und der Schäfer haben (noch) nichts gegen Cacher – solange keine Tiere da sind.

Stage 1 – Wanted!
Finde als erstes den Steckbrief, mit dem einst nach der Wild Bunch gesucht wurde. Du entdeckst ihn am alten Wagen der Bande, mit dem sie ihre Beute transportierten (und andere Dinge, von denen man lieber nichts wissen will). Auf dem Steckbrief kommt nur eine Ziffer zwei mal vor. Diese Ziffer ist A.

Stage 2 – Carver's Nuggets
Über Will "News" Carver ist nicht viel bekannt. Er war stets verschlossen und eigenbrötlerisch. Er lachte selten und war ganz bestimmt kein geselliger Typ. Dafür war die Inbrunst legendär, mit welcher er sein kriminelles Handwerk betrieb. In seiner unstillbaren Gier nach Gold und Dollars zweigte er heimlich immer wieder etwas von der gemeinsamen Beute ab und versteckte es. So vergrub er einige große Goldnuggets unter einem seltsamen Baum. Er kam jedoch nie dazu, sie zu verkaufen und nach seinem Tod wusste niemand von ihrer Existenz. Erst als der Baum umgestürzt ist, kamen die Nuggets wieder zum Vorschein. Die Anzahl der Nuggets ist B.

Stage 3 – Hang 'em higher
Die mit allen Wassern gewaschenen Banditen des Wilden Westens unterschätzten die Älbler des Wilden Südens. Mit der Zeit wurden denen die Raubzüge der Bande zu bunt. Denn der Schwabe trennt sich generell ungern von seinem Hab und Gut. Schon gar nicht unfreiwillig. Irgendwann konnten ein paar aufgebrachte Gächinger den Tall Texan erwischen. Schnell wurde ein Strick über einen Ast geworfen und um den Hals des großen Texaners gelegt, der auf seinem Pferd saß. Die Gächinger gingen von dannen und vertrauten darauf, dass das Pferd schon weglaufen würde. Was sie nicht bedachten, war die schiere Größe des Texaners, der auch ohne Pferd geradeso mit den Zehen auf den Boden kam und sich befreien konnte. Am Fuße des Galgenbaumes kritzelte der Texaner sogleich die Namen seiner Peiniger auf einen Stein, um sich später an ihnen zu rächen. Die Anzahl dieser Älbler ist C.

Stage 4 – Eine Frage der Ehre
Die nächste Lösungszahl bekommst du geschenkt: D = 9. Du darfst sie aber nur verwenden, wenn es dir bei deiner Banditenehre gelingt, ein Hufeisen aus drei Metern Entfernung um den im Boden steckenden Eisenstab zu werfen. Mit dieser Beschäftigung verbrachte die Wild Bunch nämlich ganze Nachmittage. Du findest alles zusammen an der angegebenen Koordinate. Ach ja – nur wenn du ehrlich spielst, bringt dir das Hufeisen Glück. Falls ihr eine Gruppe seid: Einer reicht – und der hat natürlich gewonnen!

Stage 5 – Rauchende Colts
Wenn ein hartnäckiger Älbler wieder einmal nicht damit herausrücken wollte, wo er seinen geheimen Sparstrumpf versteckt hatte, fesselten ihn die Banditen an einen alten, mit einem Schafschädel markierten Baum. Der ständig betrunkene, aber dennoch recht zielsichere Kid Curry machte sich einen Spaß daraus, mit seinem 45er Colt rings um den Kopf des Widerspenstigen herum Löcher in den Stamm zu schießen, bis dieser auspackte. Noch heute stecken ein paar Kugeln im Baum. Die Anzahl der Kugeln ist E.

Stage 6 – Der Unterschlupf
Finde den gut versteckten Unterschlupf der Bande und schau dich dort genau um. Welcher der fünf Banditen hat die meisten Älbler ausgeraubt. Wie viele hat der Kerl auf dem Kerbholz? Die Anzahl der von ihm Überfallenen ist F.

Stage 7 – Butch's Geliebte
Die strammen Kerle aus dem Westen fielen den Mädchen der umliegenden Albdörfer natürlich auf. Die Bad Boys mit den dicken Colts machten mächtig Eindruck, auch wenn – oder gerade weil – sie keine Ahnung von Grombiera ond Moschtepfl hatten. Aber einlassen durfte man sich mit "dem Ami" natürlich nicht. Zumindest nicht offiziell. Dennoch gewann ein taffes Mädel aus Ohnastetten das Herz von Butch. Sie trafen sich heimlich an einem zweigeteilten Baum. Seine beiden Stämme waren für sie ein Symbol, denn diese waren sich immer nahe, und doch getrennt. Denn obwohl sie viel besser zu den Banditen passte (sie soff einige von ihnen mit Moscht unter den Tisch und gewann regelmäßig beim Gaigel), musste sie schlussendlich einen Älbler heiraten. Vielleicht findest du den geteilten Baum und den Namen der Liebsten. Die Anzahl der Buchstaben ihres Namens ist G.

Stage 8 – Hole in the Wall
Einst in Wyoming trieb die Wild Bunch ihr Unwesen als Teil der berüchtigten Hole-in-the-Wall Gang, die sich nach ihrem Unterschlupf am gleichnamigen Pass benannte. Eine solche Felswand gibt es hier zwar nicht, aber immerhin ein eigenartiges Hole. Darin hat Sundance Kid seinen zweitbesten Freund versteckt (sein drittbester war Butch und sein allerbester sein Revolver). Finde den "Freund" und mit der darauf eingravierten No. hast du dann auch die Zahl H entdeckt.
(Achtung: Leider ist der Gegenstand von Muggeln geklaut worden. Bis Ersatz da ist, gibt's die Lösungszahl umsonst: H = 7)

Stage 9 – Unheilige Erde
Schlussendlich kümmert sich der Älbler am liebsten "om sei oigene Sach". Und so wurde die Wild Bunch in Ruhe gelassen, nachdem sie nur noch in weiterer Entfernung ihr Unwesen trieben. Sie lebten hier, bis sie als alte Männer eines natürlichen Todes starben. Aber auf dem Dorffriedhof wollte man sie dann doch lieber nicht haben und begrub sie deshalb an einem vergessenen Ort. Finde ihre Gräber, die dir die letzte Zahl I verraten.

The End
Die fünf Mitglieder der Wild Bunch hielten bis zum Ende zusammen, wie Pech und Schwefel. Vertraut haben sie sich gegenseitig aber nie ganz. So hatte jeder ein geheimes Versteck für seine Wertsachen. Die Kiste von Butch wurde nie entdeckt. Vielleicht findest sie ja du bei
N 48°26.[H-A][F-B][C+G]' E 9°23.[D-G][A-I][E-G]'
