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Blauer Qualm - Reloaded Traditional Cache

Hidden : 4/24/2021
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


An dieser Stelle gab es schon einmal einen Tradi von uns. Leider wurde dieser regelmäßig von Wespen als Brutstätte genutzt, weswegen wir uns entschlossen haben ihn zu archivieren. Da es leider nur noch sehr wenige dieser Gebäude in dieser Gegend gibt, haben wir uns entschieden, den Cache in neuer Form auferstehen zu lassen. Der Petling befindet sich NICHT am oder im Vogelhaus!!!!!!!


Blauer Qualm (reloaded)

 

 

 

Aus der Geschichte:

Das Einzige und dadurch wichtige Zusatzeinkommen bot den Landwirten in Moos der Anbau von Sonderkulturen, die zum Verkauf bestimmt waren. Dies waren seit dem 16. Jahrhundert Flachs und immer wichtiger Hanf. Auch in der ersten Hälfte des 19. Jhr. wurde in Moos immer noch Hanf angebaut. Diese Sonderkultur verlor aber nach 1860 immer mehr an Bedeutung, weil die Hanffaser durch billigere importierte Baumwolle ersetzt wurde. Dies bedeutete das baldige Aus für die Mooser Hausweber, die es um 1850 noch gab. Damit war vor allem für die Kleinlandwirte eine zusätzliche Einkommensquelle versiegt.

Nachdem der Anbau von Zichorie nur kurzfristig für Ersatz sorgen konnte, begann man mit dem Anpflanzen von Tabak, was sich, wie für viele Gemeinden am Oberrhein, auch für Moos, zum wahren Renner entwickelte. Bis in die 50 Jahre des vergangenen Jahrhunderts bildete das Tabakgeld die wichtigste Bareinnahme der Bauern von Moos.

Jeder Landwirt vor Ort war damals auch Tabakbauer, die Größe des Anbaukontingents wurde jedem Landwirt zugeteilt. Auch die Sorten waren vorgeschrieben. Zunächst wurde der Tabak gebündelt unter den heimischen Dachvorsprüngen zum Trocknen aufgehängt.

Später bekam jeder Tabakanbauer durch die jährliche Auslosung seine Fläche im Tabakschuppen zugeteilt. Die waagerecht angebrachten und schließbaren Aussenjalousien erlaubten eine kontrollierte Belüftung während der Trocknungsphase und sorgten auch bei Windstille für einen guten Durchzug im Schuppen. Bei Nebel und feuchter Witterung wurden die Jalousien geschlossen, damit der Tabak geschützt blieb.

Ab der Mitte des letzten Jahrhunderts ging der Tabakanbau stetig zurück. Besonders die auftretende Blauschimmelkrankheit sorgte für einen plötzlichen Rückgang der Anbauflächen. Der Verkauf des Tabaks erfolgte schließlich für die umliegenden Gemeinden zentral beim Feuerwehrhaus in Oberbruch.

(Quelle: Moos im 1900 Jahrhundert)

Diese beiden Tabakschöpfe sind heute städtisches Eigentum und
wurden 2008-09 aufwändig renoviert.

Additional Hints (No hints available.)