Die 220-kV-Leitung Ludersheim–Aschaffenburg–Borken war ursprünglich eine Ende der 1940er Jahre errichtete Drehstrom-Hochspannungsfreileitung zwischen dem Umspannwerk Ludersheim bei Nürnberg, dem Umspannwerk Aschaffenburg und dem Umspannwerk am hessischen Kraftwerk Borken südlich von Kassel.

Sie entstand im Zuge der sich entwickelnden Teilung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg, als Abschnitte der Reichssammelschiene von der sowjetischen Besatzungsmacht unterbrochen wurden, wodurch für die Aufrechterhaltung des Übertragungsnetzes eine neue Verbindung nach Bayern nötig geworden ist. Anfang der 1990er Jahre wurde der Abschnitt zwischen Aschaffenburg und Borken nahezu vollständig demontiert. Nur im nördlichsten Teil werden die Masten für eine 110-kV-Leitung von Borken nach Lauterbach noch verwendet.