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LÜD#9/Der platte Elefant Traditional Cache

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Skruja: Hier endet die Geschichte.

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Hidden : 5/1/2021
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Im Jahre 2020 breitet sich die Corona-Pandemie in Deutschland aus. Damit verbunden ist z.B. eine gesteigerte Nachfrage nach Desinfektionsmitteln, Einmalhandschuhen, Mundschutz und Toilettenpapier (warum auch immer ;-). Doch auch auf die Freizeitaktivitäten hat Corona erhebliche Auswirkungen. So ist es z.B. nicht mehr erlaubt Urlaub an jedem beliebigen Ort zu machen. Selbst Tagesausflüge in Schwimmbäder, Freizeitparks und Tierparks sind nicht mehr möglich. Bei diesen Einschränkungen denkt man ja gern zunächst an sich und klagt, wie öde das Leben geworden ist. Doch auch die Tiere leiden unter Langeweile, da sie sich nicht mehr über die unbequemen Klamotten und komischen Frisuren der Besucher lustig machen können.

Eines der unter Corona leidenden Tiere ist der bekannte Elefant Benjamin. Er wohnt schon seit vielen Jahren im Zoo von Neustadt und langweilt sich schrecklich, seitdem es Besuchern nicht mehr möglich ist, ihn in seinem zuhause zu besuchen. Selbst seinem guten Freund Otto ist es nicht gestattet, Benjamin zu sehen, da in den Pandemieregeln nicht geklärt ist, mit wieviel Elefanten sich ein Mensch treffen darf und ob hier ggf. Altergrenzen und Abstandsregelungen einzuhalten sind. Von den fehlenden Mund-Nase-Bedeckungen für Elefanten ganz zu schweigen. Da Benjamin selbst auch keine Lust hat, ein eigenes Hygienekonzept zu erstellen und sich dieses in einem langwierigen Verfahren vom Gesundheitsamt absegnen zu lassen, verbringt er seine Tage allein im menschenleeren Zoo.

Was bleibt ihm also anderes übrig, als sich anderweitig über das Leben außerhalb des Zoos zu informieren. Internet scheidet für die neuesten Nachrichten leider aus, da es die Computer-Industrie noch immer nicht geschafft hat, eine für Elefanten-Hände passende Tastatur zu entwickeln. Somit greift er täglich zur Tageszeitung, um nicht ganz den Anschluss an die Welt zu verlieren.  Dabei stößt er eines Tages auf folgende Stellenanzeige:

Schnell ist sein Interesse geweckt, ist dieses doch die Möglichkeit, der Einsamkeit des Zoos zu entkommen. Dummerweise ist nur eine E-Mail-Adresse angegeben. Clever, wie Benjamin nun mal ist, überredet er seinen Revierpfleger, die Bewerbung für ihn zu versenden. Es dauert nicht lange bis er eine Einladung zum Vorstellungsgespräche erhält (natürlich online in Zeiten der Pandemie). Nur wenige Tage nach dem Job-Interview erhält Benjamin auch schon seinen Arbeitsvertrag – die Tristesse hat für ihn also endlich ein Ende.

Zu Beginn des neuen Monats beginnt Benjamin in seinem neuen Zustellbezirk mit der Arbeit. Er ist glücklich über seinen neuen Job und liebt es, alle Leute besuchen zu dürfen , um ihnen die Post zu bringen. Die trostlose Zeit der Pandemie ist nun Geschichte (zumindest für ihn).

Eines Tages verteilt Benjamin fröhlich pfeifend bei bestem Sonnenschein die Briefe und Postkarten (ja, sowas gibt es manchmal auch noch). Er kommt an eine Baustelle und durchquert diese, um auf die andere Straßenseite zu kommen. Dabei sieht er einen bunten Schmetterling. Er bleibt stehen und schaut diesem interessiert zu. Gleichzeitig nähert sich eine Straßenwalze. Der Fahrer achtet ebenfalls nicht auf das Geschehen vor ihm, da er gerade das neueste Video seiner Freundin streamt, die als YouTube-Star berühmt werden will. So kommt es, dass Benjamin von der Straßenwalze überrollt wird...

Wie es sich für einen Kinderhelden gehört, hat Benjamin den Unfall natürlich überlebt und erfreut sich weiterhin bester Gesundheit. Allerdings mit der kleinen Einschränkung, dass er seine imposante Gestalt eingebüßt hat und mittlerweile flach ist, wie die von ihm ausgetragenen Briefe. Ansonsten hat er sich nicht groß verändert: Er genießt die Stunden an der frischen Luft und freut sich über jeden Kontakt mit allen Menschen. Nur um Stellenanzeigen, die mit einem „sicheren Arbeitsplatz“ werben, macht er von nun an einen großen Bogen.

 

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