Tragisch war der Anlass zum Setzen des Steinkreuzes zwischen Himmelkron und Lanzendorf vor mehr als 500 Jahren. Ein romantisches Erschaudern kann leicht Hörer und Erzähler der Sage ergreifen.
Einst soll ein Ritter eine wunderschöne, junge Nonne aus dem Kloster Himmelkron entführt haben, um sie zu seiner Frau zu machen. Auf seinem Pferd flohen sie in Richtung Lanzendorf. Noch vor dem Dorf scheute das Pferd, der Ritter stürzte zu Boden und brach sich das Genick - aus war es, das Liebesglück.
Ob die ausgebüxte Nonne mit gebrochenem Herzen wieder im Kloster Zuflucht gesucht hatte, oder sich künftig doch lieber den weltlichen Freuden widmen wollte, das überlässt die Sage dem jeweiligen Erzähler...
Das Steinkreuz soll von den Angehörigen des bedauernswerten Ritters gesetzt worden sein. Dass das alles schon sehr lange her ist, sieht man dem Stein auch an. Früher soll hier anstelle des Weißdorns ein Rosenbusch gewachsen sein, der stets nur eine Blüte trug...