
An der mittelalterlichen Fernstraße von der früheren markgräflichen Residenzstadt Kumbach über Kasendorf, Wattendorf und Scheßlitz nach Bamberg findet ihr bei der Abzweigung nach Modschiedel eine ungewöhnliche Häufung von Flurdenkmälern.
Ein alter Kreuzstein mit der Jahreszahl 1534 könnte ein Sühnestein sein, den ein Mörder oder Totschläger zur Vergeltung errichten musste. Oft stehen solche Steine entweder am Ort der Untat oder an markanten Wegkreuzungen, wie hier.
Ein riesiges Sandstein-Kruzifix aus dem Jahr 1918 wurde von einer Familie aus Weismain aus Dankbarkeit für das Überleben im 1.Weltkrieg gestiftet.
Der hübsche Grenzstein markiert die Territorien des Hochstifts Bamberg und der Herrschaft Thurnau der Herren von Giech. Auf der nach Bamberg weisenden Seite zeigt der Stein das Relief eines freundlichen Fürstbischofs, auf der nach Thurnau zeigenden ein stark verwittertes Wappen mit Krone.
Die Markgrafschaft Bayreuth-Kulmbach erhob lange Zeit Anspruch auf die Landeshoheit über das kleine Thurnau. Die Jahreszahl 1693 weist auf einen Zeitpunkt hin, zu dem die Regelung einer weitestgehenden Selbständigkeit Thurnaus gegenüber der Markgrafschaft unmittelbar bevorstand. 26 000 Gulden aus der Giechschen Schatulle schafften 6 Jahre später alle Gelüste nach markgräflicher Oberhoheit beiseite.
Der Cache liegt an einer neu ausgebauten, schnell und häufig befahrenen Straße. Bitte seid vor allem mit Kindern sehr vorsichtig, wenn ihr ihn anlauft.