"Hummala flieg nooch Misselgaa!", so lautet in dem bekannten Schwank der Wunsch der Bäuerin aus Mistelgau, die bei einem Bayreuther Apotheker für ein paar Keuzer Schönwetter zur Erntezeit kaufen wollte.
Der findige Mann packte eine Hummel in eine kleine Schachtel und die Bäuerin freute sich schon, als sie das Schönwetter ordentlich summen und brummen hörte. Sie sollte die Schachtel aber erst zu Hause öffnen, damit das Schönwetter nur dort zur Wirkung käme. Die neugierige Frau öffnete die Schachtel aber mitten auf dem Marktplatz in Bayreuth, und die Hummel brummte davon in die wieder gewonnene Freiheit. Da blieben nur der fromme Wunsch "Hummala flieg" und genug Spott für die einfältige Bäuerin, die Mistelgauer im Besonderen und den gesamten Hummelgau allgemein.
Die Hummel auf einer alten Grabsteinplatte neben dem Portal der Kirche in Volsbach (nicht mehr im Hummelgau) stellt eine Verbindung her zur Ortsneckerei gegenüber den Mistelgauern. Früher hätte sich an der Kirche die Skulptur eines Hummelnests befunden. Die gutwillige Deutung dafür lautet: Die Mistelgauer lieferten die Bausteine für die Kirche so früh und fleißig wie auch die Hummeln unermüdlich schaffen. Aber: Auf dem Heimweg nähmen sie genauso emsig aus dem Volsbacher Wald jede Menge Holz für ihr eigenes Nest, den eigenen Baubedarf, mit.
Der Hinweis auf Hummeln, die Anspielung auf den Schwank, die damit implizierte Einfalt und den Holzdiebstahl konnten früher aber manchen Mistelgauer auch zu einer handfesten Rauferei veranlassen - besonders auf der Kerwa nach ein paar Seidla.
Der Cache ist außerhalb des Kirchhofs, nur wenige Meter sind es im Kirchhof bis zur missverständlichen Hummel.
Es handelt sich um einen Nano, bitte bringt einen Stift mit.
