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Kamenica #5 "Der Kammmolch" Traditional Cache

Hidden : 12/20/2021
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Kamenica - Der Steinbach #5 (Der Kammolch)

Flächennaturdenkmal "Draisdorfer Teiche" - Nachtsuchverbot für diesen Cache!

Wer in Chemnitz oder der weiteren Umgebung ein wenig Erholung sucht, der wird diese eventuell an den Ufern der Chemnitz finden und da ich selbst gern an der Chemnitz unterwegs bin, ob zum Radfahren oder Angeln oder einfach nur zum Ausspannen und auch hier meinen Arbeitsplatz habe, habe ich mich entschlossen, hier eine kleine (meine erste) Cacheserie zu hinterlegen.

Die Chemnitz selbst gehört mit einer Länge von 37 km wohl eher zu den kürzeren Flüssen in Deutschland. Ihren Namen hat sie laut Wikipedia wohl aus dem Sorbischen von Kamenica, „Steinbach“ bekommen. Als Namensgeberin unserer Stadt Chemnitz verdient sie auf jeden Fall ein wenig Aufmerksamkeit. Bekannt ist sie durch die sogenannten Strudeltöpfe im Schweizerthal, teilweise riesige Steinblöcke mit großen topfförmigen Vertiefungen, die durch Wasser und Geröll im Laufe vieler tausend Jahre entstanden sind.

Ihren Ursprung findet sie im Süden der Stadt in den Stadtteilen Altchemnitz und Harthau, wo sie durch den Zusammenfluss der Würschnitz und der Zwönitz entsteht. Ihren Weg findet sie entlang des Stadtparkes mit viel Grün und vielen Verweilmöglichkeiten auf der östlichen Uferseite und entlang der Annaberger Straße auf der Westseite bis ins Zentrum der Stadt. Am Falkeplatz vorbei führt sie, nun wieder offen, durch eine kleine grüne Oase am Pfortensteg und der Einmündung des Kappelbachs zum Fuße des Kassbergs mit den bekannten Gewölbegängen aus dem 16. Jahrhundert.

Im steingefassten Flussbett passiert sie die Richard-Hartmann-Halle, das 1929 erbaute Filmtheater „Luxor-Palast“, und die ehemalige Janssen-Fabrik. Hier an der sogenannten Janssen-Brücke zeigt der Angler als Blechskulptur, dass nicht nur Wasser in der Chemnitz ist, sondern auch ein sehr guter Fischbestand. Besonders im Sommer bei ruhigem Wetter sonnen sich an dieser Stelle recht beachtliche Döbel im Wasser, aber auch Forellen, Hasel und Barsche sind an dieser Stelle zu Hause zumal sie von Passanten von der Brücke oft mit Futter verwöhnt werden.

Den weiteren Weg findet sie am Stadtbad und Brühl vorbei, entlang des Chemnitztalradweges in Richtung Furth, Heinersdorf und Draisdorf. Ab der Autobahnbrücke bis zur Brücke in Mohsdorf ist die Chemnitz ein sogenanntes Salmonidengewässer. Hier sind u.a. die Laichgebiete der Bachforelle und deswegen besteht von Oktober bis April absolutes Angelverbot aber auch außerhalb dieser Zeit darf nur mit zulässiger Angeltechnik (Fliegenfischen, Kunstköder) gefischt werden.

An der Autobahnbrücke beginnt auch das sogenannte FFH Gebiet „Chemnitztal“ welches sich bis zur Einmündung der Chemnitz in die Zwickauer Mulde zieht. Zu den geschützten Arten die sich in diesem Habitat befinden gehören unter anderem das große Mausohr und die Mopsfledermaus, der Bitterling eine kleine Fischart, der Kammmolch und die beiden Schmetterlingsarten Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling und die Spanische Flagge( auch russischer Bär genannt).

Von den industriellen Ansiedlungen entlang der Chemnitz ist heute leider nicht mehr so viel zu sehen. Viele industrielle Klinkerbauten sind verschwunden. Das Positive daran, die Natur hat viele Flächen zurückerobert und die Wasserqualität der Chemnitz ist mittlerweile meist sehr gut. Sehr strenge Umweltauflagen gelten heute für die Betriebe, die in diesem Gebiet heute noch produzieren.

Auf der 2012 stillgelegten Bahntrasse Chemnitz-Rochlitz verläuft jetzt zum Teil der Chemnitztalradweg. In Köthensdorf fährt wieder eine Draisine vom Imbiss auf einerm verbliebenem Abschnitt der Strecke und auf einem größeren Stück von Markersdorf bis Diethensdorf kann man noch mit der Museumsbahn Markersdorf fahren. Ein Verein kümmert sich liebevoll und engagiert um dieses verbliebene Stück der einstigen Bahntrasse und hier an der Strecke findet man auch die größten der sogenannten Strudeltöpfe.

Die letzten Kilometer führen vorbei am Wechselburger Forst und an den Orten Stein und Göritzhain wo die Chemnitz schließlich kurz vor Wechselburg, in Blickweite des wunderschönen Göhrener Viaduktes in die Zwickauer Mulde mündet.

Ich wünsche nun viel Spaß beim Suchen , Finden und Loggen und natürliche gibt es noch viele andere Caches und schöne Orte in diesem Gebiet.

Zum Cache: Den Kammmolch (Triturus cristatus) findet ihr überwiegend in 2 Habitaten hier im Chemnitztal. Eines davon ist das Flächennaturdenkmal Draisdorfer Teiche das andere ist das sogenannte Altwasser in Glösa. In Draisdorf wurden bei der letztenZählung ca. 100 Tiere festgestellt allerdings liegt diese Beobachtung auch schon lange zurück (2002) und die Bedingungen haben sich nicht verbessert. Der Kammmolch ist mit bis zu 18 cm Länge die größte einheimische Molchart. Der Name kommt vom Männchen, welches in der Wassertracht einen gezackten Kamm auf dem Rücken hat. Den Weibchen fehlt dieses Merkmal. Ebenso charakteristisch ist der soganannte Milchstreifen ein silbrig glänzendes Band an der Seite. Er lebt bevorzugt in einer dauerhaft wasserführenden Umgebung und an Gewässern ohne Fischbestand.   

Nun müsst ihr das kleine Kerlchen finden aber bitte bedenkt, ihr befindet euch in einem Schutzgebiet. Nichts zerstören, zertreten, abmachen oder mitnehmen. Bewegt euch bitte vorsichtig und genießt die Natur.

Kammmolchlarve im mittleren Alter
Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4612865 von Rainer Theuer
 
Erwachsener männlicher Kammmolch
Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4612865 von Rainer Theuer
 

Additional Hints (Decrypt)

Urhgr fbaar vpu zvpu zny nhßreunyo qrf Grvpurf qnzvg vue avpug qra Jrt ireynffra züffg hz zvpu mh fhpura.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)