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Gesteine im Tännichtgrund EarthCache

Hidden : 6/3/2021
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Die Elbtalzone ist eine ausgeprägte geologische Störungszone zwischen der Lausitz und dem Erzgebirge, in der zahlreiche tektonische Gesteins-Verschiebungen stattfanden. Einen kleinen Einblick darauf kann man im Tännichtgrund bei Niederwartha bekommen. Auf engstem Raum kann man hier drei völlig verschiedene Gesteine entdecken.

 

Pläner (Sediment)

Am Eingang in den Tännichtgrund befindet sich etwas versteckt ein kleiner Aufschluß, welcher durch seine Hanglage leider nur sehr schwer zugänglich ist.
Das kreidezeitliche Plänergestein (Briesnitzer Schichten des Turons), welches bei der Entstehung am Tetis-Meeresboden fast horizontal geschichtet war, wurde während der Eiszeit (Pleistozän) durch die Einsenkung des Elbtalgrabens steil gestellt, dies nennt man bei Sedimentgesteinen auch Schleppung. Daher ist dieser Aufschluß als Naturdenkmal der Stadt Dresden als Plänerschleppung gelistet. Der Pläner ist ein toniges bis feinsandiges Sedimentgestein mit unterschiedlichem Kalkgehalt und bildet eine feinbankige Struktur mit Schichtdicken von wenigen Millimetern bis maximal 1,5 Meter. Im vorliegenden Aufschluß ist eine Schichtung zwischen 5-40 cm zu erkennen. Die Farbe reicht von hellgelb bis hellgraugrünlich.

Pläner am WP 3 (N 51° 5.497' E 13° 35.997')

 

 

Gneis  (metamorphes Gestein)                 

Im Tännichtgrund an den Listingkoordinaten finden wir Gesteine aus dem Proterozoikum. Es handelt sich um Augengneise und Biotitgneise.
Gneise entstehen durch Metamorphose, d. h. Umwandlung von vorhandenem Gestein unter hohem Druck und bei hohen Temperaturen. Das Ausgangsmaterial wird bei der Entstehung von mehreren Gesteinsschichten überlagert. An die Oberfläche kommt Gneis folglich nur dann, wenn entweder das überliegende Material erodiert ist oder ehemals tiefliegende Schichten durch Tektonik an die Oberfläche gehoben wurden.
Die Gneise an den Listingkoordinaten gehören zu einer Gesteinsscholle, die beim Aufsteigen der granitischen Schmelzen (Magma) des Meißner Massivs aus der Tiefe empor gerissen wurden. Dabei wurden die Gneise durch die hohen Temperaturen ein weiteres mal verändert. Dies nennt man Kontaktmetamorphose.
Die runden oder ovalen Feldspatbildungen im Gestein geben dem Augengneis seinen Namen. Der hier aufgeschlossene Augengneis besitzt eine grobflasrige Struktur und geht in den mittelkörnig-schuppigen Biotitgneis über.
Die Gneise bestehen aus den helleren Mineralien Kalifeldspat, Quarz, Plagioklas, dem glimmernden Muskovit und dem fast schwarzen Biotit.

Gneise am WP 1 (N 51° 5.445' E 13° 35.893')

 

Monzodiorit  (magmatisches Gestein)

Wenn Du zum Wegpunkt 2 gewandert bist, siehst Du einen von mehreren Steinbrüchen des Tännichtgrundes. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts wurde hier Monzodiorit als Baumaterial abgebaut. Das früher als Syenit und heute als Monzodiorit bezeichnete Gestein ist ein magmatisches Tiefengestein.  Die im Tannichtgrund zu findenden Vorkommen gehören zu der im Karbon stattgefundenen Intrusion magmatischer Gesteine des Meißner Massivs. Intrusion bezeichnet in der Geologie generell das Eindringen von fließfähigem Material in bereits existierende Gesteinskörper. Die Monzodiorite bestehen aus den helleren Mineralien Alkalifeldspat, Plagioklas und dunkleren Mineralien Hornblende und Biotit.

Monzodiorit am WP 2 (N 51° 5.212' E 13° 35.941')

 

Um den Earthcache zu loggen, erledige bitte die folgenden Aufgaben und beantworte die Fragen:

Aufgaben:

1. Mache ein Foto von Dir (oder deinem GPS oder einem persönlichen Gegenstand) an den Listingkoordinaten / WP 1 und stelle es mit deinem Logeintrag ein.

2. Schaue dir den Gneis an den Listingkoordinaten / WP 1  genau an (zum Beispiel an der kleinen Klippe links vom Picknicktisch) und beschreibe ihn mit eigenen Worten stichpunktartig (Farbe, Körnung, Festigkeit). Suche dir dazu eine vegetationsfreie Stelle aus.

3. Erstelle eine Reihenfolge der drei beschriebenen Gesteine im Bezug auf ihr Alter und nenne jeweils das ungefähre Alter. Nutze dazu das Listing, Internet und die Infotafeln an den Listingkoordinaten / WP 1.

4. Schaue dir den Monzodiorit im Steinbruch am WP 2 genau an und beschreibe ihn mit eigenen Worten stichpunktartig (es können auch Vergleiche zum Gneis gemacht werden). Suche dir auch hier eine vegetationsfreie Stelle aus.

5. Der Besuch des Pläners am WP 3 ist schwierig (min. T4) und nicht geländeschonend möglich. Daher verzichten wir auf eine Frage an dieser Stelle. Doch wenn es dich interessiert, es gibt ein paar Plänersteine weiter unten am Hang in erreichbarem Gelände zur Anschauung.

 

 

Schicke Deine Antworten per Mail (Kontaktformular in unserem Profil) und Du darfst sofort loggen. Bei Unstimmigkeiten melden wir uns bei Dir.
 


Wir wünschen Dir viel Spaß beim Erkunden!

 

Quellen: -Infotafeln an den Listingkoordinaten / WP 1
                -ehemaliger Earthcache GC2CGAC "Geologisches im Tännichtgrund"
                -Wikipedia

          -die Bilder sind eigene Aufnahmen vom 03.06.2021

 

 

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