Die Sagen vom Katzenstein
Am Abhang des Volkmarsberges, rechts vom »Zickzackweg« liegt ein Felsblock mit einer Nische, der seit alters der Katzenstein heißt. An diesem Katzenstein soll sich vor über hundert Jahren folgende Geschichte zugetragen haben:
Es war zur Erntezeit. Auf seinem Felde am Hang des Volkmarsberges, unterhalb des Waldes, schnitt der Hafnermeister Joseph Hug vom Katzenbach mit seiner Familie Getreide. Plötzlich sahen sie, wie eine jüngere, gut gekleidete Frau, die ein Bündel unter dem Arm trug, den Hang zum Walde hinaufeilte. Vielleicht eine Stunde später hörten sie vom Walde herab das Wimmern eines kleinen Kindes, und als der Hafner Hug den kindlichen Klagelauten nachging, fand er in der Nische des Katzensteins ein kleines Knäblein, eingewickelt in reinliche Windeln. Er empfand Mitleid mit dem armen Geschöpf und nahm es mit nach Hause, wo es gute Pflege fand. Die junge Frau, wohl die Mutter des verlassenen Knäbleins, wurde von einer Beerensucherin in der Nähe des Steines gesehen, war aber nirgends mehr aufzufinden. Man wußte nicht, ob das Kind getauft war und fand nur in den Windeln den Namen J.K. Hafner Hug ließ es taufen und gab ihm den Namen Joseph Katzenstein (nach ihm selbst und dem Fundort). Die Familie Hug zog den talentvollen Knaben auf. Später ging er in die Schweiz und man hörte nichts mehr von ihm.
Der Katzenstein ist ein schiefriger Felsblock mit einer Nische. Vom Felsen aus hat man einen tollen Blick über Oberkochen.
Von unten fand ich durch die dichte Vegetation keinen Weg zum Felsen. Vom Wegpunkt aus klappt es recht gut.
Vor Ort bitte Vorsicht beim Suchen, Absturzgefahr. Zum Bergen der Dose muss nicht geklettert werden, es geht 2 Tritte nach unten.