Der heutige „alte Bahnhof Burscheid“ hat fast nichts mit dem eigentlichen Burscheider Bahnhof zu tun. Er stand ziemlich genau hier, wo jetzt das Jugendzentrum Megaphon neu erbaut wurde.

Das heutige „Bahnhofsgebäude“ war seiner Zeit ein Nebengebäude des ehemaligen Bahnhof Burscheid und hat den Abriss im Rahmen der Streckenschließung überstanden. Es stand jahrelang leer und als die Umwidmung der Bahntrasse zu einem Radweg endlich von statten ging, wurde das Gebäude gekauft, restauriert und zu einem Gastronomiebetrieb umgebaut. Inzwischen ist auf dem Grundstück ein sehr beliebter Biergarten und ein kleines Hüttendorf entstanden.

Kurz zur Geschichte: Burscheid erhielt im Oktober 1881 Anschluss ans Eisenbahnnetz, es entstanden an der Bahnlinie Wuppertal-Oberbarmen – Opladen die Bahnhöfe Burscheid und Hilgen. Die Strecke war seinerzeit schon zweispurig ausgebaut, trotz Nebenbahnstatus, und hatte insbesondere für die industrielle Erschließung der Gegend eine Zeit lang eine große Bedeutung. Nach dem zweiten Weltkrieg, in Folge zahlreicher Schäden an der Strecke, wurde das zweite Gleis rückgebaut. Es erfolgte sogar noch der Bau zweier Haltepunkte um 1952, Dünweg und Burscheid Rathaus aber die Strecke war weitgehend nur noch für den Personenverkehr von Bedeutung. Die Bahnstrecke wurde inzwischen sogar formell als Hauptstrecke geführt. Man hatte sich wohl mehr von dieser Strecke versprochen, doch der Bedarf sank angesichts der anderen leistungsstarken Bahnstrecken und des stark wachsenden Individualverkehrs. So wurde im Mai 1983 der Personenverkehr zwischen Opladen und Hilgen mehr und mehr eingeschränkt und schließlich wurde 1991 die Strecke vollständig stillgelegt. Das Bahnhofsgebäude wurde 2010 abgerissen und es entstand später dann an dieser Stelle der Neubau des Jugendzentrum Megaphon.

Warum aber nun Balkanexpress? Eine Erzählung besagt, dass sich die Strecke vom Rhein aus durch Schluchten und Täler langsam ins Gebirge hinaufziehen würde und es galt zudem die Gegend um Wermelskirchen wegen des rauen Klimas als „Bergisch Sibirien“. Die Bevölkerung machte daraus kurzerhand den „Balkan-Express“, wohl wissend, dass weder die Zugbewegungen denen eines Express-Zuges glichen, noch der Balkan etwas mit Sibirien zu tun hat.

Auf der ehemaligen Bahntrasse verläuft heute der „Panorama-Radweg Balkantrasse“, als kombinierter Fuß- und Radweg. Der Abschnitt von Remscheid-Lennep bis Burscheid-Kuckenberg wurde 2012 fertiggestellt und inzwischen ist auch die Strecke bis nach Opladen-Bahnhof vollständig als Radweg ausgebaut.
Zum Cache: Ich starte hier mit einem einfachen Tradi. Ziel ist es später, eine Letterbox platzieren. Die Gespräche mit dem Eigentümer des Restaurants laufen aber noch. Die D-Wertung orientiert sich an der hohene Muggeldichte. Ich empfehle Euch den Cache in den Morgenstunden oder nach 22:00 Uhr anzugehen, da stören wenn überhaupt nur Jogger, oder Muggel mit ihren Doggel.
Quellen (Bilder und Text):
www.bahnen-wuppertal.de (Bilder bei Quellennennung erlaubt)
Wikipedia
Owner