Hier liegt derzeit eine Ersatzdose aus!
Es ist Zeit zu gehen!
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Irgendwann kommt bei jedem die Zeit des Zweifelns – bestimmt!
Die Gründe dafür können verschiedener Natur sein.
☝ Wenn der letzte PETling 🐺 im geografischen Koordinatensystem 📡 unserer Erde 🗺 an der letztmöglichen Position 📍 ohne Abstandskonflikt 👉 👈 platziert wurde, werdet ihr einsehen müssen 😯, dass ihr nicht mal mehr eine eurer heißgeliebten Filmdosen🦄 irgendwo auf dieser Welt 🌍 als Geocache 🐸 verstecken könnt. 😰 💀 💩 🚽 🌘💥
(Weisheit eines uralten Fährtenlesers der Crow-Indianer. – So, oder so ähnlich jedenfalls.)
- Die Auswirkungen der Corona-Pandemie.
- Die immerwährenden mutwilligen Zerstörungen und Manipulationen an unseren Geocaches 🤬
- Der kürzliche Verlust des eigenen Arbeitsplatzes nach über 40 Jahren Betriebszugehörigkeit.
- Der neuerliche Frust, dass unserer letzter, 50. Geocache gerade mal drei Tage in Takt war.
- Und, und, und …
All das hat mich nicht nur zum Nachdenken gebracht, sondern auch vor Wochen schon eine Entscheidung von mir gefordert. … und bei der Betitelung dieses Geocaches geholfen, der als solcher seit nunmehr 6 Jahren schon fertig in unserem Keller liegt.
Doch leider konnte dieser erst jetzt durch die Archivierung unseres Zweitplatzierten GC5QP1Z – „Am Wasserübungsplatz“ beim Wettbewerb für Qualitätscaches „MKK 2015“ realisiert werden. Gefrustet darüber, dass die Archivierung durch den fortwährenden Einsatz verbotener Werkzeuge 🤮 und der zerstörerischen Ignoranz gegenüber unserer Arbeit geschehen musste, freut es mich doch umso mehr, dass wir beispielsweise in Odiss 🤗 einen netten Geocacher-Kollegen hatten, der uns in der Vergangenheit sehr bei der Suche nach einer geeigneten Örtlichkeit unterstützt hat.
Die trotz allem gebliebene Enttäuschung mag in ihrem Ausmaß so manchem womöglich etwas Unheimlig erscheinen, aber so ist es nun mal 🙁
Sind mir in der Vergangenheit beim nächtlichen Listingschreiben zu anderen unserer Caches schon wiederholt mal die Ideen ausgegangen, habe ich mich so manches Mal auf YouTube zur Entspannung auf Musikvideos eingeklickt. Dieses hier - Link - war eigentlich immer irgendwie mit dabei: „Zeit zu gehen“.
Vielleicht deshalb, weil sich für mich in dem Text nicht nur der darin angesprochene Erfolg (gemeint ist der besungene Erfolg der Band!), sondern auch (m)ein persönlicher Frust widerspiegelt. Was nämlich beide Male zu dem Schluss führt – Song-Zitat: „Nichts im Leben ist unendlich!“
Doch nicht nur so mancher Künstler verarbeitet, wie beispielsweise hier in einem musikalischen Werk, so eine gewisse Lebenserfahrung. Ich tue es mit diesem Geocache hier auch und ohne jetzt noch weiter über den Titel nachdenken zu wollen, nenne ich ihn einfach: „Zeit zu gehen“ – Auch wenn das keinerlei Bezug zum Versteck als solches hat.
Bleibt mir noch ein letztes Zitat aus dem Liedtext: „Jede Erinnerung ist so wertvoll, um nur aus Stolz kein Ende zu sehn. Einmal noch …“
… doch auch dieses Mal heißt es wieder: (WICHTG – BITTE BEACHTEN !!!!!)
Keine Werkzeuge !!!!!!!
Solche würden auch diesen Cache unweigerlich beschädigen!
Um an das Logbuch zu gelangen braucht Ihr eigentlich nur zwei Finger.
Es muss weder etwas abgeschraubt noch demontiert werden!
- Einzig einen Stift müsst Ihr mitbringen 😉
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Und wer will kann sich zum Zeichen seines erfolgreichen Logs hier gerne dieses kleine Banner in sein Profil einbinden:
Hier nun noch der Code zum Einfügen ins Profil:
<a href="http://coord.info/GC9EYHC"><img src="https://s3.amazonaws.com/gs-geo-images/355900a2-b3d1-4601-a10e-1ecc267ffe2b_l.jpg"/></a>
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Geschichtliches zur Location:
Ihr befindet Euch hier auf einem ehemaligen militärischen Übungsgelände, dem Wasserübungsplatz am Main, der ebenfalls ehemaligen Garnison Hanau. Heute übrigens Konversionsfläche.
Angefangen hat alles vor mittlerweile mehr als 100 Jahren, als hier mit dem Bau von steinernen Brückenpfeilern, in etwa da wo heute die Limesbrücke steht, ein Übungsgelände für die in Hanau stationieren Eisenbahnpioniere entstand. Über eine eigens zu diesem Zweck verlegte Kleinbahntrasse gelangten diese nebst Baumaterial aus ihren Kasernen im heutigen Lamboy-Gebiet hierher an den Main, wo die Soldaten den Bau von Behelfsbrücken erlernten.
Die Pioniere zeichnete in erster Linie ihr technisches Verständnis und weniger der militärischer Kampfwert aus. Die höheren Offiziere waren oftmals Ingenieure, denen es im Kriegseinsatz durch wechselnde geologische Gegebenheiten bei der Bahngleisverlegung und beim Bau von Hilfsbrücken an Einfallsreichtum nicht fehlen durfte. 😉
Nach dem verlorenen 1. Weltkrieg nahm später mit der Wiederaufrüstung durch die Nationalsozialisten die Wehrmacht das Gelände für ähnliche Zwecke in Beschlag und vergrößerte es gar noch.
Durch die erneute Kriegsniederlage kamen schließlich die amerikanischen Streitkräfte zu Übungszwecken hierher an den Main und blieben bis zu ihrem Abzug aus Hanau. Sie sprengten auch die alten Brückenpfeiler aus der Kaiserzeit um Platz für die Limesbrücke zu schaffen, die im August 1985 für den Verkehr freigegeben wurde.
So ist auch von den anderen militärischen Anlagen und einstigen Bauten hier, angelegt von den jeweiligen Platzherren, heute kaum mehr etwas vorhanden – und wenn, dann zumeist nur Fragmente. Einzig die sogenannte Nato-Rampe am Ufer wird auch heute noch genutzt.
Das kleine Häuschen hier hingegen, ebenfalls ein Überbleibsel aus dem Kalten Krieg und von den Amerikanern erbaut, hat keinerlei Nutzen mehr und ist bislang nur aus finanziellen Überlegungen noch nicht der Abrissbirne zum Opfer gefallen. Mal sehen was wird und wie lange es noch steht …
Doch mit Nichten ist es ein Lost Place, denn es gibt hier jede Menge Hundemuggels, auf die Ihr achten solltet.
Ach ja, Ihr steht hier übrigens - wer hätte es gedacht - auf Großkrotzenburger Gebiet. Die Grenze zu Großauheim (Hanau) verläuft durch den einstigen Wasserübungsplatz.
Geht umsichtig zu Werke und passt trotz der trügerischen Abgeschiedenheit verstärkt auf die angesprochenen Muggels auf, die jederzeit und urplötzlich hinter Euch in Eurem Rücken auftauchen können.
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