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Geologische Exkursion im Kurpark EarthCache

Hidden : 8/14/2021
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Geologische Exkursion im Kurpark

Einleitung

Viele der historischen Gebäude hier im Kurpark, wie die Brunnenanlage und Teile des Kurhauses sind aus Bentheimer Sandstein gearbeitet. Der Bentheimer Sandstein ist ein reiner und gleichkörniger Quarzsandstein, der vor rund 125 Mio. Jahren als Meeresablagerung entstand. Mit der Plattentektonik wurde vor ca. 65 Mio. Jahren der Höhenrücken auf einer Länge von ca. 9 km und bis zu 70m Höhe aus dem Umland herausgehoben. Der Bentheimer Sandstein weißt eine große Porosität auf und wirkt als Speichergestein, zudem ist er von großer Festigkeit, Witterungsbeständigkeit und Härte und wurde bevorzugt als Baustein verwendet. Einige der nachfolgenden geologischen Besonderheiten lassen sich erst erkennen, wenn der Sandstein bearbeitet (geschliffen) ist. 

Brunnenhaus der Alexis-Quelle

Geologische Besonderheiten im Sandstein

Bei der Ablagerung (Sedimentation) von Sandkörnern, die sich im späteren Verlauf zu Sandstein verdichten dringen immer wieder Lösungen mehr oder weniger stark in das Gestein ein. Dabei werden die gelösten Stoffe wie Eisen und Mangan ausgefällt, d.h. sie verbinden sich mit dem Gestein. Risse und Inhomogenität können dies fördern und den Verlauf begünstigen. Treten diese periodisch auftretende Fällungserscheinungen in Form von konzentrischen, feinen Strukturen, so werden sie als Liesegangsche Ringe bezeichnet. Eine Braunfärbung deutet in der Regel auf eisenhaltige Verbindungen im eingedrungenen Wasser hin. Die Strukturen bilden sich in etwa parallel zur Gesteinsoberfläche konzentrisch nach innen aus, folgen aber verstärkt vorgezeichneten Rissen und Klüften.

An einigen Sandsteinen lassen sich dunkle, dicke Eisenbänder entdecken. Diese sind ebenfalls auf Brauneisenanreicherungen zurückzuführen. Dabei wurden Eisenoxide im Sickerwasser gelöst und führen zu Ablagerungen in verschiedenen Sandsteinschichten, wo sie sich verfestigen und so Beständigkeit gegen weitere Erosion erlangen. Mit der Abtragung des umliegenden Gesteins kamen diese Bänder mit Sauerstoff und Wasser in Kontakt und fingen an zu verrosten.

+

Eisenbänder im Sandstein

Begebt euch an die angegebenen Koordinaten. Beantwortet dann anhand eurer Beobachtungen die folgenden Fragen und schickt uns hier die Antworten.
Ihr dürft gleich loggen, nur wenn es Probleme gibt dann melden wir uns.

 

 

Fragen:

Betrachtet die Säulen des Brunnenhäuschens.

1.    Lassen sich hier Liesegangsche Ringe oder Eisenbänder entdecken?

 2.     Beschreibt uns, wie sich eure Entdeckungen darstellen (Anzahl, Größe, Form)?

Untersucht nun die Steine am Boden um den Brunnen. Hier lassen sich beide geologische Phänomene entdecken. 

3.     Wie stellen sich diese dar und wie unterscheiden sie sich von den Säulen des Brunnens?

 Begebt euch nun zur Station „Stage 1 – Kurhaus“ und betrachtet hier die Säulen des Eingangs. Hier lassen sich Liesegangsche Ringe entdecken.

4.     Beschreibt uns, wie sich dieses Darstellen und welche Kriterien (aus dem Listing) dafürsprechen, dass es sich um Liesegangsche Ringe handelt.

 

 

 

 

 

Quellen / Bilder / weitergehende Informationen:
Bilder: Nine&Dido
Infotafel am Kurhaus
Murawski / Meyer: Geologisches Wörterbuch
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Ringe%20in%20Gesteinen#TOC

Additional Hints (No hints available.)