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Lepidotes EarthCache

Hidden : 9/12/2021
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:



Lepidotes

Fischfossil


Lepidotes - das Fischfossil von Stockenboi

1979 gelang einem 8jährigen Mädchen aus Frankfurt am Main in der Gemeinde Stockenboi ein aufsehenerregender Fund: Ein Fossil eines Fisches (Lepidotes), der vor etwa 140 bis 200 Millionen Jahren zwischen Jura und Kreide im Mesozoikum gelebt hatte. Es handelt sich hier um den größten Fossilfund seiner Art in Kärnten und somit um eine einzigartige Lokalität. Eingebettet ist das Fischfossil in eine Platte aus bituminösem Hauptdolomit. Der Körperabdruck des Fisches ist sehr gut erhalten, auch die Schuppen und Flossen sind in allen Einzelheiten gut zu erkennen. Lepidotes ist eine Gattung ausgestorbener Knochenfische, die im Toarcium (Unterjura) bis zur frühen Kreidezeit in Europa vorkam. Lepidotes-Arten waren relativ große Fische mit gedrungenem Körper und länglichem Kopf. Der Körper war mit kräftigen, emaillierten Schuppen bedeckt. Ihre Augen waren klein, die Zähne spitz mit abgerundeten Enden, somit gut geeignet, die Schale ihrer Beutetiere (Mollusken) aufzubrechen.
Ausgestellt ist das Fischfossil unmittelbar neben seinem Originalfundort in einer Vitrine der Eingangshalle des inzwischen geschlossenen Gasthauses Weißenbacher. Das Fischfossil ist jederzeit frei besichtigbar (der freundliche Besitzer weiß Bescheid), es genügt ein Anruf und es ist kein Eintritt zu bezahlen. Erwähnenswert ist, dass das Fischfossil vom Land Kärnten unter der ID VL 21 zum Naturdenkmal erklärt wurde und somit gesetzlich geschützt ist.

Fossilien

Unter Fossilien versteht man Zeugnisse des vergangenen Lebens der Erdgeschichte, die älter als 10.000 Jahre sind. Derartige erdgeschichtliche Dokumente können einerseits körperliche Überreste von Lebewesen (Körperfossilien) aber auch Nachweise ihrer Aktivität (Spurenfossilien) sein. Erforschung von Fossilien ist in erster Linie Aufgabe der Paläontologie, der Wissenschaft der belebten erdgeschichtlichen Vergangenheit auf unserem Planeten.
Man schätzt heute, dass im Lauf der Erdgeschichte etwa 1 bis 1,5 Milliarden Arten entstanden und großteils wieder ausgestorben sind. Nur wenige Arten - vermutlich unter 1% - sind davon als Fossilien erhalten geblieben.

Körperfossilien gehen unmittelbar auf ganze Körper oder Körperteile von toten Lebewesen zurück. Je nach ihrer Größe unterscheidet man Makrofossilien (die mit bloßem Auge sichtbar sind), Mesofossilien (nur mit Lupe sichtbar), Mikrofossilien (nur mit Lichtmikroskop sichtbar) und Nanofossilien (nur mit Elektronenmikroskop sichtbar). Meistens sind mit Fossilien Makrofossilien gemeint, die man auch in der Natur beobachten kann. Bei Körperfossilien muss nicht das originale Körpergewebe erhalten sein, oft wurde das originale Gewebe im Zuge der Fossilisation durch Mineralien oder Sedimente (Kalkschlamm, Schluff) ersetzt.

Bei Körperfossilien unterscheidet man je nach Erhaltungsform:

- Originalerhaltung: Hier sind üblicherweise nicht die Weichteile, sondern die Hartteile des Körpers erhalten, also Knochen, Schalen oder Außenskelette.
- Steinkerne: Diese sind typisch für wirbellose Tiere mit Außenskelett, z. B. Ammoniten oder Schnecken - nach Ableben des Tieres zerfällt die organische Substanz, der entstehende Hohlraum füllt sich mit Sediment, welches verfestigt. Wird das Außenskelett im Lauf der Jahrmillionen aufgelöst, bleibt die verfestigte Füllung als Steinkern erhalten.
- Abdrücke: Diese sind die Negativformen von Körperfossilien in Originalerhaltung oder Steinkernen. Besonders von Wirbeltieren bleiben auf Grund ihres Innenskeletts manchmal nur Abdrücke erhalten.

Spurenfossilien oder Lebensspuren sind keine Reste oder Abdrücke von toten Körpern, sondern Hinterlassenschaften, die durch die Tätigkeit bestimmter Organismen verursacht wurden. Dies können Trittsiegel, Fährten, Grabgänge, Bohrspuren, Fraßspuren, fossile Eierschalen oder auch fossilisierte Kotspuren (Koprolithen) sein.

Fossilien sind nicht nur wichtige Zeugen vergangenen Lebens, sondern auch vergangener Lebensräume. Sie dienen als wichtige Hinweise auf ehemalige geographische und ökologische Verhältnisse. Findet man etwa im Gebirge ein in Kalkstein eingebettetes Fossil eines ehemaligen Meeresbewohners, so kann man davon ausgehen, dass sich hier einstmals ein Meer befand. Weiters können geochemische Analysen von Fossilien (bei Originalerhaltung), vor allem Messungen der Isotope von Kohlenstoff und Sauerstoff, Aufschluss über die globalen Umweltverhältnisse in vergangenen Erdzeitaltern geben. Letztendlich stützen Fossilien bestimmter Einzeller und ihr Vorkommen auch Hypothesen, wann und wo das Leben auf der Erde entstanden sein dürfte.

Entstehung des Fischfossils

Zur Zeit, als die Fische der Gattung Lepidotes lebten, befand sich vor Ort ein flacher Randbereich des sogenannten Jurameeres, eines Teilgebiets der Neothetys, jenes Ozeans, dessen Vorläufer sich einst zwischen den beiden Großkontinenten Laurasia und Gondwanaland gebildet hatte. Das Jurameer war ein tropisches, warmes Meer mit zahlreichen Bewohnern - Korallen, Ammoniten, Fischsauriern, diversen Muscheln und Schnecken und eben auch Fischen.
Der Hauptdolomit, jenes Gestein, in welches das Fischfossil von Stockenboi eingebettet ist, entstand damals als chemisches Sediment am Meeresgrund durch Ausfällung in seichten und weiten Lagunenregionen und Flachwasserbereichen, teilweise auch in zeitweise trockenfallenden Wattbereichen. Hauptdolomit ist ein dolomitisiertes Kalkgestein, das statt des Calciums im Kalk mit Magnesium angereichert wurde. Das Gestein ist von hellgrauer bis bräunlich-grauer Farbe (die Grautöne entstehen durch einen Anteil an Bitumen, ein Erdölprodukt) mit geschichtetem Aufbau und starker Zerklüftung. Dieses Gestein ist ein Hauptgipfelbildner der westlichen Ostalpen, im Südalpenbereich, wo das Gestein Dolomia Principale genannt wird, erreichen seine Schichten eine Mächtigkeit von über 3000 Metern.
Der Hauptdolomit gilt allgemein als fossilarmes Gestein, was dem Fossilfund von Stockenboi eine ganz besondere Bedeutung verleiht.
Damit sich das Fossil bilden konnte, musste Lepidotes zuerst einmal sterben - und das so, ohne dass es Zeitgenossen bemerkten, sonst wäre der Kadaver gefressen worden. Daher war es sehr wichtig, dass der tote Fisch rasch von feinem Sediment begraben wurde - man nimmt an, dass solche Bedingungen, die das Entstehen von Fischfossilien ermöglichten, vor allem im Mündungsgebiet von Flüssen vorlagen, die entsprechendes Sediment einbrachten. Nun wurde der Fischkörper im Sediment langsam umgebildet - die organischen Materialien zersetzten sich und wurden durch anorganisches Sediment (Schlamm) ersetzt. Durch den Druck darüber abgelagerter Schichten wurde der Fischkörper zusammengedrückt - heutige Fischfossilien wirken meist so, als wäre der Fisch sehr schmal gewesen - ein Eindruck, der durch das erfolgte Zusammenpressen des ehemalig dickeren und rundlicheren Körpers entsteht. Ein weiterer wichtiger Aspekt, damit das Fossil schließlich über Millionen von Jahren erhalten bleiben konnte: Die fossilführende Schicht durfte nicht verformt oder umgewandelt werden, es durfte zu keiner Metamorphose durch hohen Druck oder Temperaturen kommen, weil die Schicht im Zuge tektonischer Bewegungen in tiefere Schichten der Erdkruste verfrachtet wurde. All diese Umstände spielten hier also zusammen, um das Fischfossil von Stockenboi zu erhalten. Dass das Fossil schließlich freigelegt wurde, war die Folge von Baggerarbeiten - und der Fund ein Glücksfall.

Um den Cache zu loggen musst du folgende Fragen per Message beantworten:

1.) Beschreibe das Fossil (Größe, Aussehen, Details) mit eigenen Worten! Handelt es sich um ein Spurenfossil oder Körperfossil?
2.) Zu welcher Klasse gehört das Fischfossil?
3.) Beschreibe kurz, wie das Gestein, in welches das Fischfossil eingebettet ist, aussieht (Farbe, Struktur...). Wo ist dieses Gestein deiner Meinung nach ursprünglich entstanden?
4.) Optional: Poste ein Foto von dir bzw. deinem GPS in Nähe der Headerkoordinaten zusammen mit deinem Logeintrag.

Wenn du deine Message mit den Antworten abgeschickt hast, kannst du den Earthcache loggen. Nur wenn irgendwas nicht passen sollte, werde ich mich per Message melden. Viel Spaß!


Lepidotes - Stockenboi's fish fossil

In 1979 an 8-year-old girl from Frankfurt am Main (Germany) made a sensational find in the municipality of Stockenboi: a fossil of a fish (Lepidotes) that lived between the Jurassic and Early Cretaceous in the Mesozoic Era about 140 to 200 million years ago. This is the largest fossil find of its kind in Carinthia and therefore an unique location. The fish fossil is embedded in a slab of bituminous main dolomite. The fish's body imprint is very well preserved, and the fish scales and fins are clearly visible in every detail. Lepidotes is an extinct genus of semionotid neopterygian ray-finned fish from the Jurassic period (Torcian age) and Early Creaceous. Inhabitating both freshwater lakes and shallow seas, Lepidotes was typically more than 30 centimetres long. The body was covered with thick, enamelled scales. Batteries of peg-like teeth enabled Lepidotes to crush the shells of its molluscan prey. The fish fossil is exhibited right next to its original location in a showcase in the entrance hall of the (closed) Weißenbacher inn. The fish fossil is open to the public at any time (the friendly owner knows), just call the owner of the house, there is no entrance fee. It is worth mentioning that the fish fossil has been declared a natural monument by the Federal State of Carinthia under ID VL 21 and is therefore protected by law.

Fossils

Fossils are evidence of the past life of the earth's history that is more than 10.000 years old. Such geological documents can on the one hand be physical remains of living beings (body fossils) but also evidence of their activity (trace fossils). Research into fossils is primarily the task of paleontology, the science of the living geological past on our planet.
Today it is estimated that in the course of the earth's history about 1 to 1.5 billion species have emerged and most of them have become extinct again. Only a few species - probably less than 1 % - have been preserved as fossils.

Body fossils can be traced back directly to whole bodies or body parts of dead living beings. Depending on their size, a destinction is made between macrofossils (which are visible to the naked eye), mesofossils (only visible with a magnifying glass), microfossils (only visible with a light microscope) and nanofossils (only visible with an electron microscope). Mostly, fossils refer to macrofossils that can also be observed in nature. In the case of body fossils, the original body does not have to be preserved; the original tissue was often replaced by minerals or sediments (lime silt, silt) in the course of fossilization.

In the case of body fossils, a distinction is made depending on the form of conservation:

- Original preservation: Here it is usually not the soft parts but the hard parts of the body that have been preserved, i.e. bones, shells or exoskeletons.
- Stone cores: These are typical of invertebrates with an exoskeleton, e.g. ammonites or snails - after the animal dies, the organic substance disintegrates, the resulting cavity fills with sediment, which solidifies. If the exoskeleton is dissolved over the course of millions of years, the solidified filling remains as a stone core.
- Imprints: These are the negative forms of body fossils in original condition or stone cores. Vertebrates in particular sometimes only have prints due to their inner skeleton.

Trace fossils or traces of life are not remnants or imprints of dead bodies, but remnants that were caused by the activity of certain organisms. These can be step seals, tracks, burial tunnels, drill marks, feeding marks, fossilized egg shells or fossilized fecal marks (coprolites).
Fossils are not only important witnesses of past life, but also of past habitats. They serve as important references to former geographical and ecological conditions. If, for example, one finds a limestone fossil of a former marine life in the mountains, one can assume that there once was a sea here. Furthermore, geochemical analyzes of fossils (with original preservation), especially measurements of the isotopes of carbon and oxygen, can provide information about global environmental conditions in past geological ages. Ultimately, fossils of certain unicellular organisms and their occurence also support hypotheses as to when and where life on earth might have originated.

Origin of the fish fossil

At the time when the fish of the genus Lepidotes lived, there was a flat edge area of the so-called Jurassic Sea, a sub-area of the Neothetys, the ocean whose precursors had once formed between the two major continents Laurasia and Gondwanaland. The Jurassic Sea was a tropical, warm sea with numerous inhabitants - corals, ammonites, ichthyosaurs, various mussels and snails and also fish.
The main dolomite, the rock in which the fish fossil from Stockenboi is embedded, was created as a chemical sediment on the sea floor through precipitation in shallow and wide lagoon regions and shallow water areas, sometimes also in tidal areas that occasionally fell dry. Main dolomite is a dolomitized limestone that has been enriched with magnesium instead of the calcium in the lime. The rock is from light gray to brownish-grey in colour (the grey tones are caused by a proportion of bitumen, a petroleum product) with a layered structure and strong fissures. This rock is one of the main peak builders in the western Eastern Alps, in the southern Alps, where the rock is called Dolomia Pricipale, its layers reack a thickness of over 3000 meters. The main dolomite is generally considered to be a low-fossil rock, which makes the Stockenboi fossil find very special.
In order for the fossil to form, Lepidotes first had to die - and that without being noticed by contemporaries, otherwise the carcass would have been eaten. It was therefore very important that the dead fish was quickly buried by fine sediment - it is believed that such conditions that allowed the formation of fish fossils were especially present in the estuaries of rivers that brought in the corresponding sediment. Now the fish body was slowly transformed in the sediment - the organic materials decomposed and were replaced by inorganic sediment (sludge). The body of the fish was compressed by the pressure of layers deposited over it - today's fish fossils usually look as if the fish had been very narrow - an impression that is created by the compression of the formerly thicker and more rounded body. Another important aspect so that the fossil could ultimately be preserved for millions of years is: The fossil-bearing layer was not allowed to be deformed or transformed, there was no metamorphosis due to high pressure or temperatures, because the layer in the course of tectonic movements was shipped into deeper layers of the Earth's crust. So all these circumstances came together here to obtain the fish fossil from Stockenboi. The fact that the fossil was finally uncovered was the result of dredging work - and the find was a stroke of luck.

Your task to log the cache:

Answer the following questions via message via my geocaching profile:

1.) Describe the fossil (size, appearance, details) in your own words! Is it a trace fossil or a body fossil?
2.) Which class does the fish fossil belong to?
3.) Briefly describe what the rock in which the fish fossil is embedded looks like (colour, structure...).
Where do you think this rock originally came from?
4.) Optional: Add a picture to your log showing you or your GPS near the given coordinates in the header.

After you've sent me the message with your answers, feel free to log! Only if there's something wrong, I'll contact you via message!


Quellen/sources:
Commons.wikimedia.org
Frickhinger, K. A.: Fossilien-Atlas Fische. Melle 1999.
Lehmann, U.: Paläontologisches Wörterbuch. Stuutgart 1996(4).
www.stockenboi.at
wikipedia.org

Das Bild stammt vom Autor.

Enjoy the location!


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Additional Hints (Decrypt)

Qnf Tnfgunhf Jrvßraonpure vfg vamjvfpura trfpuybffra, rva Mhtnat mhz Sbffvy vfg nore ceboyrzybf zötyvpu. Rvasnpu nayähgra bqre Nasentra hagre Gry.: +43 4761 246. Gur vaa vf pybfrq va gur zrnagvzr, whfg evat gur qbbeoryy be pnyy +43 4761 246.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)