Das Brettspiel Go gab es bereits im antiken China. Das Spielfeld besteht aus 19 vertikalen und 19 horizontalen Linien. Die beiden Spieler besitzen entweder 180 weiße oder 181 schwarze Steine, die flach, kreisrund und gleichförmig sind. Diese dürfen sie abwechselnd auf freie Schnittpunkte der Linien setzen.
Wenn man gegnerische Steine so umschlossen hat, dass es zwischen eigenen und gegnerischen Steinen keine freien Schnittpunkte gibt, darf man diese Steine schlagen. Man nennt sie auch Gefangene. Zum Schluss werden die Gefangenen und die von eigenen Steinen umschlossenen freien Felder addiert. Wer auf die höhere Anzahl kommt, hat gewonnen.
Das klingt alles recht simpel und doch ist die Anzahl der möglichen Positionen mehr als ein Googol (also 10 hoch 100) mal größer als beim Schach.
Wer sich umfassender informieren will, findet Informationen und Links bei Wikipedia. Wer diesen Mystery lösen will, kann es aber auch sein lassen. Ein paar Grundbegriffe möchte ich anhand von Illustrationen erläutern.
Über eine Linie benachbarte leere Felder heißen Freiheiten.
Über die Linien direkt benachbarte Steine der eigenen Farbe nennt man verbunden. Eine Menge solcher Steine ist eine Kette. Eine Kette kann aussehen wie
- eine Eins
- ein Haufen
- eine Halskette: eine Null
- eine Acht.
Einen Stein so zu setzen, dass die eigene Kette keine Freiheiten mehr besitzt, wird beim Go als Selbstmord bezeichnet. Ein solcher Zug ist in den Regelwerken meistens verboten. Schwarz am Zug dürfte bei der Null unten im Bild also keinen Stein ins Zentrum setzen, während Weiß bei einem solchen Zug die schwarzen Steine schlagen kann.
Bei der Acht ist Schwarz allerdings auf der sicheren Seite, denn setzt Weiß in einen der Kreise, ist die Acht noch nicht umschlossen wohl aber der weiße Stein. Die Null ist dem Tod geweiht, die Acht bleibt am Leben.
Man sagt, dass der Mathematiker John Horton Conway durch das Go-Spiel zur Entwicklung seines Game of Life (GoL) angeregt worden sei. Man könnte meinen, dass sich die Muster von Tod oder Leben beim Go und beim GoL gleich verhalten. Aber während die Null im Go als Todeskandidat gilt, ist sie beim GoL nicht tot zu kriegen – es sei denn man sieht Stillleben als Leichenstarre an.
Außerhalb Asiens verbreitete sich das Spiel erst seit dem 20. Jahrhundert. Die American Go Association wurde beispielsweise erst im Jahre 1935 gegründet. Horizontx hat aber die verblüffende Entdeckung gemacht, dass ein gewisser Albert J. M. aus dem Bundesstaat New York schon im Jahre 1872 – als er einmal nichts Besseres zu tun hatte, als den vorbei ziehenden Wolken zuzuschauen – auf ein Blatt Papier je siebzehn vertikale und horizontale Linien gemalt hatte. Auf die Schnittpunkte setzte er eingefärbte Linsen. Dann überlegte er sich ein paar Regeln und nannte das Ganze „HoVerGo“, was sich aus horizontal, vertikal und go ableitete. Das war tatsächlich ein Moment mit Signalwirkung. Und nun kommt der Knalleffekt. Ich weiß, ihr zweifelt daran, aber ich kann euch sogar zeigen, wie die Linsen verteilt waren. Nun wüsste ich nur zu gern, ob man auch noch das Handbuch mit den Regeln finden kann.
Ich habe zwei Bitten an euch:
- Stift oder Stempel mit wischfester Farbe mitbringen,
- Cache nach dem Loggen uneinsehbar zurück schieben.