Die Jägerkapelle im Weiler Unterhäuser auf 1.284 m Seehöhe, ist dem Heiligen Hubertus geweiht und ist im Eigentum der Gemeinde mit Sonderbenützung zugunsten der Jäger für das Kapellenareal von 12 m2. Die Jägerschaft des Kaunertales unter Ihren Initiatoren Rupert Auer und Engelbert Zauner errichteten im Jahr 1994 diesen offenen Betraum. Die Figur des Hl. Hubertus, des Patrons der Jäger, schnitzte der Kaunertaler Roman Gfall.
Die Jagd im Kaunertal – eine gelebte Tradition
Dichter Bergwald, weitläufige Almen, zahlreiche Hochtäler, schroffe Felswände: hier sind Steinbock und Gams zuhause! Aber auch viele andere Wildtierarten wie Reh, Rothirsch, Murmeltier und Birkhuhn finden im Kaunertal noch einen natürlichen Lebensraum. Besonders stolz sind die Kaunertaler auf ihre große Steinwildkolonie und auf ihr starkes Rehwild. Die Berufs- und Aussichtsjäger sowie alle heimischen Jäger übernehmen die Hege des Wildes und kümmern sich um Wildzählungen, Winterfütterung, Wildgesundheit, Zusammenarbeit mit dem Forst und natürlich die Jagd. Die Jagd hat im Kaunertal eine lange Tradition und dementsprechend einen großen Stellenwert. Viele Einheimische gehen selbst auf die Jagd und schätzen das Wildbrett auf ihrem Sonntagstisch. Die Verpachtung der Jagden bringt dem Tal wichtige Einnahmen.