In der Großpostwitzer Ortschronik steht, daß der Stadtbaumeister Johann Röhrscheidt 1606 neben der Kirche einen frei stehenden 'hölzernen, mit Schindeln gedeckten Turm' für die Glocken errichtete, dieser erhielt „Schlage Uhr und Stunden weyser".
Aus dem Dokument 7 in der Turmkugel geht hervor, daß im Jahre 1718 Pfarrer Johann Böhmer (Schwiegersohn des bisherigen Pfarrers Michał Frencel) den Rat überzeugte, daß ein Kirchenneubau erforderlich sei, da der Glockenturm sehr schadhaft sei, das Dach und Mauerwerk fast gänzlich verfaulet seien und die bisherige Kirche zu enge, zu klein sei.
1893 erhielt die Kirche nach erneuter Vergrößerung und Renovierung ihre heutige Form.
1977 wurde die Kirche außen mit Hilfe vieler freiwilliger Kirchenmitglieder eingerüstet und renoviert. Da das über der Kugel angebrachte Kreuz abgenommen werden mußte und seitdem im Pfarrgarten aufgestellt ist, verringerte sich die Höhe des Kirchturms auf 57,40m.
1978 folgte die Renovierung des Kircheninneren, wiederum mit großem Arbeitseinsatz und finanziellem Engagement vieler Kirchgemeindeglieder.
In den Jahren 1663-1706 wirkte hier Pfarrer Michał Frencel, welcher das Neue Testament ins Sorbische übersetzte.
Bis in die 1960er Jahre wurden die Gottesdienste noch in Deutscher und Wendischer Sprache von Pfarrer Rösler gehalten. Er verstarb am 1968. Danach wurden die sorbischen Gottesdienste nur noch monatlich und von verschiedenen sorbischen Pfarrern des Kirchenbezirks gehalten.
Letzter sorbischer Gottesdienst war im Jahre 2004 zum 100. Gedächtnis unseres Opas, des Schuhmachermeisters Paul Heyne.
Quellen:
https://grosspostwitz.de/gemeinde/chronik-geschichte
https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fpostwitz
zum Cache:
das Kirchengelände muss nicht betreten werden